AMD: High-End-Prozessoren tragen kaum zum Erfolg bei
Vor kurzem berichteten wir bereits über den gesunken Marktanteil der Prozessoren von AMD. Dieser ist innerhalb eines halben Jahres um rund drei Prozent gesunken. Nun wurden genaue Zahlen veröffentlicht: Wurden im ersten Quartal 2012 noch 18,9 Millionen CPUs verkauft, waren es im dritten Quartal nur noch 15,4 Millionen.
Wir berichteten bereits über den weiter gesunkenen Marktanteil von AMD. Dieser beträgt inzwischen nur noch 16,1 Prozent - zu Beginn des Jahres waren es noch 19,1 Prozent. Innerhalb eines halben Jahres hat AMD also rund drei Prozent Marktanteil verloren. In Stückzahlen ausgedrückt: Verkaufte man im ersten Quartal 2013 noch 18,9 Millionen Prozessoren, waren es im dritten Quartal des Jahres noch 15,4 Millionen Stück - ein Rückgang von 18,4 Prozent.
Der Rückgang betrifft alle Fronten gleichermaßen, ein Alleinschuldiger lässt sich nicht festmachen. Auffällig vor allem bei den Bulldozer-Prozessoren ist die geringe Verkaufsrate von sechs- und acht-Kern-CPUs. Nur letztere haben annähernd das Potenzial, mit Intel-CPUs mitzuhalten, werden jedoch kaum gekauft. Die sechs- und acht-Kern-Prozessoren machen insgesamt nur 2,7 Prozent der verkauften Prozessoren aus. Dadurch lässt sich auf den Verwendungsbereich der Bulldozer-CPUs schließen: Offenbar kommen diese überwiegend in eher günstigen OEM-System zur Verwendung.
Dass AMD deshalb mögliche Verkaufsoptionen prüfen lässt, ist verständlich. Die Prozessor-Architekturen des Chip-Herstellers sind war neu, wissen aber gegenüber Intel-Prozessoren nicht wirklich zu überzeugen. AMD sah sich deshalb schon des Öfteren gezwungen, die Preise für Prozessoren zu senken. Das sieht man beispielsweise bei den Bobcat-CPUs. Diese verkaufen sich zwar in einem akzeptablen Maße - rund 4,7 Millionen verkaufte Exemplare im dritten Quartal 2012 - sind jedoch preislich tief angesetzt, so dass AMD mit ihnen wenig Gewinn erwirtschaftet. Man darf gespannt sein, wie es mit AMD weiter geht, und ob sich etwaige Verkaufs-Gerüchte bestätigen werden.
Quelle: 3D-Center

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Selbst als AMD-Fan habe ich kein Verständnis, wenn AMD in diesem Punkt über Jahre hinweg versagt.....
schlechte verhandlungsbasis, wenn dein konkurent für den gleichen preis, bessere produkte anbieten kann, weil er dir gleich das 10-fache an menge verkauft.
werbung kann man auch nur finanzieren, wenn man das budget dafür hat ( und sei sie noch so schlecht wie zB aktuelle intelwerbungen), bzw unter jede werbung, von einem rechner mit intel cpu, sein logo in grossformat einblenden lassen kann.
sowas hier: Gute alte Amd Werbung - YouTube wird man leider nie im deutschen fernsehen sehen können. (keine ahnung ob ich solche links posten darf^^)
das erinnert mich an das gute alte p-rating. das waren zeiten
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Selbst als AMD-Fan habe ich kein Verständnis, wenn AMD in diesem Punkt über Jahre hinweg versagt.....
und das problem was ruyven_macaran gerade angesprochen hat, die masse machts, das äussert sich in den oem pcs im einzelhandel. 98% intel pcs/notebooks, amd hat gar keine chance marktanteile zu gewinnen, weil der otto-normal-käufer meistens gar keine wahl zu einem amd-pendant hat.
und dieses ist gerade für casual-spieler interessant wegen der stärkeren grafikleistung, aber das bekommt ja keiner mit, wen man es ihnen nicht sagt.
Ja.
Muss spät gewesen sein, gestern.
