AMD Bulldozer erreicht DDR3-2470 im Dual-Channel-Betrieb

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Mit einem Vorabmodell von AMDs kommenden Bulldozer-CPUs erreichte ein Übertakter DDR3-2470 und belegt so das RAM-Overclocking-Potenzial von AMDs kommenden Desktop-Prozessoren, das sich offenbar selbst vor den OC-freudigsten Intel-CPUs nicht verstecken muss.

Für den OC-Test mit DDR3-2470 verwendete der Übertakter Obrovsky zwei 1-GiByte-Module von Kingston - das ist natürlich praxisfern, da mittlerweile Module mit jeweils zwei oder gar vier GiByte üblich sind. Immerhin lief das RAM aber im Dual-Channel-Modus; teilweise wird für Rekordversuche beim RAM-Overclocking nur ein Modul verwendet, da die Anforderungen an den Speicher-Controller im Single-Channel-Modus geringer sind und sich so höhere Taktraten erreichen lassen. Obrovsky verwendete dafür die hohen RAM-Latenzen 10-11-10-29 bei 1T Command-Rate. Über die genutzt Speicher-Spannung gibt es keine Info. Als Mainboard kam das Asus Crosshair V Formula mit Sockel AM3+ und 990FX-Northbirdge sowie SB950-Southbridge zum Einsatz. Laut Obrovsky lief das System mit 1.235-MHz-RAM-Takt (DDR3-2470) sogar stabil genug um Benchmarks auszuführen - die Ergebnisse dieser Tests verrät er allerdings nicht. Wie der Screenshot aus dem Obrovsky-Blog verrät, startete das System sogar mit 1.254,8 MHz Speichertakt (DDR3-2510) - Benchmarks liefen damit aber noch nicht stabil.

Interessant sind aber auch die zusätzlichen Details, die der Screenshot verrät: So läuft der verwendete Bulldozer-Prozessor (wie alle bisher aktuellen AMD-CPUs) normalerweise mit 200 MHz Referenztakt. Dieser wurde für die Übertaktung auf 268,9 MHz angehoben. Der Multiplikator liegt bei 18,5. Als Speicherteiler kommt 28:6 oder 14:3 zum Einsatz. Dementsprechend ist gesichert, dass zumindest die verwendete Octacore-CPU bei den üblichen 200 MHz Referenztakt ohne Übertaktung per Teiler DDR3-1866 unterstützt. Das geht auch bei AMDs aktuellen Llano-APUs aber nicht bei Phenom-II-CPUs.

Der Übertakter Obrovsky hat bereits zuvor für Schlagzeilen mit seinem Vorabtestmuster einer Bulldozer-CPU gesorgt, so übertaktete er den Bulldozer bereits auf 5,1 GHz.

Quelle: OBR

Hintergrund Bulldozer:
Der im 32-nm-Prozess gefertigte Bulldozer setzt auf sogenannte Module. Ein solches beinhaltet zwei (Integer-)Kerne, diese teilen sich unter anderem den 2 MiByte großen L2-Cache und die "Flex FPU" genannte doppelte Gleitkomma-Einheit, welche pro Takt den Kernen neu zugeordnet werden kann. Ein Modul ist laut AMD schneller als ein Zweikerner mit K10-Architektur. Alle Module, bis zu vier beim Orochi-Die (Zambezi für Desktop und Valencia für Server), greifen auf 4 bis 8 MiByte L3-Cache zu - je nach Ausbaustufe werden die Versionen von AMD mit einer TDP mit 95 bis 125 Watt eingestuft. Ein Modul erreicht laut AMD 80 Prozent der Leistung eines (fiktiven) Bulldozer-Dualcores. Auf dem Financial Analyst Day 2010 gab AMD bekannt, dass Bulldozer per Turbocore bis zu 500 MHz hochtaktet.

