IDF: Intel konkretisiert CPU-Roadmap für 32nm-Architekturen Westmere und Sandy Bridge - Update: Bilder und Infos

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Intel hat auf dem IDF die Roadmap für seine CPU-Architekturen Westmere und Sandy Bridge, beide auf 32 Nanometer Strukturbreite ausgelegt, etwas konkretisiert. Vor allem zu Gulftown, Clarkdale und Arrandale gibt es nun Details.

Original-Artikel: 23.09.2009
Neben der Ankündigung seiner 22nm-Architektur, die noch keinen konkreten Namen besitzt, hat Intel unter anderem über die Westmere-CPUs Gulftown (6 Kerne/12 Threads), Clarkdale (2 Kerne/4 Threads für Desktop) und Arrandale (2 Kerne/4 Threads für Mobile) gesprochen. PC Games Hardware fasst zusammen.

Westmere
Generell hält der kalifornische Chipriese an seiner Zwei-Jahres-Taktik fest. Dieses Tick-Tock-Modell sieht alle zwei Jahre eine neue Mikroarchitektur vor, die Jahre dazwischen werden mit einem Die-Shrink überbrückt. Intel sieht sich dabei mit Westmere (32 Nanometer), dem Nachfolger der Nehalem-Serie (45 Nanometer), weiter im Zeitplan. Die Produktion soll im vierten Quartal 2009 anlaufen. Der 32-Nanometer-Prozess mit dem Codenamen P1268 verspricht nicht nur kleinere Prozessorkerne, er soll auch die Verlustleistung reduzieren.

Gegen Jahresende kommen die ersten beiden Westmere-Modelle: Lynnfield (Core i5/Core i7) wird auf dem Desktop-Markt dann um den Einsteigerprozessor Clarkdale (Core i3) mit zwei Kernen/vier Threads und 32-Nanometer-Technik ergänzt, die Mobilvariante heißt Arrandale. Clarkdale und Arrandale wird es nur mit integrierten Grafikchips geben. Diese GPUs werden noch im 45-nm-Prozess gefertigt und DirectX-10-tauglich sein; vermutlich unterscheiden sie sich aber nur wenig von den bekannten G45-/GM45-Chips (Intel selbst erwähnt Intel Clear Video HD, Premium Audio und Graphics Turbo). CPU und GPU sitzen dabei auch nur in einem gemeinsamen Gehäuse und nicht auf demselben Die.

Intel CPU-Roadmap für Nehalem und Westmere Quelle: Intel Intel CPU-Roadmap für Nehalem und Westmere

Die genannten Westmere-CPUs kommunizieren mit Chipsätzen der 5er-Serie, doch werden diese nicht mehr viel zu tun haben: Der "Chipsatz" besteht dann nur noch aus einem Chip; der Speichercontroller für DDR3-RAM sitzt in allen Westmere-Modellen wie schon beim Nehalem direkt in der CPU, bei Bedarf auch der Grafikchip. Auch die Anbindung einer externen Grafikkarte per PCI-Express übernimmt die CPU selbst, sodass der Northbridge vor allem die Ansteuerung von Laufwerken und Eingabegeräten bleibt.

Den High-End-Sektor will Intel erst 2010 neu besetzen, der Core i7 wird dann von einem sechskernigen 32-nm-Prozessor namens Gulftown abgelöst, der dank Hyperthreading auf 12 Threads kommt. Er soll mit dem gleichen X58-Chipsatz zurechtkommen wie der i7/Bloomfield.

  Segment Nehalem (45 nm) Kerne Threads Westmere (32 nm) Kerne Threads
Desktop High-End Bloomfield 4 8 Gulftown 6 12
Desktop Mittelklasse Lynnfield 4 8 Clarkdale (inkl. Integrierte Grafik) 2 4
Mobile Clarksfield 4 8 Arrandale (inkl. Integrierte Grafik) 2 4
Server 4 Sockel Nehalem-EX 8 16 Westmere-EX Offen Offen
Server 2 Sockel Nehalem-EP 4 8 Westmere-EP 6 12
Server Einsteiger (1 Sockel) Lynnfield 4 8 Clarkdale (inkl. Integrierte Grafik) 2 4

Sandy Bridge
Nach Westmere kommt eine weitere 32-nm-Architektur mit dem Codenamen Sandy Bridge, nach bisherigen Roadmaps Ende 2010/Anfang 2011. Bereits im Juli wurde das Tape-Out von Sandy Bridge vermeldet. Im Gegensatz zum Westmere sind hier CPU und GPU auf einem Die vereint. Intel will eine neue Generation seiner Clear-Video-HD-Technik einsetzen, außerdem mehr Grafikleistung bieten, vermutlich auch schon DirectX-11-fähig. Ob Intel schon bei Sandy Bridge Larrabee-Grafikkerne einsetzen will, ist wenig realistisch.