Aber an der Grundaussage ändert es nicht viel, dass ich eine Generation verrutscht bin. Dank der Einführung eines ausreichenden Front-Ends (mit "nur" ~8 Jahren Verspätung) wird Piledriver->Steamroller zwar ein größerer Schritt sein (allerdings auch in der Verlustleistung und den Herstellungskosten!), als der von mir damit verwechselte Steamroller->Excevator Schritt, aber das Grundproblem bleibt: Dieser Schritt erfolgt zumindest im "High-End"-Bereich nicht vor 2014 (wenn überhaupt). 30% mehr Leistung (wenn sie denn überhaupt im Schnitt erreicht werden und nicht nur unter optimalen Bedingungen) als Vishera werden aber anno 2014 auch nicht gerade viel sein. Je nachdem, wo man guckt, bietet ein 3770K bereits heute diese Leistung (bei weniger als 60% des Verbrauches!) und ein 3960EE/3970EE bietet sie in fast allen Lebenslagen. Wie gesagt: Einen Lynnfield schlägt AMD damit, einen Sandy-Bridge DT vermutlich nur noch in der absoluten Leistung der verkauften Modelle - genehmigt man dem SB-DT einen vergleichbaren Verbrauch und investiert die Reserven in Spannung und Takt, wird vermutlich nicht einmal ein Gleichstand für AMD bei rauskommen.
Und eine solche CPU, auf dem Intel-Niveau von 2010, soll dann 2014 die große Hoffnung sein, wenn sie (ggf. nicht ab Start, aber den größten Teil des Verfügbarkeitszeitraums) gegen Broadwell ran muss?
Imho keine Chance.
schau einfach mal in der CPU-geschichte etwas zurück. da sind so einige CPU-Hersteller vom markt verschwundem, obwohl gute Produkte vorhanden waren.
ähnlich bei AMD´s Athlon-Serie. jahrelang die nummer 1 und trotzdem kam der Marktanteil nie richtig nach vorne. warum wohl.
Warum dir das niemand belegt, fragst du ja wohl nicht ernsthaft, oder?
Die Frage ist ja nicht mal, ob diese Verträge illegal sind oder nicht. Fakt ist einfach, dass Intel seine Marktmacht mit solchen Verträgen schützen will und wird; das ist normales Geschäftsgebahren, wo man vielleicht mal übers Ziel hinausgeschossen ist.
Wer große Mengen einkauft, der bekommt auch besonders gute Preise dafür.
Man mag das moralisch für falsch halten, aber das hat nichts mit Intel oder AMD zu tun, sondern mit grundlegender Kapitalismuskritik, denn solche Verträge sind überall üblich und gehen natürlich automatisch zu lasten kleinerer Firmen.
So nach dem Motto: "Viel kann viel", sprich "4GHz, 8 Kerne, also muss das Ding gut und schnell sein. ".
Das sollte AMD doch im OEM Markt eigentlich sogar helfen.
(Das ist nicht abwertend oder provokativ gemeint
Dazu kommt noch: 55% des gesamten PC-Marktes entfallen längst auf Notebooks. In den Elektronikmärkten dürfte der Anteil noch größer sein, denn "ich will einfach das alles funktioniert und ich nicht mal verkabeln muss"-Leute kaufen bevorzugt da, "ich brauche Desktops für 2000 Büros"-Leute überhaupt nicht. Von 60-70% der Elektronikmarkt-Verkäufe sind >50 W TDP CPUs, wie die FX, also schon einmal komplett ausgeschlossen. (Trinity dagegen dürfte von seinen "4 Kernen" im Kampf mit den i3 und Pentium profitieren)
Eben - da reicht sogar der. Und ein alter Core2 sowieso. Und ein alter Phenom. Den meisten "reicht doch"-Leuten, die keine Ahnung von Technik haben, reicht vermutlich auch ein Pentium 4 vollkommen aus. (Ich hab meiner Freundin gerade einen 1400er Athlon flott gemacht. Erstaunlich für was der ihr alles "reicht").
Das heißt es gibt tausende Leuten, denen ein Trinity oder kleiner FX vollkommen reichen würde. Aber alle diese Leute werden im kommenden Jahr keinen PC kaufen, weil ihnen der alte noch reicht. Und wenn sie irgendwann mal einen kaufen, dann vermutlich nach dem Schema "lieber gebe ich 200 € mehr aus, aber dafür reicht er dann wieder eine Weile".