AMD Zen 6 und RDNA 5: 7 GHz und andere wilde Gerüchte
Der umstrittene Insider Moore's Law Is Dead bringt in einem aktuellen YouTube-Video gleich zwei wilde AMD-Gerüchte in Umlauf: Zen-6-Prozessoren sollen mit bis zu 7 GHz takten, die Radeon-Grafikkarten mit RDNA 5 bereits 2027 erscheinen.
Der US-YouTuber Moore's Law Is Dead ("MLID") hat ein neues Video zu AMDs nächsten Hardware-Generationen veröffentlicht und darin gleich zwei Großbaustellen angefasst: die Boost-Taktraten von Ryzen X ("Olympic Ridge") mit Zen 6 ("Morpheus") und den Marktstart der kommenden Radeon-Grafikkarten mit RDNA 5 ("GFX13").
Über das 6,5-GHz-Ziel von Zen 6 berichteten wir zuletzt Anfang Juni und auch den möglichen Marktstart von RDNA 5 ab 2027 hatten wir bereits eingeordnet. Neu ist die Tonlage: Der umstrittene YouTuber schraubt den Takt wieder nach oben und kehrt nun zu einer Marke zurück, die er zwischenzeitlich selbst einkassiert hatte. Die Gerüchte sollten dementsprechend noch immer mit größter Vorsicht genossen werden.
Zen 6 und RDNA 5: Das steckt im neuen MLID-Leak
Im neuen Video bündelt der Leaker zwei Themen, die AMD-Fans seit Monaten umtreiben: den Boost-Takt der nächsten Ryzen-Generation und den Starttermin der nächsten Radeon-Generation. In beiden Punkten verschiebt sich die Erzählung von MLID gegenüber den jüngsten Leaks aber einmal mehr spürbar.
Zen 6 mit 7 GHz: AMD soll intern an der Marke festhalten
AMD soll für "mindestens" einen Zen-6-Prozessor "einen Boost-Takt von 7 GHz anpeilen", wie interne Unterlagen aus dem 1. Quartal 2026 nahelegen sollen. Auf diese Dokumente beruft sich Moore's Law Is Dead in seinem neuesten YouTube-Video, welches die Kollegen von Overclock3D aufgegriffen haben.
Quelle: Moore's Law Is Dead
Zur Einordnung: Ein Ryzen 9 9950X erreicht bis zu 5,7 GHz, Intels Core i9-14900KS markiert mit 6,2 GHz ab Werk den bisherigen Spitzenwert unter den Desktop-CPUs. Ein serienmäßiger Zen-6-Prozessor mit 7 GHz läge damit rund 800 MHz über dem schnellsten Intel und etwa 1,3 GHz über AMDs eigenem Spitzenmodell.
Pikant ist die Vorgeschichte: Bereits Ende Oktober 2025 hatte MLID von bis zu 7 GHz gesprochen, diese Marke Anfang Juni dann auf "bestätigte" 6,5 GHz und "mit hoher Sicherheit" 6,6 GHz zurückgenommen. Nun nennt der Leaker wieder die 7 GHz, diesmal als internes Ziel für "mindestens ein Produkt".
Warum 7 GHz für Zen 6 möglich sind und warum Vorsicht geboten ist
Den Sprung jenseits der 6-GHz-Grenze soll vor allem die Fertigung in TSMCs 2-Nanometer-Klasse ("N2") ermöglichen, die AMD für Zen 6 erstmals einsetzt. Der US-Hersteller überspringt damit die N3-Generation im Desktop und wechselt direkt von der N5-Klasse auf N2, was Spielraum bei Effizienz und Takt schafft.
Hinzu kommt ein Personaldetail: Laut Overclock3D entwickelte dasselbe Team Zen 6, welches schon für Zen 4 verantwortlich zeichnete, und ausgerechnet der Wechsel von Zen 3 auf Zen 4 brachte den letzten größeren Taktsprung von 4,9 auf 5,7 GHz. So weit die Theorie. In der Praxis handelt es sich laut den von MLID genannten Dokumenten voerst nur um ein internes Ziel für Qualifikationsmuster, und nicht etwa um einen garantierten Serientakt. Dass 6,2 bis 6,5 GHz erreicht werden, ist durchaus nachvollziehbar, 7 GHz und mehr sind aber schon sehr optimistisch.
