Blu-ray-Player für 4K-Videomaterial kommen wahrscheinlich nicht vor Ende 2014
Aufgrund einer bisher nicht feststehenden Spezifikation für Blu-rays zur einheitlichen Speicherung von Ultra-High-Definition-Videomaterial ist mit entsprechenden Endgeräten auf dem Massenmarkt offenbar nicht vor Ende nächsten Jahres zu rechnen.
Nachdem sich der Markt so langsam mit Monitoren und Fernsehgeräten füllt, die in der Lage
Quelle: Hersteller
Blu-ray-Player: Vorerst keine einheitliche 4K-Unterstützung
sind vorliegendes Bildmaterial in Ultra High Definition (UHD) mit 3.840 x 2.160 Pixel wiederzugeben, fehlt es derzeit im Bereich von Film und Fernsehen nur noch an Inhalten, die auch tatsächlich in dieser hohen Auflösung daherkommen. Da eine Ausstrahlung des Fernsehprogramms in 4K-Auflösung zumindest hierzulande noch einige Zeit auf sich warten lassen dürfte, ist das Abspielen von Blu-ray-Discs die scheinbar nächstgelegene Möglichkeit, um derart hochauflösendes Videomaterial auf den Bildschirm zu bringen. Auch hier mangelt es jedoch noch an Content.
Ein Grund dafür ist auch der erhöhte Speicherbedarf, der durch die größere Auflösung gegenüber dem heute üblichen Full-HD-Standard anfällt. Derzeit werden Filme auf Blu-ray-Discs von der Industrie durch den Einsatz des H.264-Standards (MPEG-4 AVC) komprimiert und somit auf Größen eingedampft, die auf übliche Discs mit 25 oder 50 GByte Kapazität passen. Für Spielfilme mit einer typischen Laufzeit von eineinhalb Stunden sollen in UHD-Auflösung jedoch die mit H.264 erreichten Speichergrößen die Kapazität der Discs sprengen. Die Lösung: Größere Datenträger im BDXL-Format oder besser die Verkleinerung der Datenmengen durch den im Januar standardisierten H.265-Codec (auch HVEC), der bei halber Bitrate des H.264-Standards die gleiche Bildqualität bieten soll.
Im Interview mit der Internetseite bluray-disc.de hat sich Thomas Kramer vom Softwarehersteller Rovi als Branchenvertreter zu dem Thema geäußert und verlautet, dass der standardisierte Einsatz von H.265 bei Blu-ray-Discs wohl noch auf sich warten ließe und vor Ende 2014 bei Blu-ray-Abspielgeräten verschiedener Hersteller lediglich mit "Insellösungen" zu rechnen sei. Der Einzug auf dem Massenmarkt könnte sogar erst 2015 stattfinden. Vorerst müssen Endkunden im Heimkino also wohl weiterhin mit (eventuell hochskaliertem) Full HD Vorlieb nehmen oder auf Alternativen, wie Sonys "Mastered in 4K" zurückgreifen, welches jedoch kein echtes 4K-Material bietet.
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Wie skankee schon richtig sagte, ist mit H264 -genauer mit einigen H264-Encoder wie x264- auch ein verlustfreies Encodieren möglich, dafür gibt es aber bessere Lösungen.
Sowohl was Kompression als auch Kompression/Zeit angeht liegt x264 nicht ganz vorne:
Lossless Video Codecs Comparison ‘2007
Hinzu kommt, dass man irgendwann auch schlicht und ergreifend in der Bitratengrenze landet.
Für Hi444PP liegt diese laut H264 Standard @Level 5.2 bei 960.000Kbit/s, nicht wirklich viel für bis zu 4096x2160 & 60p, vor allem bei einem Chroma Subsampling von 4:4:4 und einer Bittiefe von bis zu 14bit.
Ehrlich gesagt habe ich aber keine Ahnung inwiefern sich die entsprechenden Encoder an die Vorgaben halten.
Auch so Dinge wie Buffersize, slices, maximale Bitrate,... sind für einen "regelkonformen" Blu-Ray Encode festgelegt, was natürlich zum einen die Effizienz senkt, als auch eine maximale mögliche Qualität einschränkt.
