Intel Bartlett Lake-S: 10 P-Kerne zeigen sich im Benchmark, aber nicht im Desktop

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Intel Bartlett Lake-S: 10 P-Kerne zeigen sich im Benchmark, aber nicht im Desktop
Quelle: Intel

Mit Bartlett Lake-S hätte Intel einen im Desktop noch unveröffentlichten Chip im Portfolio, der mit bis zu zwölf P-Kernen erscheinen könnte. Nun ist ein entsprechendes Modell mit zehn P-Kernen in einem Benchmark aufgetaucht.

Intel produziert zwar noch immer Prozessoren für den Sockel 1700, auf neue Modelle wartet man aber vergeblich: Das Unternehmen hat mit dem 1851 längst einen Nachfolger vorgestellt, der derzeit im Fokus liegt. Trotzdem wäre es zumindest theoretisch möglich, dass Intel die alte Plattform noch mit neuen Produkten versorgt - und zwar in Form von Bartlett Lake-S. Ebendiese Prozessoren werden bereits in der Netzwerk- und Edge-Sparte verkauft. Besonders dabei: Bartlett Lake-S setzt auf einen Chip mit 12 P-Kernen, während auf E-Kerne verzichtet wird.

Auffälliges Ergebnis

Leider sind keine Pläne über einen Desktop-Release von Bartlett Lake-S bekannt. Dafür sind im Netz jetzt aber erstmals Leistungswerte aufgetaucht: Der X-Account @x86deadandback hat eine Tabelle veröffentlicht, laut der ein entsprechendes Modell namens Intel Core 7 253PE mit 10 P-Kernen in der Multicore-Wertung knapp am Intel Core i5-14500 mit seiner 6+8-Konfiguration vorbeizieht. Die Singlecore-Leistung wirft allerdings Fragen auf: Hier soll Bartlett Lake-S angeblich um 7,6 Prozent zurückfallen, obwohl der Boost-Takt bei 5,5 GHz und damit zehn Prozent über dem des Core i5-14500 liegt. Hier wäre es denkbar, dass das getestete System aus unbekannten Gründen nicht den vollen Takt ausgenutzt hat.

Vergleich des Intel Core 7 253PE (Bartlett Lake-S) mit dem Intel Core i5-14400 und dem Intel Core i5-14500. Quelle: @x86deadandback (X) Vergleich des Intel Core 7 253PE (Bartlett Lake-S) mit dem Intel Core i5-14400 und dem Intel Core i5-14500. Die 10 P-Kerne von Bartlett Lake-S arbeiten in Multicore-Anwendungen minimal schneller als die 6 P- und 8 E-Kerne des Core i5-14500. Quelle: @x86deadandback (X) Die 10 P-Kerne von Bartlett Lake-S arbeiten in Multicore-Anwendungen minimal schneller als die 6 P- und 8 E-Kerne des Core i5-14500. Aus technischer Sicht wäre Bartlett Lake-S für Spieler wohl eine spannende Alternative - insbesondere auch angesichts des verbauten Speichercontrollers. Denn die Prozessoren können sowohl mit DDR4 als auch mit DDR5 umgehen. Damit wäre man in der aktuellen Speicherkrise flexibler. Ob das ausreicht, dass Intel entsprechende Prozessoren doch noch im Desktop anbietet, ist allerdings fraglich.

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Denn selbst falls Bartlett Lake-S für den Sockel 1700 erscheinen würde, sähe sich das Modell immer noch der Konkurrenz von AMDs AM4-Systemen ausgesetzt. Zwar lässt die Konkurrenz dort derzeit eine Flanke offen, denn eine Wiederbelebung der entsprechenden X3D-Prozessoren ist offenbar nicht geplant. Trotzdem dürfte sich eine Planänderung für Intel aber wohl kaum lohnen. Denn auch DDR4-Speicher ist stark im Preis gestiegen, und dort droht eine Einstellung der Produktion zugunsten kostspieligerer DDR5-Chips.

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Quelle: @x86deadandback (X) via 3D Center / Videocardz

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