Wie weit 7 GHz von der Alltagsrealität entfernt sind, zeigt ein Blick auf die Bestenlisten: Ein Ryzen 9 9950X3D2 erreichte diese Region erst unter flüssigem Stickstoff, der höchste je gemessene Ryzen-Takt liegt bei 7,55 GHz, der aktuell absolute CPU-Weltrekord eines Core i9-14900KF notiert bei 9,2 GHz.
Ein serienmäßiger 7-GHz-Boost würde unter Luft- oder Wasserkühlung erreichen, wofür Extremübertakter bislang flüssigen Stickstoff benötigen.
RDNA 5: Neue Radeon-Grafikkarten sollen 2027 starten
Die ersten Radeon-Grafikkarten mit RDNA 5 sollen laut den Informationen von Moore's Law Is Dead im Jahr 2027 in den Handel kommen, erste Lieferungen an die OEMs und Boardpartner nennt MLID für die Jahresmitte 2027. Das deckt sich mit den Aussagen mehrerer Hersteller von der Computex 2026, wonach vor 2027 mit den kommenden "Next-Gen-Radeon" nicht zu rechnen ist.
Quelle ist erneut ein OEM aus dem Umfeld des Leakers, dessen Angaben Overclock3D aufgegriffen hat. Die Begründung für den Zeitplan liefert die Konsolengeneration gleich mit: Sowohl die Playstation 6 als auch Microsofts Project Helix werde die Architekturen Zen 6 und RDNA 5 nutzen, und was für die Konsole fertig ist, ist demzufolge auch gut genug für den Desktop.
Quelle: Moore's Law Is Dead
Gemeinsam mit Sony arbeitet AMD im Rahmen von "Project Amethyst" bereits an Radiance Cores für das Raytracing, an Neural Arrays für die KI-Berechnung sowie an einer als Universal Compression bezeichneten Kompressionstechnik.
Hält der Fahrplan, könnte AMD seine nächste Radeon-Generation noch vor Nvidias Geforce RTX 60 in den Markt bringen. Als Bremsklotz gilt indes die angespannte Lage am Speichermarkt, deren Knappheit bei DRAM sowohl die Zuteilung als auch attraktive Preise erschwert.
Einordnung: Wie belastbar sind die Gerüchte?
Sämtliche Angaben zu Zen 6 und RDNA 5 stammen aus einer einzigen, nicht unfehlbaren Quelle und sind weder von AMD bestätigt noch unabhängig belegt. Moore's Law Is Dead lag in der Vergangenheit mit einzelnen Prognosen richtig, ebenso oft trafen Details aber nur teilweise oder gar nicht zu.
Beim Takt dreht sich die Gerüchteküche ohnehin im Kreis: Binnen acht Monaten wanderte die genannte Marke von 7 auf 6,5 und wieder zurück auf 7 GHz. Gesichert ist bislang nur, dass AMD Zen 6 bei TSMC im N2-Verfahren fertigen lässt und die Architektur für dieses Jahr angekündigt hat.
Wer heute einen Gaming-PC baut, trifft seine Entscheidung weiterhin besser anhand verfügbarer Hardware als anhand kolportierter Boost-Takte. Die Gerüchteküche wird die ins kommende Jahr sicherlich noch einige Male heißlaufen.
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Quelle: Moore's Law Is Dead via Overclock3D

Außerdem ist Linux-Zocken auf dem Vormarsch. Dort ist AMD haushoch überlegen und praktisch alternativlos. Nvidia wird den Abstand auch nicht so einfach aufholen können. AMD hat da Jahre Vorsprung. Allerdings hat mir das kommende DLSS gut gefallen, da es die Grafik für jeden sichtbar(!) aufwertet. Mal sehen ob das in der kommenden Generation bereits brauchbar ist. Habe da meine Zweifel. Flüssig wird das wohl nur ab 2000 Taler Karten laufen und man müsste natürlich zum größten Trojaner der Welt zurückkehren. Aber so geil wird das schon nicht werden, jedenfalls hoffe ich das.
Gruß T.
Overall:
Raster: 17%
RT: 32%
PT: 89%
Sorry aber das ist alles Kilometer weit entfernt. Da brauch man sich auch nix einreden.
Der Gegner ist und bleibt Overall maximal die 5070ti.
Und das auch nur in Raster.
Viele kaufen NVIDIA weil sie es kennen.
Trotzdem wäre es eine Chance Kunden abzugraben.
Auf das Thema 9070XT und RTX 5080 geh ich nicht ein.
Da verweise ich auf die Benchmarks von PCGH.
Im Gesamtpaket ist die 9070XT mit einer 5070Ti vergleichbar mehr aber auch nicht.
Gruß T.