Ryzen 4700S "Desktop-Kit": Mysteriöses Desktop-SoC aufgetaucht
Derzeit geistert ein mysteriöses AMD Desktop-Kit durch das Internet, auf dem ein bislang unbekannter Ryzen 4700S-Prozessor verbaut ist. Der soll seinen Ursprung bei den aktuellen Konsolen von Sony und Microsoft haben.
Im Internet kursieren Eckdaten und Bilder eines Desktop-SoC von AMD mit fest verlötetem Ryzen-4000-Prozessor. Das bislang bei chinesischen und finnischen Händlern gelistete und als "Desktop-Kit" bezeichnete Komplettpaket inklusive vormontiertem Lüfter sowie ebenso fest integriertem Arbeitsspeicher sorgt derzeit für einige offene Fragen und ebenso Spekulationen.
Blickt man auf die zwischenzeitlich aufgetauchten Fotos, so wirkt die Mini-ITX-Platine recht nüchtern. Abseits einiger interner Standard-Header findet sich darauf einzig ein PCI-Express-Slot, auf den Nutzer auch angewiesen sind, denn das rückseitige I/O-Panel bietet keinerlei Display-Ausgänge.
Interessanter geht es da schon unterhalb des Kühlers zu, wo sich das eigentliche Herzstück in Form eines Ryzen 4700S verbirgt. Da der bislang noch nicht offiziell angekündigt ist und so gesehen nicht wirklich in das Produktportfolio von AMD einzuordnen ist, ranken sich um die CPU, die augenscheinlich über keine nutzbare iGPU verfügt, die meisten Spekulationen. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass 16 GiByte GDDR6-Speicher als Arbeitsspeicher dienen.
Das spräche nämlich abseits von 8 Kernen und 16 Threads sowie 3,6 GHz Basis-Takt dafür, dass es sich bei den verbauten Chips um Reste aus der Produktion der Konsolen-APUs handelt. Sowohl bei der Playstation 5 als auch Xbox Series X wird jene Speichermenge verbaut. Die Xbox Series S dürfte sich derweil bereits bei teildefekten Chips bedienen, während der Ryzen 4700S letztlich am untersten Ende angesiedelt sein dürfte und hinsichtlich der Grafikeinheit zu deutliche Defekte aufweist.
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In Europa bietet bislang einzig der finnische Shop Tulostintavaratalo das mitunter als "AMD Cardinal" bezeichnete Gesamtpaket zum Verkauf mit einer Lieferzeit von 14 bis 30 Tagen an. Als Preis werden 325 Euro gelistet, wie die Kollegen von hardwareluxx.de berichten. Zudem werden auch erste Fertig-Rechner in Fernost beworben. Darunter finden sich etwa Ausführungen mit bis zu 5 TByte an SSD-Speicher sowie einer Radeon RX 550.

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