AMD Ryzen 7000: Undervolting abermals extrem effektiv?
AMDs neue Ryzen-7000-Prozessoren sollen sich abermals sehr gut undervolten lassen. Dadurch konnten bei Engineering Samples bei gleichem Kerntakt der Stromverbrauch halbiert und die Temperaturen von über 90 auf unter 50 °C reduziert werden. Ob die hohen eingestellten Spannungen auch bei Retail-Modellen vorkommen werden, ist bisher noch nicht bekannt. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.
Nachdem jüngst Berichte von extrem heiß laufenden Ryzen-7000-Modellen bei Wccftech publik wurden, scheint diese Problematik ebenso schnell, wie sie aufgetaucht ist, entschärft zu sein. Bereits mit ihren serienmäßigen Einstellungen bezüglich TDP und ihren von AMD vorgegebenen PPTs von 230 Watt beim Ryzen 9 7950X und 130 Watt beim Ryzen 5 7600X haben die Prozessoren Temperaturen von 90 bis 95 °C erreicht, wodurch sie sich nahe an ihr thermisches Limit bewegt haben.
Sollen sie dieses erreichen, so takten sie sich auf die niedrigere Frequenz von 5 GHz herunter, was Einbußen von 700 MHz entspricht. Der Nutzer Harukaze5719 hat nun allerdings anhand von AIDA-64-Einträgen dargelegt, worin das Problem liegt. Während die ES-Version des Ryzen 5 7600X bei 5,05 GHz ohne manuellen Eingriff bei unschönen 93 °C bei einem Stromverbrauch von 122 Watt liegt, kann der gleiche Prozessor mit einer manuellen Spannungseinstellung auf 56,5 °C bei einem Stromverbrauch von 68 Watt gebracht werden, wohlgemerkt beim gleichen Kerntakt.
Es scheint daher wahrscheinlich zu sein, dass es aktuell noch ein Problem mit den Sample-Chips gibt, das dafür sorgt, dass zu viel Spannung anliegt und der Stromverbrauch dementsprechend explodiert. Außerdem wird es zukünftig interessant zu sehen, ob eine geringe manuell eingestellte Spannung auch für die hohen Turbotaktraten der Ryzen-7000-Modelle ausreichen wird oder ob hierfür deutlich mehr Spannung benötigt wird.
Durch die abermals kleinere Fertigung müssen die Ryzen-7000-Prozessoren ihre Wärme über eine sehr kleine Fläche abgeben, was für hohe Anforderungen an die Kühlung sorgt. Das könnte einer der Gründe dafür sein, dass die Chiplets mit Gold geschichtet sind, das ein sehr guter Wärmeleiter ist und dafür sorgen kann, die Wärme möglichst schnell aus den Chiplets in den Heatspreader abzugeben.
Quelle: Wccftech
