Server-CPUs: AMD kassiert 46 Prozent der Umsätze
Das Jahr 2026 beginnt für AMD nach Maß: Laut den aktuellen Zahlen von Mercury Research klettert der Epyc-Hersteller bei den Server-CPUs auf einen historischen Umsatzanteil von 46,2 Prozent, während Intel spürbar unter Druck gerät.
AMD baute seine Anteile sowohl im Client- als auch im Server-Geschäft aus und stellte neue Rekorde beim gesamten Umsatzanteil bei x86-Prozessoren auf, wie die neuesten Erhebungen der renommierten Marktforscher von Mercury Research via Tom's Hardware jetzt belegen. Intel gerät derweil immer weiter unter Druck.
Server-CPUs: Epyc sorgt für den nächsten Rekord
Das mit Abstand stärkste Kapitel schreibt AMD bei den Epyc-Prozessoren im besonders lukrativen Server-Segment. Der Stückzahl-Anteil stieg auf 33,2 Prozent, nach 28,8 Prozent im vierten Quartal 2025 und 27,2 Prozent ein Jahr zuvor. Intel liefert mit 66,8 Prozent zwar weiterhin die Mehrheit der Server-Prozessoren aus, verliert aber sowohl sequenziell als auch im Jahresvergleich an Boden, da Epyc bei Hyperscalern, Enterprise-Kunden und in der KI- und HPC-Infrastruktur immer stärker zum Zug kommt. Intels Xeon-Prozessoren lassen hingegen auch weiter Federn.
Quelle: Tom's Hardware
Auf der Umsatzseite fällt das Ergebnis noch eindrucksvoller aus: Mit einem Rekordwert von 46,2 Prozent kontrolliert AMD inzwischen nahezu die Hälfte des gesamten Umsatzes bei den x86-CPUs im Server-Segment, obwohl nur ein Drittel der Stückzahlen auf das Unternehmen entfällt. Diese Lücke zwischen Stückzahl- und Umsatzanteil resultiert aus den deutlich höheren Verkaufspreisen von Epyc-Prozessoren und der Beliebtheit der Premium-SKUs mit hoher Kernzahl.
Client-CPUs: AMD wächst in kleinen Schritten
Im Client-Segment für Consumer-PCs konnte AMD im ersten Quartal 2026 erneut zulegen, wenn auch verhalten: Der Stückzahl-Marktanteil der Ryzen-CPUs stieg jetzt auf 29,6 Prozent, nach 29,2 Prozent im vierten Quartal 2025 und deutlich mehr als die 24,1 Prozent im direkten Jahresvergleich. Intel bleibt mit einem Marktanteil von mehr als 70 Prozent klar der dominierende Anbieter von Client-Prozessoren, hatte zuletzt gegenüber den 76 Prozent aus dem Q1/2025 jedoch sehr deutlich eingebüßt.
Quelle: Tom's Hardware
Beim Umsatz zeigt sich AMD besonders stark: Der Umsatzanteil im Client-Geschäft erreichte jetzt 31,4 Prozent, etwas mehr als noch im vierten Quartal 2025 und deutlich über den 26,6 Prozent des Vorjahres, was den anhaltenden Erfolg bei Ryzen-CPUs mit 3D V-Cache widerspiegelt. Dennoch kontrolliert Intel nach wie vor knapp 69 Prozent des Client-CPU-Umsatzes. Im Client-Geschäft hält sich Intel noch am stärksten.
Desktop-CPUs: Korrektur nach dem Rekordquartal
Im Desktop-Segment musste AMD einen Teil der Zugewinne aus dem außergewöhnlich starken Weihnachtsquartal wieder abgeben, hält sein Niveau historisch betrachtet aber weiterhin hoch. Der Stückzahl-Anteil lag im ersten Quartal 2026 bei 33,2 Prozent, nach dem Rekord von 36,4 Prozent im vierten Quartal 2025, aber deutlich über den 28 Prozent des Vorjahresquartals.
