Bis zu 16 Kerne: AMD stellt die Opteron-6300-Serie mit Piledriver-Architektur vor
Wie erwartet schickt AMD mit dem heutigen Tag seine neuen Server-Prozessoren in den Handel. Die Opteron-6300-Reihe basiert auf der aktuellen Piledriver-Architektur und eignet sich für den bekannten Sockel G34.
Im Test des FX-8350 zeigte sich, dass AMDs Piledriver-Architektur (im Prinzip eine neue korrigierte Revision der Bulldozer-Technik) ein erfreulicher Schritt nach vorne war - die Leistung pro Takt sowie die absolute Performance und die Effizienz sind gestiegen. Da wundert es wenig, dass AMD entsprechende Pendants auf Basis der Piledriver-Architektur möglichst zeitnah in den Servern dieser Welt sehen möchte. Die neuen Chips laufen unter den Codenamen Abu Dhabi und wurden bereits auf dem Financial Analyst Day im Februar 2012 thematisiert.
Die Opteron 6300 alias Abu Dhabi setzen sich aus zwei Dies zusammen (welche mittels der HT-Links im MCM-Verfahren gekoppelt werden), bieten daher vier statt zwei Speicherkanäle sowie bis zu 16 Kerne und passen auf den Sockel G34. Hierunter fallen auch ungewöhnliche Varianten wie der Opteron 6308, welcher pro Chip nur eines von vier Modulen aktiviert hat, aber diese dafür mit 3,5 GHz taktet. Das Flaggschiff ist der Opteron 6386 SE mit 140 Watt TDP und vollen acht Modulen sowie 3,2 GHz auf allen Kernen - der Stückpreis liegt bei 1.396 US-Dollar, wohingegen das günstigste Modell nur 293 US-Dollar kostet. AMD spricht von einer bis zu 40 Prozent besseren Leistung pro Watt gegenüber den Vorgänger-Modellen Opteron 6200 und sieht zwei Opteron 6380 gleichauf mit zwei rund doppelt so teuren Xeon E5-2690; allerdings nur bei der Leistung pro Dollar - sprich ein sechzehnkerniger Opteron 6380 ist nur halb so schnell wie ein achtkerniger Xeon E5-2690 und es braucht zwei Opterons um die Leistung eines Xeons zu erzielen.
| Modell | Module | Basistakt | All Core Turbo | max. Turbo | L3-Cache | TDP | Sockel | Listenpreis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Opteron 6386 SE | 8 | 2,8 GHz | 3,2 GHz | 3,5 GHz | 16 MiByte | 140 Watt | G34 | 1.392 USD |
| Opteron 6380 | 8 | 2,5 GHz | 2,8 GHz | 3,4 GHz | 16 MiByte | 115 Watt | G34 | 1.088 USD |
| Opteron 6378 | 8 | 2,4 GHz | 2,7 GHz | 3,3 GHz | 16 MiByte | 115 Watt | G34 | 867 USD |
| Opteron 6376 | 8 | 2,3 GHz | 2,6 GHz | 3,2 GHz | 16 MiByte | 115 Watt | G34 | 703 USD |
| Opteron 6366 HE | 8 | 1,8 GHz | 2,3 GHz | 3,1 GHz | 16 MiByte | 85 Watt | G34 | 575 USD |
| Opteron 6348 | 6 | 2,8 GHz | 3,1 GHz | 3,4 GHz | 16 MiByte | 115 Watt | G34 | 575 USD |
| Opteron 6344 | 6 | 2,6 GHz | 2,9 GHz | 3,2 GHz | 16 MiByte | 115 Watt | G34 | 415 USD |
| Opteron 6328 | 4 | 3,2 GHz | 3,5 GHz | 3,8 GHz | 16 MiByte | 115 Watt | G34 | 575 USD |
| Opteron 6320 | 4 | 2,8 GHz | 3,1 GHz | 3,3 GHz | 16 MiByte | 115 Watt | G34 | 293 USD |
| Opteron 6308 | 2 | 3,5 GHz | - | - | 16 MiByte | 115 Watt | G34 | 501 USD |

Die Lage sah vielleicht noch zu beginn rosiger aus, als die Xeons noch Westmere basiert waren, aber mit Sandy war wieder Sense.
Eventuell bringt der größere L3 Cache eine größere Mehrperformance?