Alder Lake mit 14 Kernen und 20 Threads aufgetaucht
Im Geekbench ist ein Alder Lake mit 14 Kernen und 20 Threads aufgetaucht. Eine gute Gelegenheit, sich darauf einzustimmen, dass mit den Hybrid-Prozessoren bisher bekannte Konventionen über Bord gehen.
Alder Lake wird Intels Versuch, mit Hybrid-Prozessoren zu punkten. Sie verfolgen den Big-Little-Ansatz, der auch in ARM-Prozessoren steckt. Nun ist im Geekbench ein Modell mit 14 Kernen und 20 Threads aufgetaucht. Recht krumme Zahlen für das, was man bislang gewohnt war, aber bei Alder Lake muss man künftig genauer hinschauen. Zum einen fallen die gewohnten Kernzahlen weg; zum anderen ist Hyper Threading nicht mehr auf jedem Kern verfügbar.
Im konkreten Fall handelt es sich um Alder Lake P für schnellere Mobil-Systeme, bei dem Geekbench einen Maximaltakt von 4,7 GHz ausliest. Das dürften die großen Core-Kerne sein. Die meiste Software wird auch erst auf die neue Generation angepasst werden müssen, um die Werte aller Kerne sauber auszulesen. Denn was esy unübersichtlich macht, sind die möglichen Konfigurationen: In diesem Fall 6 Core-Kerne mit Hyper Threading und 8 Atom-Kerne ohne Hyper Threading - 6x2+8=20 Threads. Damit dürfte es auch das Spitzenmodell für Alder Lake P sein. Alder Lake M soll mit 2+8 Kerne ausgestattet werden und Alder Lake S für den Desktop mit 8+8 Kernen.
Nach bisher veröffentlichten Listen kann Intel bei kleineren CPUs Konfigurationen von 2+0, 2+4, 2+8 sowie 4+0 und 4+8 anbieten. Bei den mittleren Modellen ist jeweils 6 Core-Kernen keine bis 8 Atom-Kerne zugeordnet und bei den großen Modellen mit 8 Core-Kernen ebenfalls die Konfiguration 0 bis 8. Folglich variiert die Menge der kleinen Kerne stärker als die der großen Kerne. Zudem wird Mobile zwischen GT1- und GT2-GPU unterschieden.
Warum Intel Hyper Threading bei den Atom-Kernen weglässt, muss sich noch zeigen. Grundsätzlich ist HT auch für Atoms verfügbar, allerdings war der Einsatz zuvor ein anderer. Bei ein oder zwei Kernen macht sich HT dann durchaus anders bemerkbar als bei acht physischen Kernen. Es ist durchaus möglich, dass sich in Tests kein großer Nutzen ergeben hat.
Der Test im Geekbench konzentrierte sich eher auf die Xe-Grafikeinheit, die mit 96 Ausführungseinheiten und 1,15 GHz Takt in etwa auf dem Leistungsniveau einer Geforce GTX 660 Ti agiert.
Quelle: Geekbench via @BenchLeaks

Es ist bekannt, das die billig Kerne kein threadding können...
Also:
14 Kernen und 20 Threads
=
8schnelle +4lahme Kerne.
Das Intel 8 Kern CPU präferiert ist seit langem bekannt. Mehr werden für die Gamingkrone nicht benötigt. Alle Konsolen haben auch nur 8 Kerne!
In den größeren Designs (20 - 30 W) kann man dagegen die großen Golden Cove-Kerne sehr viel früher/leicht(fertig)er verwenden.
In Lakefield wurde der Sunny Cove-Kern nur deshalb auf die Responsiveness des Systems beschränkt , weil das ein 5 - 7 W Design war.
Was hat der 16-Kerner mit dem Mainstream-Markt zu tun? Den gibt es zwar auf AM4, jedoch ist der sehr teuer
Zum Scheduler: Microsoft wird nicht für jede SKU getrennte Optimierungen vornehmen. Schon ein dreistufiges System (Golden Cove + Golden Cove Doppelbelegung + Gracemont) und möglicherweise noch Mitteilungen an Spiele, dass sie auf einem 20-Threader Sechskern-optimiert Threads spawnen sollen, wäre eine deutliche Komplexitätssteigerung. Daher würde ich damit rechnen, dass sich ein Core i9-12900K genauso verhalten wird, wie die kleinste ADL-mobile-CPU, die auch Lakefield ablösen dürfte. Wie gut man bis dahin in der Lage ist, allgemein Hybrid-Architekturen auszulasten, bleibt abzuwarten.
Das hat mich bei CPU Tests ja schon immer etwas gestört, dass da oft nur Maximum und Minimum getestet wird. Bei euch gibts ja wenigstens noch extra Tests für Spiele, aber was ist mit Büroanwendungen, Youtube oder Videos schauen, Musik hören etc? Würd mich auch interessieren wie gut das Umschalten funktioniert.
Gibts eigentlich was Neues zu möglichen IPC Zugewinnen?
Das hat mich bei CPU Tests ja schon immer etwas gestört, dass da oft nur Maximum und Minimum getestet wird. Bei euch gibts ja wenigstens noch extra Tests für Spiele, aber was ist mit Büroanwendungen, Youtube oder Videos schauen, Musik hören etc? Würd mich auch interessieren wie gut das Umschalten funktioniert.
