Intel Alder Lake-S: Weitere Anzeichen auf baldigen Start
Neuen Leaks und Sichtungen nach könnte Intels Alder Lake-S näher sein, als man glaubt. Produziert werden die CPUs angeblich schon im August. Spannenderweise unterstützt CPU-Z 1.96 den Nachfolger von Rocket Lake-S auch schon.
Alder Lake-S wird gemeinhin für Jahresende erwartet, wobei mit Blick auf die Corona-Pandemie, die allgemeine Chip-Knappheit und den erst im März erfolgten Launch von Rocket Lake-S Verzögerungen nicht ganz abwegig erscheinen. Verschiedenen Hinweisen nach zu urteilen, ist Alder Lake-S aber womöglich näher, als viele denken. Eine geleakte Roadmap etwa sagt, dass die Produktion der "8+8"-Kerner in der 35. Kalenderwoche erfolgen soll. Das wäre die Woche zwischen dem 30. August und 5. September. Ein "6+0"-Kerner gehe in der 41. Kalenderwoche in die Fertigung.
Woher die Roadmap stammt, ist unbekannt. Sie könnte Investoren oder Partnern aus der Hardware-Branche gezeigt worden sein. Da die inzwischen gelaunchte Rocket-Lake-S-Serie noch ohne präzises Datum genannt wird, hat die Roadmap vielleicht schon ein paar Tage auf dem Buckel. Eine Fälschung liegt ebenfalls im Bereich der Möglichkeiten. Jedenfalls bestätigt die Folie, so sie denn echt ist oder zwischenzeitlich nicht wieder verworfen wurde, dass Intel bis zu 16 Kerne pro CPU vorsieht. Außerdem sollen die Prozessoren eine maximale TDP von 125 Watt haben (K-Modelle), wobei Intel auch Alder-Lake-S-CPUs mit 65 und 35 Watt anpeilen soll. Ebenfalls genannt werden 20 PCI-Express-Lanes und der LGA-1700. Intels Core-i-Serie, speziell die 12. Generation, erwähnt der Leak nicht mit Namen, wohl aber den W680-PCH für (Einsteiger)-Workstations, der schon Ende des dritten Quartals 2021 in Erscheinung treten soll.
Ein weiterer Hinweis auf einen nicht mehr allzu entfernt liegenden Launch von Alder Lake-S findet sich im Changelog der jüngsten Version von CPU-Z. Version 1.96 bietet sowohl einen vorläufigen Support für Alder Lake als auch die Z6xx-Plattform. Damit einher geht auch die vorläufige Unterstützung von DDR5-Arbeitsspeicher, der mit Alder Lake-S seinen Weg in den Desktop-Markt finden soll.
Derweil hat Twitterer "@momomo_us" entdeckt, dass Gigabytes neue Waterforce X-Serie bereits LGA-1700-kompatibel ist. Da der Sockel 6,5 Millimeter länger sein soll als sein Vorgänger, dürfte Gigabyte seiner All-in-One-Kühllösung spezielles Montage-Material beilegen. Zuvor hatte Noctua enthüllt, an einer Lösung für den LGA-1700 zu arbeiten. Details könne man wegen geltender Geheimhaltungserklärung (NDA) jedoch nicht verraten.
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Bei Alder Lake-S sollen "große" und "kleine" Rechenkerne ihre Arbeit untereinander aufteilen, ähnlich dem Big-Little-Ansatz von ARM-Prozessoren. Weniger rechenintensive Aufgaben übernehmen die kleinen und stromsparenden Rechenkerne, während die großen Rechenherzen für anspruchsvoller Prozesse zuständig sein sollen. Außerdem erfolgt dem Vernehmen nach der Umstieg auf DDR5-Arbeitsspeicher und möglicherweise auch PCI-Express 5.0.
Quelle: @9550pro via Videocardz, Techpowerup, @momomo_us, Noctua

Und da eine Sheet, das durchaus nach offiziellem Intel-Material aussah, "bis zu 2x MultiThread-Perforamnce" (absehbar i. V. z. RKL; möglicherweise wohlselektiert, wie immer bei solchen Werbeaussagen) in Aussicht stellt, ist auch klar, dass die Kerne bei Bedarf auch alle parallel arbeiten können. Und bzgl. der Verlustleistung dürfte das für Intel auch kein Problem sein, da deren TDP-Definition im Consumer-Segment eh großzügiger ausgelegt ist.
Entsprechend lässt sich auch leicht abschätzen, dass ADL 8+8 min. auf dem Niveau eines AMD-12-Kerners liegt, diesen möglicherweise sogar übtertreffen und sich zwischen dem 12- und 16-Kerner einordnen wird. Die Frage wird am Ende wieder sein mit welchem Verbrauch, den aktuell scheint es mir eher, als wenn Intels 10nm nicht ganz mit TSMCs 7nm mithalten können (werden) in der aktuellsten Iteration. Man wird sehen ... (Und möglicherweise wird man gegen Ende des 2HJ21 auch auf einen Zen3+ im N6 treffen, wer weiß ...)