Intel-Gerüchte: Coffee Lake-S mit neuem Sockel, Core i3 mit vier Kernen
Aus Fernost stammen Gerüchte zu Intels nächster Mainstream-CPU-Generation Coffee Lake-S. Demnach werde Intel zwar weiterhin einen LGA-Sockel mit 1.151 Pins nutzen, dieser sei aber nicht kompatibel zum bekannten LGA1151. Der neue Sockel soll ein Anhängsel wie "v2" bekommen. Die Core-i-Klassen würden alle einmal nach unten rutschen, sodass die i3-CPUs vier Kerne hätten.
Das 3DCenter hat einen Artikel über Coffee Lake-S ausfindig gemacht, der Ende Mai auf der südkoreanischen Webseite drmola.com (maschinelle Übersetzung) veröffentlicht wurde. Damit ist er nicht mehr ganz taufrisch, die Informationen decken sich jedoch mit bisherigen Leaks. Teilweise sollen die Informationen von einem Intel-Seminar für Partner stammen, teilweise von einer ungenannten Quelle.
Angeblich laut Intel sollen im dritten Quartal 2017, also zwischen Juli und September, die ersten Coffee-Lake-S-Modelle mit sechs und vier Rechenkernen erscheinen. Innerhalb der 300er-PCH-Serie werde vorerst nur der Z370 debütieren. Wie auch die taiwanische Webseite digitimes.com im Juni berichtete, handle es sich laut der ungenannten Quelle nur um einen Rebrand des Z270. Intel setze einen 300er-PCH auf einem neuen Mainboard zwingend für die Nutzung einer Coffee-Lake-S-CPU voraus. Dementsprechend komme zwar weiterhin ein 1.151 Pins umfassender LGA-Sockel zum Einsatz, der allerdings nicht mehr zu Kaby Lake-S und Skylake-S kompatibel sei. Die Südkoreaner gehen davon aus, dass der überarbeitete Sockel einen Namenszusatz bekommen werde, zum Beispiel 1151-2 oder 1151 v2.
Wie schon lange spekuliert sollen die Topmodelle mit sechs Kernen plus SMT (12 Threads) als Core i7 erscheinen. Drmola.com möchte darüber hinaus die logische Konsequenz bestätigen: Als Core i5 würden Vierkerner mit SMT (acht Threads) erscheinen, als Core i3 Vierkerner ohne SMT (vier Threads). Die Pentium blieben bei zwei Kernen plus SMT. Die Angaben zum Cache hat Intel bereits zum Skylake-X-Launch weitgehend bestätigt: Weil die Änderungen am Cache-Design dem Server-Bereich geschuldet sind, werden diese nicht bei Coffee Lake-S übernommen. Die Sechskerner hätten folglich 12 MiByte L3, die Vierkerner bis zu 8 MiByte. Daraus könnte sich eine durchaus interessante Situation ergeben: Der dedizierte Sechskern-Siliziumchip dürfte traditionell auf höhere Taktraten ausgelegt sein und wegen des Caches die höhere Spieleleistung pro MHz (IPC) aufweisen - ein Coffee-Lake-S-Sechskerner könnte mit hochtaktendem RAM schneller werden als der Core i7-7800X, müsste aber mit der schwächeren Plattform auskommen.
Drmola.com vermeldet wie auch digitimes.com, dass die "echten" neuen 300er-PCHs, darunter der Z390 und H370, inklusive WLAN und USB 3.1 Anfang 2018 erscheinen sollen. Parallel werde Intel da die kleinen Pentiums und Celerons veröffentlichen (womöglich auf Basis eines eigenen Dies).

Daher wird AMD mit "AM5" gleich neue CPUs mit einem neuen Sockel mit DDR5 und PCIe4.0 veröffentlichen. Das macht logisch am meisten Sinn.
Und mit PCIe 4.0 müsste man den Sockel ja nicht wechseln, der PCIe Controller ist in der CPU. Sofern die Pin Anbindung die gleiche ist, sollte das kein Problem sein.
Bei AMD werden wir noch sehen, ob Zen+ auf A320/B350/X370 läuft...
jedoch war es damalig VOR Zen problemlos möglich eine 6-7-8 Jahre alte AMD CPU auf einer "in dem Sinne" aktuellen Plattform laufen zu lassen... Zugegeben das Bulldozer Fiasko usw. ist bedauerlich und das der AM3+ Sockel ansich keine wirkliche Veränderung dargestellt hat ist auch nicht besonders gewesen ABER, DAS will ich mal bei Intel erleben das ich zB. meinen Sandy i7 auf einem aktuellen Z270 Board hätte laufen lassen können. Hier konnte man schleichend ohne gleich alles austauschen zu müssen upgraden. DAS war es unter anderem, was für mich zumindest, AMD als symphatisch erscheinen lies.
Was Intel momentan abzieht, sollte es denn so kommen (und das nehme ich doch stark an), schiebt mich nur noch umso mehr wieder zu AMD rüber.
Bezahlbare ausreichend Leistung erbringende Kerne und eine für den Heimanwender ausreichend dimensionierte Plattform.
Allein die dadurch verprellten Kaby-Lame Besitzer dürften ordentlich Unmut im Bauch haben und sich einen weiteren Umbau genauer überlegen. Hier entgeht Intel durchaus einiges an Absatz von CPU's ganz zu schweigen von etwaigen potenziellen Lagerwechslern die jetzt zu AMD gehen könnten weil sie das Spiel nicht mehr mitmachen.
Daher wird AMD mit "AM5" gleich neue CPUs mit einem neuen Sockel mit DDR5 und PCIe4.0 veröffentlichen. Das macht logisch am meisten Sinn.
Jetzt gibt es ja überhaupt keine Argumente mehr für Intel (für mich). Ein 6-Kerner auf meinem Z170 Board wäre OK. Aber wenn ich die Plattform auch neu kaufen muss, dann doch lieber was von AMD.
Gruß T.