Die ISSCC 2011 verriet AMD, dass ein Modul 213 Millionen Transistoren auf 30,1 mm² fasst, das Design ist für 0,8 bis 1,3 Volt ausgelegt. AMD spricht davon, dass ein 8-kerniger Bulldozer weniger Die-Fläche verbraucht als ein Thuban (346 mm²), Hans de Vries von Chip-Architekt schätzt derzeit (Ende Februar 2010) 292 mm². Das Bulldozer-Design soll 3,5 GHz und mehr erreichen, inklusive Turbocore - allerdings ist es von Haus hochtaktend ausgelegt, die Frequenzen lassen sich also nicht direkt mit einem Phenom II vergleichen. Auch sagt der hohe Takt nicht zwingend etwas über den Stromverbrauch des Designs aus. Der Cache bzw. die CPU-Northbridge des Bulldozer läuft mit 1,1 Volt und erreicht 2,4 GHz und unterstützt bis zu DDR3-1866 - ein Phenom II kommt auf nur 2,0 GHz und DDR3-1333. All diese Informationen sprechen zusammen mit der neuen, teils sehr mächtigen FPU für eine gesteigerte Pro-Takt-Leistung gegenüber dem Phenom II. Der Bulldozer mit seinem innovativen Modul-Aufbau wird für das dritte Quartal 2011 erwartet und setzt den neuen Sockel AM3+ für volle Kompatibilität zwingend voraus.

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    • Kommentare (63)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von streetjumper16 Lötkolbengott/-göttin
        Ach da muss ihc dann meine 1333er Ripjaws wieder verschärbeln für 1866er Ram
        Bringt zwar nix aber wenn Bulldozer das schon unterstützt, dann soll er es auch bekommen
      • Von streetjumper16 Lötkolbengott/-göttin
        Ach da muss ihc dann meine 1333er Ripjaws wieder verschärbeln für 1866er Ram
        Bringt zwar nix aber wenn Bulldozer das schon unterstützt, dann soll er es auch bekommen
      • Von Dragon70 Freizeitschrauber(in)
        Ich hoffe für AMD und mich, dass der Bulldozer die entsprechende Leistung hat um den Sandy´s ein wenig in dem Arsch zu treten

        MFG Dragon
      • Von bofferbrauer Volt-Modder(in)
        Bulldozer scheint ja mal sehr taktfreudig ausgelegt zu sein(für ein prerelease Stepping auf jeden Fall mal), und das MB scheint dies auch problemlos hinzunehmen. is ja mal was, wenn auch noch nicht viel

        Zitat von Memphis_83
        fazit dieses threads bis jetzt :

        ram-oc bringt nicht viel genauso wie cuda,kühlschränke hinken als vergleich zum stromverbrauch,eine gtx580 kann keine 3 screens ansteuern und einer hat ne stromrechnung von 200€ im monat

        You made my day
      • Von Stricherstrich Freizeitschrauber(in)
        Bin zwar nicht der RAM übertackter aber sind doch nette aussichten!
      • Von Cook2211 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von ChrisMK72
        Zum einen wäre es mal interessant auszurechnen, was ein High-End PC , inkl. größerem Monitor im Gegensatz zu einem "Strom-Spar-Gaming-PC" für mittlere Einstellungen und kleinerer Auflösung ( kleinerer LED-Monitor ) für Freaks , die den PC wirklich viele Stunden täglich laufen haben , verbraucht, also den Unterschied. Und was das in € pro Jahr ausmachen würde.
        Das würde mich auch mal interessieren.

        Zitat
        Zum anderen sind Deine Argumente ja auch absolut nachvollziehbar und verständlich. Ich will ja niemandem etwas ausreden, was er sich leisten möchte.
        ( Fast ) jedes Hobby kostet Geld. Oft auch wesentlich mehr , als der Unterschied zwischen High-End und Strom-Spar-PC.
        Ich freu´ mich für Dich, dass Du Dir das locker leisten kannst und gönn´ es Dir von Herzen.
        So locker ist das alles gar nicht. Für meinen PC habe ich viele, viele Monate gespart.

        Zitat
        Für mich steht nur gerade ein Umzug in eine größere Wohnung an und nächstes Jahr werde ich voraussichtlich dann allein für 3 Personen zuständig sein, was die Finanzierung angeht.
        So gesehen muss ich dann finanziell umdenken, weil ich dann nicht nur für meinen PC den Strom bezahlen darf/muss, sondern auch noch für den meiner Freundin , da sie nicht berufstätig ist.
        Das ist verständlich. Für 3 Personen die Brötchen zu verdienen ist nicht einfach. Da muss man dann auch bei Sachen wie dem Stromverbrauch des PCs Kompromisse machen.
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