IDF: Dank 22 Nanometer bald über 50 x86-Kerne auf einem Chip
Knights Corner wird ein Multiprozessor-System, bestehend aus über 50 x86-CPUs auf einem Chip. Die 22-Nanometer-Technologie macht es möglich. Ziel des Projekts ist es, paralleles Programmieren für x86-CPUs zu optimieren.
Intels Entwicklerprogramm "Many Integrated Core" (MIC), früher Larrabee, an dem bis Jahresende etwa 100 Betriebe und Institute mit Supercomputern teilnehmen sollen, geht in die nächste Runde. Ziel des Programms ist, paralleles Programmieren unter x86-Umgebungen zu testen und zu optimieren. Dazu werden von Intel an die interessierten Betriebe PCI-E-Steckkarten und Entwickler-Kits ausgeliefert, die eigens produzierte Mehrkern-CPUs beinhalten. Derzeit handelt es sich um 48-Kern-Prozessoren, die auf der x86-Architektur basieren, also beim Programmieren keine spezielle Codeanpassung benötigen, wie es bei AMDs Stream oder Nvidias CUDA der Fall ist.
Eine der größten Hürden beim massiven Ausbau der Kernzahl ist bei normalen CPUs die Speicherbandbreite. Ob Dualcore oder Quadcore: Immer nutzten die Kerne einen gemeinsamen Cache, über den sie Speicherzugriffe abwickeln. Bei MIC habe man deswegen auf einen Datenring gesetzt, über den die CPUs miteinander und über die PCI-Express-Schnittstelle mit dem RAM kommunizieren können. Weiterführende Infos zum parallelen Programmieren sowie den Programmier-Modellen liefert Intel. Ein Interview über die Multiprozessor-Probleme mit einem Intel-Entwickler hat Tim Anderson in seinem Blog veröffentlicht.
Quellen: Tim Andersons Blog, Intel Many Integrated Core

Larrabee is Back
Larrabee 2.0
oder alle guten Dinge sind 3
Egal wie man es nimmt,für die Entwicklung/Optimierung sind solche Forschungen nun einmal notwendig.Jeder der das Projekt jetzt als lächerlich oder so bezeichnet,regt sich warscheinlich auch in 10 Jahren noch auf warum die Kerne nicht besser optimiert sind/nicht weiter optimiert werden können.Was glauben eigentlich manche,warum ihre CPUs immer besser werden,liegts evtl. doch an der Forschung?
Stillstand in dieser Branche kann sich keiner leisten,sogar Intel nicht.
Dürfte wohl in erste Linie in Konkurrenz zu Beschleuniger-Boards mit Cell-Chip stehen.
Jup, sowas wäre eine Idee, wobei Larrabee/Ferry Knights eben als Steckkarte konzipiert ist. Es ist halt ein Accelerater.
Meiner Meinung nach sollte man die Leistung auf dem einzelnen Kern nicht vernachlässigen; viele Aufgaben lassen sich eben nicht oder nur eingeschränkt paralellisieren
Mit einem herkömmlichen CPU Konzept halte ich mehr als 10-12 Kerne in einem normalen PC auch langfristig nicht für sinnvoll; eventuell könnte man aber neue Chipkonzepte entwickeln, bei denen etwa 10 Hochleistungskerne von 20 oder 30 Minikernen mit einem ähnlichen Konzept wie etwa Larrabee/Knight Ferry flankiert werden, also eine Art Larrabee IGP, welche dann flexibler einsetzbar wäre als eine herkömmliche IGP