ARM-Offensive: Windows als Wachstumsmarkt - nicht nur für Snapdragon-SoCs

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ARM-Offensive: Windows als Wachstumsmarkt - nicht nur für Snapdragon-SoCs
Quelle: Qualcomm

ARM-CEO Rene Haas sieht in Windows einen großen Wachstumsmarkt für den eigenen Befehlssatz. Passend dazu sollen die kommenden Snadragon-X-SoCs von Qualcomm schon bald Konkurrenz bekommen.

In diesem Jahr will Qualcomm mit den beiden ARM-SoCs Snapdragon X Plus und Snapdragon X Elite den bislang von x86-Chips dominierten Notebook-Markt angreifen. Inwiefern es dort gelingen kann, die Marktherrschaft von AMD und Intel zu durchbrechen, bleibt dabei abzuwarten. Offenbar erwartet zumindest ARM, die Firma hinter dem gleichnamigen Befehlssatz, aber einen Erfolg.

Wachstum mit Windows

Dafür sprechen zumindest einige Aussagen, die der ARM-CEO Rene Haas kürzlich auf Nachfrage eines Investors machte. Demnach sieht Haas im Windows-Bereich einen zentralen Wachstumsmarkt für das eigene Unternehmen, der in den kommenden Jahren angegangen werden soll. In den nächsten zwei bis drei Jahren soll es gelingen, dort einen nennenswerten Marktanteil zu erreichen.

"So when we think about our growth, we're talking about Windows."

"Wenn wir also über unser Wachstum nachdenken, reden wir über Windows."

Der Erfolg in diesem Segment hängt laut ihm aber von der Verfügbarkeit von Geräten und Chips ab, die zahlreiche Produkt- und Preiskategorien abdecken müssten. Passend dazu sollen im Laufe der nächsten Jahre auch mehrere andere Chipschmieden entsprechende ARM-SoCs auf den Markt bringen.

"Everything I'm hearing says that there are going to be multiple suppliers to serve that market over the next 12 to 36 months."

"Alles, was ich höre, deutet darauf hin, dass es in den nächsten 12 bis 36 Monaten mehrere Anbieter geben wird, die diesen Markt bedienen werden."

Auch spannend: Snapdragon X Elite und Plus: Qualcomm äußert sich zu Betrugsvorwürfen [Update]

Qualcomms neue Snapdragon-Chips dürften in diesem Segment also schnell Konkurrenz mit demselben Befehlssatz bekommen. Gleichzeitig dürften AMD und Intel bemüht sein, eine mögliche ARM-Offensive im Notebook- und Desktop-Segment zu verhindern oder zumindest auszubremsen. Die nächsten Jahre dürften diesbezüglich deshalb durchaus spannend werden. Schließlich belebt Konkurrenz das Geschäft und sorgt zuweilen für sinkende Preise oder neue Features, um sich vom Rest abzuheben.

