Intel Alder Lake-HX: Notebook-CPUs auf 16 Kernen und 5 GHz aufgeblasen

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Intel Alder Lake-HX
Quelle: Intel

Intel hat die Alder Lake-HX-Prozessoren der 12. Generation nun offiziell angekündigt. Alder Lake-HX wird das gleiche Prinzip aufweisen wie Intels andere Alder Lake-Produktreihen. Die Golden-Cove-Kerne und die Gracemont-Kerne werden zusammengeschaltet, um Alder Lake-HX mit einem Hybrid-Design zu versehen. Intels mobile Alder Lake-H-Prozessoren erreichen maximal 14 Kerne (6 P- und 8 E-Kerne) und 20 Threads, Alder Lake-HX ist die letzte Ergänzung der 12. Generation und bietet bis zu 16 Kerne (8 P- und 8 E-Kerne) und 24 Threads.

Die Alder Lake-HX-soll die Leistung der Desktop-Klasse für mobile Geräte liefern, mächte man dem Marketing glauben. Mehr Kerne führen jedoch zu einem höheren Stromverbrauch. Während Alder Lake-H einen PBP-Wert (Processor Base Power) von 45 W aufweist, ist Alder Lake-HX um 10 W höher, was die neuen Chips auf 55 W bringt. Die MTP (max turbo power) für Alder Lake-HX liegt bei 157 Watt. Die Spitzenleistung der Alder Lake-H Chips liegt bei 115W.

Alder Lake-HX wird mit AMDs kürzlich vorgestellten 6nm Ryzen-6000-Prozessoren (Rembrandt) konkurrieren, die über Zen 3+ Kerne und RDNA 2 Grafik verfügen. Intels Gracemont-Effizienzkerne ergänzen die Kernzahl des Alder Lake-HX und lassen ihn auf dem Papier beeindruckend aussehen, während der Ryzen 6000 bis zu acht vollwertige Zen 3+ Kerne hat. Unerfahrene Verbraucher könnten auf die hohe Kernzahl des Alder Lake-HX hereinfallen, da die Chips doppelt so viele Kerne wie der Ryzen 6000 zu haben scheinen, aber wir müssen auf einen gründlichen Test warten, bevor wir beurteilen können, wer schneller ist.

Bildergalerie

Der Core i9-12900HX ist das Flaggschiffmodell der Alder Lake-HX-Reihe. Er hat 16 Kerne und 24 Threads mit einer Basis- und Boost-Taktfrequenz von bis zu 2,3 GHz bzw. 5 GHz. Der Core i9-12950HX ist die vPro-Version und wird ähnliche Taktraten aufweisen.

Obwohl der Core i9-12900HX mit insgesamt 16 Kernen protzt, sind nur acht davon die leistungsfähigen Golden-Cove-Kerne. Wenn wir die Gracemont-Kerne außer Acht lassen, hat der Core i9-12900HX an sich auch nur acht Kerne, genau wie der Ryzen 9 6980HX. Beide Chips haben den gleichen Boost-Takt von 5 GHz, aber der Ryzen 9 6980HX hat einen 1 GHz höheren Basistakt, jedoch nur auf dem Papier, was nichts heißen muss.

Wenn man sich die Spezifikationen ansieht, wird klar, dass Intel für Alder Lake-HX einige Abstriche bei den Basistaktraten machen und den PBP erhöhen musste. Zum Beispiel hat der Core i9-12900HX zwei Kerne mehr als der Core i9-12900H, und während beide Prozessoren den gleichen Boost-Takt von 5 GHz haben, hat der Core i9-12900H einen höheren Basistakt.

Eine ähnliche Behandlung erfuhr der Core i7-12800HX. Der Chip hat zwei Kerne mehr als der Core i7-12800H, aber dessen Basistakt ist höher. Der Core i5-12600HX schließlich scheint der Sonderling unter den Chips zu sein. Er verfügt über dieselbe 12-Kern- und 16-Thread-Konfiguration wie der Core i5-12600H, hat aber einen um 200 MHz niedrigeren Basistakt und einen um 100 MHz höheren Boost-Takt.

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Ishigaki-kun
        Wobei man durchaus Kritik an intel's Hybrid-Design anbringen kann. Es dürfte mittlerweile jedem klar sein, dass intel dass als Antwort auf AMDs Kernarmade zu verstehen ist. Man hängt zu sehr am Zehnkern-Die-Layout, welches in der Mehrkernleistung Grenzen setzt. Der einfachste Weg schien für intel, den Platz eines P-Kerns für vier E-Kerne zu opfern.
        Die E Kerne sind die Antwort auf die Frage, wie man möglichst viel Leistung auf möglichst wenig Chipfläche unterbringen kann. Gleichzeitig sollte auch noch Strom gespart werden. 4 E Kerne belegen den Platz eines P Kerns und erbringen die doppelte Leistung, bei höherer Effizienz. Der Hybridansatz ist dann die Antwort auf die Frage, wie man die stark verringerte Singlekernleistung wieder kompensieren kann.

        Das ganze geht weit vor 2017 zurück, als Zen 1 erschien.

        Man vermutet, dass Apple soetwas haben wollte und Intel am Ende von der Fahne ging, als sich die Einführung immer weiter verzögerte.

        Intel konnte den Trend umkehren und etwas zu AMD aufschließen. Von daher kann man den Ansatz durchaus als Erfolg bezeichnen.

        Zitat von Ishigaki-kun
        Die E-Kerne sind schon irgendwie eine Verzweiflungstat.
        Eigentlich sind sie eine geniale Idee. AMD will sie nun offenbar auch übernehmen, allerdings vermutlich frühestens mit Zen 5. Es wird sich dann zeigen, ob es um Energieeinsparungen geht (dafür bräuchte man nur wenige) oder ob AMD auch so Leistung gewinnen möchte.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Ishigaki-kun
        Wobei man durchaus Kritik an intel's Hybrid-Design anbringen kann. Es dürfte mittlerweile jedem klar sein, dass intel dass als Antwort auf AMDs Kernarmade zu verstehen ist. Man hängt zu sehr am Zehnkern-Die-Layout, welches in der Mehrkernleistung Grenzen setzt. Der einfachste Weg schien für intel, den Platz eines P-Kerns für vier E-Kerne zu opfern.
        Die E Kerne sind die Antwort auf die Frage, wie man möglichst viel Leistung auf möglichst wenig Chipfläche unterbringen kann. Gleichzeitig sollte auch noch Strom gespart werden. 4 E Kerne belegen den Platz eines P Kerns und erbringen die doppelte Leistung, bei höherer Effizienz. Der Hybridansatz ist dann die Antwort auf die Frage, wie man die stark verringerte Singlekernleistung wieder kompensieren kann.

        Das ganze geht weit vor 2017 zurück, als Zen 1 erschien.

        Man vermutet, dass Apple soetwas haben wollte und Intel am Ende von der Fahne ging, als sich die Einführung immer weiter verzögerte.

        Intel konnte den Trend umkehren und etwas zu AMD aufschließen. Von daher kann man den Ansatz durchaus als Erfolg bezeichnen.

        Zitat von Ishigaki-kun
        Die E-Kerne sind schon irgendwie eine Verzweiflungstat.
        Eigentlich sind sie eine geniale Idee. AMD will sie nun offenbar auch übernehmen, allerdings vermutlich frühestens mit Zen 5. Es wird sich dann zeigen, ob es um Energieeinsparungen geht (dafür bräuchte man nur wenige) oder ob AMD auch so Leistung gewinnen möchte.
      • Von Ishigaki-kun Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Pu244
        Bei Laptops kommt es auf die Effizienz an und außerdem erzielen die Kerne eine überproportional hohe Leistung.

        Aber eigentlich solltest du doch auf Kundenverarsche stehen, bei der RX 6400 wolltest du doch, dass man die Leute ins Messer laufen läßt.
        Es geht aber um intel und nicht um AMD. Und es ist Fanatismus im Spiel.

        Wobei man durchaus Kritik an intel's Hybrid-Design anbringen kann. Es dürfte mittlerweile jedem klar sein, dass intel dass als Antwort auf AMDs Kernarmade zu verstehen ist. Man hängt zu sehr am Zehnkern-Die-Layout, welches in der Mehrkernleistung Grenzen setzt. Der einfachste Weg schien für intel, den Platz eines P-Kerns für vier E-Kerne zu opfern.

        In der Vergangenheit war intel durch die Nachteile des Chiplet-Designs einfach in einer komfortablen Lage, da man die bessere Einzelkernleistung aufwies. Zen 3 brachte intel erst in eine vollkommen unangenehme Lage. Alder Lakes P-Kerne rasieren Zen 3 zwar wieder, aber hat nicht den Platz genügend davon auf einem Die unterzubringen, um damit auch AMD in der Mehrkernleistung eindeutig in die Schranken zu weisen.

        Die E-Kerne sind schon irgendwie eine Verzweiflungstat.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BxBender
        Sicherlich sind die Effizienzkerne vor allem im Mobilsektor bei den extrem geringen Wattzahlen ausschließlich ein Klotz am Bein, der die normalen Kerne nur belastet anstatt zu helfen.
        Es hat im Desktopbereich ja schon arge Probleme damit gegeben, also muss es in Notebooks extrem schlimm sein.
        Ich weiß ja nicht wer da bei Intel etwas konzipiert, aber das ganze Design ist bis jetzt ein totaler Griff ins Klo und reine Kundenverarsche.
        Bei Laptops kommt es auf die Effizienz an und außerdem erzielen die Kerne eine überproportional hohe Leistung.

        Aber eigentlich solltest du doch auf Kundenverarsche stehen, bei der RX 6400 wolltest du doch, dass man die Leute ins Messer laufen läßt.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Sicherlich sind die Effizienzkerne vor allem im Mobilsektor bei den extrem geringen Wattzahlen ausschließlich ein Klotz am Bein, der die normalen Kerne nur belastet anstatt zu helfen.
        Es hat im Desktopbereich ja schon arge Probleme damit gegeben, also muss es in Notebooks extrem schlimm sein.
        Ich weiß ja nicht wer da bei Intel etwas konzipiert, aber das ganze Design ist bis jetzt ein totaler Griff ins Klo und reine Kundenverarsche.
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