Quelle: Tom's Hardware
Intel legte sequenziell wieder zu und kam auf 66,8 Prozent, blieb damit jedoch klar unter dem Vorjahreswert von 72 Prozent. Beim Umsatz erreichte AMD im Desktop im ersten Quartal mit 37,6 Prozent weniger als im Rekordquartal zuvor, aber immer noch 3,2 Prozentpunkte mehr als im Jahresvergleich. Die Schwäche lässt sich damit eher als Korrektur denn als Trendwende einordnen. Das nächste Duell im Desktop im kommenden Jahr (Olympic Ridge vs. Nova Lake) mischt die Karten neu.
Mobile-CPUs: Bestwert im Notebook-Segment
Im Mobile-Bereich gelang AMD das stärkste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Der Stückzahl-Anteil bei Notebook-CPUs kletterte im Q1/2026 auf 28,3 Prozent, nach 26 Prozent im Q4/2025 und 22,5 Prozent ein Jahr zuvor, das beste Geschäftsquartal überhaupt für AMDs mobile Prozessoren. Intel hält mit 71,7 Prozent zwar weiterhin den Löwenanteil, der Vorsprung schmilzt aber weiter, da AMD seine Verfügbarkeit verbessert und in klassische Intel-Domänen wie Business-Notebooks vordringt.
Quelle: Tom's Hardware
Beim Umsatz fiel der Fortschritt noch deutlicher aus: Der Anteil stieg auf 28,9 Prozent, nach 24,9 Prozent im vierten Quartal 2025 und 22,2 Prozent im ersten Quartal 2025. Intel kontrolliert mit 71,7 Prozent weiterhin die Mehrheit des Notebook-Marktes, während es im Vorjahresquartal allerdings noch 77,5 Prozent waren.
Fazit: AMD dominiert bei den hohen Margen
Zusammengefasst startet AMD stark ins Jahr 2026: Das Unternehmen aus Santa Clara baut seine Anteile sowohl im Client- als auch im Server-Geschäft aus und stellt neue Rekorde beim gesamten x86-Umsatzanteil auf. Während Intel die Stückzahl-Führung behält, verliert der Konzern weiter Boden bei Umsatzanteil und in den Premium-Segmenten. Ein Muster, das sich durch nahezu alle Sparten zieht.
Quelle: Mercury Research via Wccftech
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Quelle: Mercury Research via Tom's Hardware / Wccftech

Bei Desktop war mir ~2017 klar das die Zukunft AMD heißt.
Nach dem Intel Debakel mit dem Z170 bzw. Z270 Chipsätzen und der AMD Info die eigenen Chipsätze lange zu supporten war ich schon mehr als positiv angetan von AMD. Nachdem auch Ryzen gut eingeschlagen hatte sah ich bis heute kein Grund zum wechseln (zurück auf Intel).
Die Frage war für mich eher wann AMD min. mit Intel gleichzieht.
Bei Grafikkarten (für Desktop) sehe ich es nur ähnlich wie Du.
AMD UND Intel dürften da deutlich mehr Karten verkaufen als zur Zeit.
In letzter Zeit bin ich mit den Treibern von NV sehr unzufrieden und auch viele Äusserungen von Jensen Huang hören sich grenzwertig an.
- Intel hat das sau starke 12XXX Lineup rausgebracht.
- AMD Käufer haben auf Ryzen 7XXX gewartet weil 6000 nur n aufgeblähter 5000er mit schlechteren Treibern war, der kam dann Anfang 23.
Wenn man dann einen Server-Konfigurator öffnet zur Zeit, dann kostet ein 32GB RAM Riegel so viel wie manche CPU und das ist eine extreme Verschiebung der Kosten eines Servers zu Ungunsten von AMD und Intel und das schon bevor da eventuell jemand Nvidias reinkauft und die vom Kuchen noch weniger an AMD/Intel geht.
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Das Marketing kann die Prozente noch gut aussehen lassen, aber die Rechnung in absoluten Zahlen dahinter ist ein Trauerspiel. Man bedenke die Kosten für die Forschung, die Kosten für die Forschung des Fertigungsprozesses, den Aufwand damit der Yield der Chips hoch ist und der Preis den man pro mm² Chipfläche zahlt. Dann hat man am Ende eine CPU die kaum mehr kostet als ein paar schundbillig zu produzierenden 32GB RAM Riegel. Intel und AMD wird das nicht gefallen, die werden sich da was einfallen lassen müssen. Wenn es so weitergeht, werden sie sonst ja bald von Micron aufgekauft.