Quelle: Seeking Alpha via Tom's Hardware

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Olstyle
        Man verspricht Effizienzvorteile im Bereich 50% gegenüber Intel und immer noch >30% gegenüber AMD. Also könnte das mit Übersetzer durchaus noch für Pari/Pari reichen.
        Einen Überflieger wie die Ms von Apple würde ich jetzt auch nicht erwarten, aber dass man tendenziell noch etwa teurere/breitere Kerne baut als die x86 Konkurrenz und damit im low TDP Bereich punktet kann ich mir durchaus vorstellen.
        Solange man "nur" gleichzieht, müsste man perfekte Software-Kompatibilität erreichen und niedrigere Preise machen, um mehr als ein Mitbewerber unter vielen zu sein. Niemand verzichtet auch nur auf 1 Prozent Kompatibilität, wenn er auch 100 Prozent ohne Nachteile haben kann. Aber selbst Apple mit enger Kontrolle über das Betriebssystem und ohne die latenzkritische Bleikugel "Spiele" am Fuß musste einige Anwendungen hinten runterfallen lassen. Wenn Qualcomm eine 90 Prozent Abdeckung der Anwendungsszenarien erreicht, wären sie gut, würde damit aber vermutlich schon bei 90 Prozent der Kunden komplett ausfallen. Man vergleiche das mit Autos – die werden auch gekauft für den Fall, dass man von heute auf morgen Rücken, eine fünfköpfige Familie, ein Schumacher-Gen und Lust auf Urlaub in Tadschikistan hat. Den verbleibenden, technologie-offenen 10 Prozent muss Qualcomm ein absolut überlegenes Produkt anbieten, um sie möglichst alle mitzunehmen. Also entweder viel mehr Power oder viel niedrigere Preise. Sonst bleiben sie in der Chromebook-Nische.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Olstyle
        Man verspricht Effizienzvorteile im Bereich 50% gegenüber Intel und immer noch >30% gegenüber AMD. Also könnte das mit Übersetzer durchaus noch für Pari/Pari reichen.
        Einen Überflieger wie die Ms von Apple würde ich jetzt auch nicht erwarten, aber dass man tendenziell noch etwa teurere/breitere Kerne baut als die x86 Konkurrenz und damit im low TDP Bereich punktet kann ich mir durchaus vorstellen.
        Solange man "nur" gleichzieht, müsste man perfekte Software-Kompatibilität erreichen und niedrigere Preise machen, um mehr als ein Mitbewerber unter vielen zu sein. Niemand verzichtet auch nur auf 1 Prozent Kompatibilität, wenn er auch 100 Prozent ohne Nachteile haben kann. Aber selbst Apple mit enger Kontrolle über das Betriebssystem und ohne die latenzkritische Bleikugel "Spiele" am Fuß musste einige Anwendungen hinten runterfallen lassen. Wenn Qualcomm eine 90 Prozent Abdeckung der Anwendungsszenarien erreicht, wären sie gut, würde damit aber vermutlich schon bei 90 Prozent der Kunden komplett ausfallen. Man vergleiche das mit Autos – die werden auch gekauft für den Fall, dass man von heute auf morgen Rücken, eine fünfköpfige Familie, ein Schumacher-Gen und Lust auf Urlaub in Tadschikistan hat. Den verbleibenden, technologie-offenen 10 Prozent muss Qualcomm ein absolut überlegenes Produkt anbieten, um sie möglichst alle mitzunehmen. Also entweder viel mehr Power oder viel niedrigere Preise. Sonst bleiben sie in der Chromebook-Nische.
      • Von Blackout27 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Zik7
        Oh, das es jetzt schon so gut läuft war mir nicht bewusst! Das hört sich ja schon mal gut an!
        Ja läuft bisher hervorragend Jedenfalls unter Parallels und einem Apple M Prozessor aber Nativ mit anderen ARM Chips wird es sicher ähnlich gut laufen.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Rosetta 2 hatte eine volle Fertigungsgeneration und je nach Klasse teils deutlich über 50 Prozent Silliziumfläche an Vorsprung, nebst einer bis heute ungeschlagegenen Speicheranbindung im Vergleich zu den zeitgenössischen Konkurrenten. Dem direkten Vergleich musste man sich aber nicht einmal mit der Spitze der damaligen Windows-PCs gefallen lassen, sondern nur mit den veralteten Vorgänger-Macs. Skylake-Ära-Software in einer Emulation auf einem Ryzen 8000 passabel laufen zu lassen, ist jetzt kein ganz so großes Kunststück und wirklich durchgesetzt/in der emulierten Leistung gleichgezogen hat Apple-Silicon meiner Erinnerung nach auch erst mit den größeren Modellen, die dann schon eher das Kaliber eines 7950X3D hatten. Wie will Qualcomm das heute bei einer offenen Plattform, im direkten Wettstreit mit aktueller x86-Hardware wiederholen? Um gegenüber Strix Point und Arrow Lake/Lunar Lake die gleiche Performance wie seinerzeit der M1 gegenüber den Coffee-Lake-Quadcore-Vorgängern zu bieten, müsste man zu aller erst einmal einen Fertigungsprozess der 10A-Klasse nutzen.
        Man verspricht Effizienzvorteile im Bereich 50% gegenüber Intel und immer noch >30% gegenüber AMD. Also könnte das mit Übersetzer durchaus noch für Pari/Pari reichen.
        Einen Überflieger wie die Ms von Apple würde ich jetzt auch nicht erwarten, aber dass man tendenziell noch etwa teurere/breitere Kerne baut als die x86 Konkurrenz und damit im low TDP Bereich punktet kann ich mir durchaus vorstellen.
      • Von Zik7 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Blackout27
        Also ich nutze Windows 11 auf meinem Macbook Pro mit M1 Pro via Parallels.

        Funktioniert alles einwandfrei und ich hatte noch kein Probleme. Viele Programme werden emuliert auf ARM (geht alles automatisch) und laufen ohne Performance Probleme.

        Selbst Programme für meine Arbeit die explizit kein Arm Support angeben laufen tadellos.
        Oh, das es jetzt schon so gut läuft war mir nicht bewusst! Das hört sich ja schon mal gut an!
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Olstyle
        Können am Ende nur Tests zeigen. Rosetta 2 hat ja bewiesen dass sowas auch in flott geht.
        Wenn der .NET JIT compiler ordentlich optimiert ist und die Edge Runtime ebenfalls ist heute aber auch schon sehr viel gewonnen.
        Rosetta 2 hatte eine volle Fertigungsgeneration und je nach Klasse teils deutlich über 50 Prozent Silliziumfläche an Vorsprung, nebst einer bis heute ungeschlagegenen Speicheranbindung im Vergleich zu den zeitgenössischen Konkurrenten. Dem direkten Vergleich musste man sich aber nicht einmal mit der Spitze der damaligen Windows-PCs gefallen lassen, sondern nur mit den veralteten Vorgänger-Macs. Skylake-Ära-Software in einer Emulation auf einem Ryzen 8000 passabel laufen zu lassen, ist jetzt kein ganz so großes Kunststück und wirklich durchgesetzt/in der emulierten Leistung gleichgezogen hat Apple-Silicon meiner Erinnerung nach auch erst mit den größeren Modellen, die dann schon eher das Kaliber eines 7950X3D hatten. Wie will Qualcomm das heute bei einer offenen Plattform, im direkten Wettstreit mit aktueller x86-Hardware wiederholen? Um gegenüber Strix Point und Arrow Lake/Lunar Lake die gleiche Performance wie seinerzeit der M1 gegenüber den Coffee-Lake-Quadcore-Vorgängern zu bieten, müsste man zu aller erst einmal einen Fertigungsprozess der 10A-Klasse nutzen.
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