Wegen Ryzen Threadripper: Linux-Erfinder Torvalds steigt nach 15 Jahren Intel auf AMD um

45
News Norman Wittkopf Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMD Ryzen Threadripper: Linux-Erfinder Torvalds nach 15 Jahren Intel-CPUs umgestiegen
Quelle: AMD

AMDs aktuelle Ryzen-Prozessoren erfreuen sich bekanntlich großer Beliebtheit und die Leistungsfähigkeit der CPUs hat nun auch dazu geführt, dass mit Linus Torvalds ein weiterer berühmter Entwickler nach langjähriger Intel-Nutzung umgestiegen ist.

Im Rahmen der Ankündigung der jüngsten RC-Version des Linux-Kernels 5.7 hat Chef-Entwickler Linus Torvalds angesichts eher unspektakulärer Neuerungen am Programmcode verlautet, dass die größte Aufregung in dieser Woche für ihn persönlich die Tatsache war, dass er seinen Hauptrechner aufgerüstet habe und zum ersten Mal seit etwa 15 Jahren keine Intel-CPU in seinem System steckt. Dabei habe sich die Performance dank den 32 CPU-Kernen und 64 Threads des verwendeten AMD Ryzen Threadripper 3970X um das Dreifache gesteigert.

"Nein, ich bin noch nicht auf ARM umgestiegen, aber ich benutze jetzt einen AMD Threadripper 3970x. Meine 'allmodconfig'-Testbuilds sind jetzt dreimal schneller als früher, was im Moment während der Beruhigungsphase nicht so wichtig ist, aber ich werde das Upgrade mit Sicherheit im nächsten Merge-Fenster bemerken", so Torvalds.

Laut einem Foreneintrag aus dem vergangenen August nutzte der Linux-Erfinder zuletzt den Achtkerner Core i9-9900K von Intel und liebäugelte seinerzeit mit dem 16-Kerner Ryzen 9 3950X, wobei er sich auch unzufrieden mit Intels Firmenpolitik, ausbleibenden Neuerungen und der zuletzt größeren Anfälligkeit für Sicherheitslücken und Bugs zeigte, wie heise.de berichtet.

Torvalds nicht allein

Threadripper 3970X und der Rest der 3900er-Serie gelten als sehr gute Optionen für Kernel-Entwickler und solche, die häufig große Code-Mengen kompilieren. Im April hatte auch Spieleentwicklerveteran John Carmack seinen Wechsel von Intel-CPUs hin zu AMD verkündet und einen Einblick in die Leistungsfähigkeit gegeben, wobei dieser auf den AMD Ryzen Threadripper 3990X mit 64 Kernen und 128 Threads umgestiegen war.

45
    • Kommentare (45)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Zitat von BigBoymann
        Hast eigentlich Recht, verstehe ohnehin nicht, warum er einen 9900K hatte, selbst ein Threadripper ist doch eigentlich für ihn unsinnig. Ein EPYC DualBoard wäre da doch wesentlich sinnvoller, wäre ja nochmal mehr als doppelt so schnell und ob der Rechner jetzt 5000 oder 25000 Dollar kostet sollte so einem Kerl doch auch egal sein. Je weniger Zeit er mit dem Kompilieren warten muss, je besser.
        Naja, wenn man nur am durchballern ist die ganze Zeit, sicherlich. Aber mit Pausen machen bzw. zwischendurch die Zeit totschlagen mit etwas anderem, da lohnt dann nicht der erhöhte Energieaufwand, für Mensch und Maschine.

        Wenn ich Videos enkodiere, wähle ich mehrere Instanzen aus, 1 Thread darf verwendet werden (wenn ein Programm das zulässt) und dann wird nach und nach das eigentliche Berechnen abgearbeitet. Der Rest ist Leerlauf, im Internet stöbern etc.

        Für diese Arbeit ist man mit einem 32 Kerner sicherlich gut bedient. Eine gute Entscheidung, wie ich finde.
        Ich will damit sagen, es gibt viele Strategien von PC Benutzern, gerade dringend benötigte Rechenleistung auszulagern: Alles eine Frage der Organisaiton und wie entspannt man an das Thema heran geht.
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Zitat von BigBoymann
        Hast eigentlich Recht, verstehe ohnehin nicht, warum er einen 9900K hatte, selbst ein Threadripper ist doch eigentlich für ihn unsinnig. Ein EPYC DualBoard wäre da doch wesentlich sinnvoller, wäre ja nochmal mehr als doppelt so schnell und ob der Rechner jetzt 5000 oder 25000 Dollar kostet sollte so einem Kerl doch auch egal sein. Je weniger Zeit er mit dem Kompilieren warten muss, je besser.
        Naja, wenn man nur am durchballern ist die ganze Zeit, sicherlich. Aber mit Pausen machen bzw. zwischendurch die Zeit totschlagen mit etwas anderem, da lohnt dann nicht der erhöhte Energieaufwand, für Mensch und Maschine.