Intel selbst verspricht eine Beschleunigung bei der Verarbeitung von Videodaten, ein entsprechendes Sandy-Bridge-System wurde lauffähig präsentiert. Auch bei Fließkomma-Berechnungen sollen Sandy-Bridge-CPUs schneller sein. Die wesentlichen Änderungen in der Architektur umfassen unter anderem die Advanced Vector Extensions (AVX), der SSE-Nachfolger. Gerüchteweise sollen Sandy Bridge-CPUs bis zu acht CPU-Kerne haben.

Update: 25.09.2009
Im Rahmen des IDFs wurden nun auch erste Sandy-Bridge-CPUs (Desktop und mobile) gezeigt. Außerdem hat Intel einige Details zu den Verbesserungen bei Sandy Bridge gegenüber Westmere bestätigt. So soll das Power Management für CPU, integrierte Grafik und Speichercontroller bei Sandy Bridge besser sein als bei Westmere. Außerdem verspricht Intel "wesentlich mehr Leistung". Sie finden die neuen Bilder und Infos in der folgenden Galerie.

Bildergalerie

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: IDF: Intel konkretisiert CPU-Roadmap für 32nm-Architekturen Westmere und Sandy Bridge

        Zitat von Incredible Alk
        Da wirste höchstwahrscheinlich kein Glück haben. Mehr als die 6 Kerne des Gulftown kann ich mir nicht vorstellen dass es ohne neuen Sockel / Chipsatz funktionieren kann.
        Neue Chipsätze braucht man dafür erst, wenn man die Geschindigkeit der Grafikanbindung steigern will. Neue Sockel sind immer so eine Sache, die werden ja gerne auch mal ohne jeglichen praktischen Nutzen eingeführt
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: IDF: Intel konkretisiert CPU-Roadmap für 32nm-Architekturen Westmere und Sandy Bridge

        Zitat von Incredible Alk
        Da wirste höchstwahrscheinlich kein Glück haben. Mehr als die 6 Kerne des Gulftown kann ich mir nicht vorstellen dass es ohne neuen Sockel / Chipsatz funktionieren kann.
        Neue Chipsätze braucht man dafür erst, wenn man die Geschindigkeit der Grafikanbindung steigern will. Neue Sockel sind immer so eine Sache, die werden ja gerne auch mal ohne jeglichen praktischen Nutzen eingeführt
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: IDF: Intel konkretisiert CPU-Roadmap für 32nm-Architekturen Westmere und Sandy Bridge

        Zitat von zuogolpon
        Ich fänds toll, wenn nach dem Gulftown noch eine Westmere oder gar Sandy Bridge CPU mit 8, 12 oder 16 physikalischen Kernen für X58 hinzukommt, damit mein MoBo noch was länger bleibt.
        Da wirste höchstwahrscheinlich kein Glück haben. Mehr als die 6 Kerne des Gulftown kann ich mir nicht vorstellen dass es ohne neuen Sockel / Chipsatz funktionieren kann.
      • Von zuogolpon Software-Overclocker(in)
        AW: IDF: Intel konkretisiert CPU-Roadmap für 32nm-Architekturen Westmere und Sandy Bridge

        Ich fänds toll, wenn nach dem Gulftown noch eine Westmere oder gar Sandy Bridge CPU mit 8, 12 oder 16 physikalischen Kernen für X58 hinzukommt, damit mein MoBo noch was länger bleibt.
        Aber wahrscheinlich muss es irgendwann dem neuen S-ATA 3 und dem USB 3 Standard weichen.

        MfG
        Z
      • Von Phenom 2 @ 6,29 Ghz Komplett-PC-Käufer(in)
        AW: IDF: Intel konkretisiert CPU-Roadmap für 32nm-Architekturen Westmere und Sandy Bridge

        Wie die Zeit vergeht...
        Wir haben schon wieder Mittwoch und es kommt mir vor als wenn gestern Sonntag wäre.
        Es werden schneller als gedacht Transistoren verbaut die ledigiglich 32 Nanometer breit sind. Es ist schon ende September, nur noch 100 Nächt und ich bin im "Glufton/Thuban" Jahr.
      • Von jaramund Freizeitschrauber(in)
        IDF: Intel konkretisiert CPU-Roadmap für 32nm-Architekturen Westmere und Sandy Bridge

        Na mal schaun wie sich der Clarkdale denn nun für einen HTPC eignen wird und was der integrierte Grafikchip leisten wird.
      Direkt zum Diskussionsende
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