CPU-Markt wieder auf Vor-Pandemie-Niveau: Intel weiter vor AMD

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CPU-Markt wieder auf Vor-Pandemie-Niveau: Intel weiter vor AMD
Quelle: Foto von Adi Goldstein auf Unsplash

Intel ist weiter der Platzhirsch im CPU-Markt und AMD scheint sich abzumühen, am Kräfteverhältnis wenig zu ändern. Ungelegen kommt dabei auch die Zurückhaltung im Servermarkt, wo man sicher am meisten bewegen würde, wären Unternehmen ausgabefreudiger.

Der CPU-Markt hat sich laut Analysen von John Peddie Research erholt und liegt nun bei ausgelieferten Einheiten wieder auf und sogar über dem Niveau vor der Pandemie. Seit dem 4. Quartal 2022 sind die CPU-Lieferungen in jedem Quartal um 7 % gestiegen, was einem Anstieg von 22 % im letzten Jahr entspricht. Da mittlerweile kaum noch Prozessoren ohne integrierte Grafikeinheit verkauft werden, wird ein Marktanteil von 98 % bis 2025 erwartet. In Summe gingen über 66 Millionen Einheiten in den Verkauf.

Intel bleibt derweil Marktführer - mit rund drei Viertel des Gesamtmarktes. Je nachdem, ob man die Zahlen von Jon Peddie Research oder Mercury Research heranzieht, weicht der Anteil leicht ab, alles in allem ist Intel aber im Bereich von 80 Prozent und AMD im Bereich von 20 Prozent. Schaut man sich speziell Gaming an, liegt AMD etwas besser - etwa via Steam Survey bei rund 35 %. Ganz anders sieht die Welt im PCGH-Extreme-Forum aus: Im DIY-Gaming-Segment führt AMD deutlich, wie unsere aktuelle Umfrage belegt:

Dass AMD bei den APUs besonders Druck macht, erschließt sich aus den Zahlen. Angesichts der holprigen Fahrt bei Intel zeigt sich Team Santa Clara Süd aber recht widerspenstig und gibt nur langsam Marktanteile ab - insbesondere im umkämpften Notebook-Markt. AMD ist derweil stark bei den Selbstbauern und kann auch im Serverbereich schneller Boden gutmachen, aber die Zahlen geben nicht ganz das Kräftemessen in technologischer Hinsicht wieder.

Vom starken Gesamtmarkt profitieren aber beide, doch der klassische Desktop-Markt gibt nach einer guten Rally während der Pandemie wieder nach. Da lag der Gesamtanteil bei 37 %; nun sind es wieder 30 %. Im Servermarkt, wo AMD gerne mehr Boden gutmachen würde, hat man offenbar ein allgemeines Problem mit der Zurückhaltung bei Investitionen. Der ohnehin deutlich trägere Markt ist damit in Warteschleife. Geld wird vor allem für KI-Beschleunigung ausgegeben.

Schaut man sich die Umsätze an, läuft es für AMD bei den Servern auch deutlich besser und Team Santa Clara Nord kann höhere Stückpreise erzielen als Intel. Im Client-Segment ist es allerdings andersherum: AMD-Prozessoren gehen im Schnitt für weniger Geld über den Tisch.

Was AMD mehr Sorgen machen wird, ist die Stagnation. Selbst mit zuweilen besseren Produkten hat man es bislang nicht geschafft, am erkämpften Kräfteverhältnis von 80/20 etwas zu ändern. Hier gilt es zu analysieren, wie man die Wand durchbrechen und Intel weitere Anteile abluchsen kann.

Quellen: John Peddie Research, Mercury Research (via WCCF Tech), Steam

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Neuer_User BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH-Redaktion
        Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu CPU-Markt wieder auf Vor-Pandemie-Niveau: Intel weiter vor AMD

        Da sieht man wieder, der Markt irrt sich nie und die bestens informierten Millionen kleinen Homo Ökonomicus kaufen das beste Produkt auf dem Markt. Oder irrt sich "der Markt" doch regelmäßig?
      • Von Neuer_User BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH-Redaktion
        Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu CPU-Markt wieder auf Vor-Pandemie-Niveau: Intel weiter vor AMD

        Da sieht man wieder, der Markt irrt sich nie und die bestens informierten Millionen kleinen Homo Ökonomicus kaufen das beste Produkt auf dem Markt. Oder irrt sich "der Markt" doch regelmäßig?
      • Von Bebo24 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von empy
        Ich dachte, du hättest eventuell E-Kerne gemeint, aber das trifft auf Bulldozer ja irgendwie auch nicht zu.
        Ich habe das auch als Schreibfehler verstanden, dass eigentlich E-Kerne gemeint waren. Denn sonst ergibt die ursprüngliche Aussage mit den "klassischen CPU-Architekturen ohne P-Kerne" wenig Sinn: Alle klassischen CPU-Kerne waren P-Kerne, die Neuerung von Intel war ja, denen schwächere aber dafür stromsparendere E-Kerne zur Seite zu stellen. Wobei das "P" ja für Performance steht, daher fand ich den Witz von Birdy84 "Also Bulldozer?" wirklich gut - das war wohl die einzige klassische CPU-Architektur ohne P-Kerne
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von GEChun
        Ja, aber Bulldozer haben keine P-Kerne - nur ne bescheidene Cache Architektur.
        Ich dachte, du hättest eventuell E-Kerne gemeint, aber das trifft auf Bulldozer ja irgendwie auch nicht zu.
      • Von GEChun Volt-Modder(in)
        Zitat von empy
        Du hast "ohne P-Kerne" geschrieben.
        Ja, aber Bulldozer haben keine P-Kerne - nur ne bescheidene Cache Architektur.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Gamer1970
        Bin immer noch mit meinem i5-4570 unterwegs. Spare derzeit auf einen vollständigen Systemumstieg, hab den 7950x3D ins Auge gefasst. Möglicherweise aber warte ich auch noch auf Ryzen 9000 und das entsprechende x3D-Pendant. Davon verspreche ich mir eine deutlich bessere Speicherkompatibilität/-Geschwindigkeit.
        Also von der Ausgangssituation aus wäre schon ein 5700X ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich würde mich da nicht unnötig quälen, falls momentan wirklich Leistung fehlt.
        Zitat von GEChun
        Ausnahmen bestätigen die Regel.
        Du hast "ohne P-Kerne" geschrieben.
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