        Wenn ich Videos enkodiere, wähle ich mehrere Instanzen aus, 1 Thread darf verwendet werden (wenn ein Programm das zulässt) und dann wird nach und nach das eigentliche Berechnen abgearbeitet. Der Rest ist Leerlauf, im Internet stöbern etc.

        Für diese Arbeit ist man mit einem 32 Kerner sicherlich gut bedient. Eine gute Entscheidung, wie ich finde.
        Ich will damit sagen, es gibt viele Strategien von PC Benutzern, gerade dringend benötigte Rechenleistung auszulagern: Alles eine Frage der Organisaiton und wie entspannt man an das Thema heran geht.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von TheGermanEngineer
        Nur nebenbei: Compile-Jobs sind sehr schlecht parallelisiert bar. Man kann nicht einfach den Code auseinanderreißen und Stück für Stück in separaten Threads in einen Lexer oder gar Parser geben. Code ist sehr stark kontextabhängig. Selbst file per file ist das nur bedingt machbar, da der Kontext prinzipiell immer auch über mehrere Dateien besteht.
        Da spricht mit Sicherheit die eigene Erfahrung mit dem Linux-Kernel und Seiten wie Phoronix zeigen auch nur von (ja wem auch immer) gekaufte Benchmarkwerte.
      • Von Bunkasan PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von TheGermanEngineer
        Warum ist das so eine große News, dass Person X sich nun CPU Y gekauft hat?
        Nur nebenbei: Compile-Jobs sind sehr schlecht parallelisiert bar. Man kann nicht einfach den Code auseinanderreißen und Stück für Stück in separaten Threads in einen Lexer oder gar Parser geben. Code ist sehr stark kontextabhängig. Selbst file per file ist das nur bedingt machbar, da der Kontext prinzipiell immer auch über mehrere Dateien besteht.
        Ein ganzes Betriebssystem mag man vielleicht halbwegs gut parallelisieren, weil es gut abgeschlossene Compilation Units gibt. Aber einzelne Teile wohl kaum, zumindest nicht in dem Maße, dass ein Threadripper notwendig wäre.

        Ich sehe den Plattformwechsel eher politisch. Man weiß ja, was für einen Hate Torvalds gegen Intel hat.
        Den Kernel von unbeudentender Person X schon mal sebst kompiliert? Mit allen Modulen? Schon mal mehr als 32 Threads dafür benutzt? Schon mal mit DISTCC gearbeitet? Eigene Erfahrungswerte über die parallelisierbarkeit beim kompilieren dieses unbedeutenden, stark konextabhängigen, Haufen Code gemacht? Verschiedene Compiler genutzt und verglichen? Oder wirklich schon mal ein komplettes Betriebssystem kompiliert? Dann lass ma hören...

        MfG, ein passionierter Gentoo User.

        PS: Ich sehe diesen Post eher politisch, man weiß ja, wie manche an "Ihrer" Marke hängen...
      • Von TheGermanEngineer BIOS-Overclocker(in)
        Warum ist das so eine große News, dass Person X sich nun CPU Y gekauft hat?
        Nur nebenbei: Compile-Jobs sind sehr schlecht parallelisiert bar. Man kann nicht einfach den Code auseinanderreißen und Stück für Stück in separaten Threads in einen Lexer oder gar Parser geben. Code ist sehr stark kontextabhängig. Selbst file per file ist das nur bedingt machbar, da der Kontext prinzipiell immer auch über mehrere Dateien besteht.
        Ein ganzes Betriebssystem mag man vielleicht halbwegs gut parallelisieren, weil es gut abgeschlossene Compilation Units gibt. Aber einzelne Teile wohl kaum, zumindest nicht in dem Maße, dass ein Threadripper notwendig wäre.

        Ich sehe den Plattformwechsel eher politisch. Man weiß ja, was für einen Hate Torvalds gegen Intel hat.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von mylka
        ich glaube nicht, dass sich leute wie linus einen pc kaufen müssen...

        er holt sich doch auch nach bedarf. wenn man den ganzen tag nur kernel kompilieren muss, dann sind 32kerne etwas schneller, als 8

        kein 0815 user würde sich eine CPU holen, die 280watt TDP hat
        Hast eigentlich Recht, verstehe ohnehin nicht, warum er einen 9900K hatte, selbst ein Threadripper ist doch eigentlich für ihn unsinnig. Ein EPYC DualBoard wäre da doch wesentlich sinnvoller, wäre ja nochmal mehr als doppelt so schnell und ob der Rechner jetzt 5000 oder 25000 Dollar kostet sollte so einem Kerl doch auch egal sein. Je weniger Zeit er mit dem Kompilieren warten muss, je besser.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk