Intel-CFO: "Wir können den Client-Markt nicht komplett aufgeben", Fertigung als Problem
Intel wird derzeit insbesondere durch mangelnde Produktionskapazitäten ausgebremst. Deshalb werden Server-Chips gegenüber Endkundenprodukten priorisiert. Gleichzeitig gibt es gute Neuigkeiten aus der Foundry-Sparte.
Intel hat am Donnerstagabend die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht. Wie üblich gab es dadurch nicht nur einen Einblick in die aktuellen Geschäfte des Unternehmens, sondern auch Details zur Strategie und der Produkt-Pipeline. Neben vielen guten Neuigkeiten zeigt sich dabei ein Problem: nämlich die Fertigungskapazität. Laut Intel-CFO David Zinsner hat das Unternehmen im vierten Quartal zwar von zuvor aufgebauten Lagerbeständen profitiert. Diese sind aber offenbar weitgehend aufgebraucht.
Kapazität knapp, Entwicklung vielversprechend
Dadurch hängt Intel derzeit direkt von den Erzeugnissen der Foundries ab. Das reicht aber nicht aus, um den Bedarf zu decken - und deshalb muss Intel priorisieren. Der Fokus liegt dabei auf der margenträchtigen Sparte für Datacenter- und KI-Produkte. Diese bekommt also zulasten des Geschäfts mit Normalkunden höhere Kapazitäten zugewiesen. Gleichzeitig betont Zinsner aber, dass man auch weiterhin normale Desktop- und Notebook-Produkte anbieten muss:
"Obviously, we're shifting as much as we can over to data center to meet the high demand, but we can't completely vacate the client market. So we're trying to support both as best we can and obviously work our way out of this supply issue."
"Natürlich verlagern wir so viel wie möglich auf Rechenzentren, um die hohe Nachfrage zu befriedigen, aber wir können den Client-Markt nicht komplett aufgeben. Deshalb versuchen wir, beide so gut wie möglich zu unterstützen und natürlich eine Lösung für dieses Lieferproblem zu finden."
Quelle: Intel
Intels Foundry-Roadmap bis 2027.
Besonders schlimm soll die Situation angeblich im laufenden, ersten Quartal sein. Bereits für das zweite Quartal erwartet der Intel-CFO eine Verbesserung der Liefersituation, die dann hoffentlich auch den Endkundenprodukten zugutekommt. Angesichts der laufenden Speicherkrise haben es viele Spieler derzeit aber wohl ohnehin nicht allzu eilig mit der Neuanschaffung. Eine gewisse Wartezeit wäre also verschmerzbar.
Für den längeren Ausblick gibt es von Intel hingegen gute Neuigkeiten: Offenbar läuft mit Blick auf die Roadmap vieles nach Plan. In seiner Ansprache, mit der Intel-CEO Lip-Bu Tan die Investoren-Fragerunde eröffnet hat, betonte dieser, dass inzwischen die ersten Produkte aus der 18A-Fertigung ausgeliefert werden. Gleichzeitig schreitet die Entwicklung der verbesserten Version 18AP angeblich gut voran, und es gibt sowohl mit den eigenen Entwicklungsabteilungen als auch mit externen Kunden Gespräche über die Nutzung.
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Ähnlich sieht es bei der nächsten Fertigungsstufe 14A aus: Auch hier läuft die Entwicklung wie geplant, laut Zinsner steigt die Yield-Rate derzeit jeden Monat um 7 bis 8 Prozent. Erste Gespräche mit Kunden laufen bereits, konkrete Verträge erwartet Intel-CEO Tan ab dem zweiten Halbjahr 2026. Mit Blick auf die Kapazität will Intel aber vorsichtig agieren. Ein massiver Ausbau soll offenbar erst erfolgen, wenn Kunden feste Zusagen machen. Für Endkunden dürften die Kapazitäten der 14A-Fertigung aber ohnehin erst später relevant werden. Zunächst werden hier die neuen Notebook- und Desktop-Chips vom Typ Nova Lake interessant, die voraussichtlich noch in Intels 18A-Prozess entstehen. Hier wurde erneut ein Release im zweiten Halbjahr 2026 bekräftigt.
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Quelle: Investing via Tom's Hardware / Techpowerup

Aber wenn der AI Boom nicht komplett einbricht (wovon nicht auszugehen ist), ist der CPU/GPU Markt eine Goldgrube und auch die Halbleiter/Chipherstellung. TSMC hebt ständig die Preise an, statt sie im Konkurrenzkampf mit Intel zu senken, so hoch ist die Nachfrage. Damit profitiert auch Intel wenn sie denn endlich Kunden gewinnen können.
Was aber leider immer noch nicht heißt, dass man geringere Chippreise erwarten sollte, Intel wird die hohen TSMC Preise gerne mitgehen zu einem gewissen Grad, so wie AMD die Nvidiapreise mitgeht und dankend annimmt, dann kann man auch mit 20% Marktanteil noch Gewinne erwirtschaften