Gibts eigentlich was Neues zu möglichen IPC Zugewinnen?
In den größeren Designs (20 - 30 W) kann man dagegen die großen Golden Cove-Kerne sehr viel früher/leicht(fertig)er verwenden.
In Lakefield wurde der Sunny Cove-Kern nur deshalb auf die Responsiveness des Systems beschränkt , weil das ein 5 - 7 W Design war.
Absehbar wird ADL leistungs- und konkurrenzfähig und hinzu kommt eine komplett runderneuerte Plattform (wenn man will, da man sicherlich auch günstigere Chipsatz-Varianten finden wird, die sich wahrscheinlich eher auf bspw. DDR4 beschränken werden). Wenn Zen4 nicht zeitnah kommen wird (früh in 2022?), wird AMD im 2HJ21 absehbar einen Handlungsbedarf sehen.
*) 16-Kerner werden grundsätzlich vergleichsweise selten verkauft, so bei MF zu sehen und auch Steam reflektiert dieses Marktverhalten. Ohne zu detailiert einzutauchen entfallen derzeit bereits 70+ % Anteil auf dedizierte GPUs bei Steam (d. h. effektiv Desktop-Systeme). Die 16-Kerner erreichen dagegen gerade mal 0,18 % Anteil und darin enthalten sind gar immer noch ein paar alte Core X-CPUs (zudem zweifellos kein irrelevanter Anteil). Aber selbst wenn man diese ignoriert, bedeutet das, dass auf grob 390 Desktop-Systeme gerade mal ein einziges System mit einer 16-Kern-CPU mit installiertem Steam-Client kommt. (Rechnet man bei den 16-Kernern bspw. min. 0,04 % Anteil für Core X-CPUs an, was aufgrund der Historie ein keinesfalls unrealistischer Wert ist, verschiebt sich das Verhältnis auf einen AMD-16-Kerner pro 500 Desktop-Steam-Systemen.)
Off-Topic, weil ich es gerade bei der Durchsicht der aktuellen Zahlen sehe: nVidia scheint offensichtlich allen unkenrufen zum Trotz ein Vielfaches an GPUs abzusetzen i. V. z. AMD. Die RTX 3080 hat bereits einen relativ gesehen sehr hohen Anteil von 0,66 % erreicht (trotz ihrer "nur" 10 GiB
Ebenso auffällig, dass es bisher nicht eine einzige RX 6000er-Karte in der Statistik gibt, d. h. die fließen alle in die Gruppe "Other" ein und das heißt jedes einzelne Modell hat einen Anteil von < 0,15 %. AMD hat hier beträchtlich die Fertigung runterpriorisiert und/oder das Interesse ist (u. a. mit aufgrund der Preise?) doch deutlich gedämpft.
Zu besseren Einordnung (für Mitleser):
* AMDs dGPU-Marktanteil lag bisher grundsätzlich deutlich unter dem von nVidia, konkret ca. 1/3 von deren Kartenvolumen.
* Die RX 5700 XT benötigte rund 6 Verkaufsmonate um 0,22 % Anteil bei Steam zu erreichen.
* Die RX 5700 erreichte 0,27 % Anteil erst nach 14 Verkaufsmonaten.
* Die RTX 2080 Super lag im Nov'19 bei 0,16 % und machte im Dez.'19 einen Sprung auf 0,33 % (obwohl dies eine hochpreisige Refresh-Karte war)
* Die RTX 2070 Super hatte bereits im Nov'19 0,44 % Anteil erreicht obwohl es lediglich ein Refresh war.
und ich finds lustig - es wurde doch heir sonst immer Ryzen zu gute gehalten das man damit doch so gut Rendern kann oder zig Anwendungen Nebenbei beim Spielen laufen lassen kann - genau in dem Gebiet sind doch die Atom-Kerne hervorragend. Zwar weniger Leistung (~1/3 von Core) aber viel weniger Verbrauch - sprich bei Video-Konvertieren oder sonstiges sind sie wirklich gut.
Spiele müssen dafür garnichts machen, das ist Aufgabe des Betriebssystems. Probleme würde es nur machen wenn kein einheitliches ISA verwendet werden würde (was nicht der Fall ist). Die meisten Spiele haben nicht wirklich viele Threads (schon allein weil es viel aufwendiger ist) und selbst die mit vielen Threads haben meist 1-3 Haupt-threads die die schwere Arbeit erledigen und dann kleinere Helfer. Sowas wie Resourcen streamen können auch die kleinen Kerne gut übernehmen und davon profitieren wir beim Spielen dann doch wieder - die kleinen sind Effizienter, es bleibt also ein größeres Leistungs/Wärme-Budget für die großen Kerne übrig.
Aber zuerst müssen wir erst mal sehen wie sich die Dinger dann wirklich verhalten.
Mit Lakefield haben wir zwar einen Anhaltspunkt, aber das Ding ist auch Ultra-Low-power und hat zusätzlich noch mit dem gestapelten Ram zu kämpfen.