Das alles soll jetzt allerdings nicht heißen, dass die Bitrate von Blu-Rays im Allgemeinen zu gering wäre.
Für eine gleichbleibende Qualität wurde, wie bereits erwähnt, ein eigener Modus eingeführt bei dem ein einzelner Wert die Qualität festlegt.
Aber auch mit gleichem CRF Wert lassen sich aufgrund der eingestzten psychovisuellen Algorithmen und sonstigen Einstellungen noch unterschiedliche Ergebnisse erzielen (sowohl von der Dateigröße als auch vom Bild).
An der Dateigröße setzt H265 wieder an.
Allerdings sind selbst innnerhalb einzelner Standards die Implementierungen nicht gleich "effizient":
Eighth MPEG-4 AVC/H.264 Video Codecs Comparison - Standard Version
Einstellbare Parameter sind die bereis erwähnten Slices, Anzahl der B-Frames und I-Frames, welche als Referenzen für die nachfolgenden und vorherigen Frames dienen können, die Art der (Subpixel-)Bewegungsuche, Weite der Bewegungssuche, Länge von Bewegungsvektoren, Deblocking, max. Bitrate,...
Der Bedienbarkeit/allgemeinen Performance der Player wäre es natürlich zuträglich, es hätte wohl aber auch einen höheren Programmieraufwand zur Folge.
Ein weiteres Problem dürfte wie bereits erwähnt das Fehlen brauchbarer Encoder für H265 sein, afaik sind die ersten/derzeitigen Implementierungen noch sehr laaaaaaaaaaaaaaangsam.
Das bedeutet aber nicht, dass generell die Bildqualität bei H.264 oder H.265 "besser" ist als bei anderen Standards. Auch ein Mpeg-2 Video kann super aussehen, nur ist das dann halt um einiges größer als ein H.264 Video.
x264 kann aber auch nicht Zaubern, der ist für die gängigen Bitraten im Internet einfach nur gut optimiert.
x264 hat auch einen Modus für verlustlose Videos. Nur ist der nicht so gut (optimiert) und deswegen sind da andere Encoder besser. Und wie schon gesagt ist verlustloses Video nicht das, was dringend gebraucht werden würde.
Bei Bitraten, die bei Blu-Rays üblich sind, ist vermutlich x264 auch nicht besser oder sogar schlechter als Professionelle Software, weil die Professionelle Software andere Prioritäten hat und auch mehr speziell auf Blu-Rays optimiert sein kann.
Wenn man will, kann man mit x264 BD-konforme Videos erstellen. Die vorgegebenen Einstellungen die es für BDs gibt sind mMn. eher technisch bedingt, an der Qualität/Dateigröße kann man soweit ich weiß aber drehen wie man will.
Am Ende kommt es deswegen nicht nur auf den Standard an, sondern auch auf die Umsetzung und Optimierung des Encoders. x264 gibt es seit ca. 9 Jahren, und es hat einige Jahre gebraucht bis er besser war als die "Konkurrenz".
Es gibt so um die 50 Einstellungen mit denen man Einfluss auf die Dateigröße, Bildqualität und Rechenzeit hat (auf x264 bezogen).
Die gängigste Vorgehensweise ist heute, eine bestimme Ziel-Bildqualität Einzustellen (Werte 1 bis 51)
Dann gibt es Komplexe Rechenverfahren, die zwar lange zum rechnen Brauchen, aber dafür die Datei sehr klein werden lassen.
Bei den schnellen Verfahren wird die Datei entsprechend größer, dafür rechnen die aber auch viel schneller.
In diesem Beispiel sehen beide Videos aber gleich gut aus (die Qualität wurde ja festgelegt), nur die Dateigröße unterscheidet sich.
Deswegen gibt es auch nicht "die H.264 Qualität", weil die Qualität vor dem erstellen eines Videos eingestellt werden kann.
Es gibt dann auch noch Komfort-Optionen, z.B. dass man jede Sekunde mitten im Video springen kann. Dafür muss dann jede Sekunde ein ganzes Bild gespeichert werden anstatt nur ein Bild mit den Änderungen zum vorherigen Bild. Da diese ganzen Bilder relativ viel Platz brauchen, steigt dadurch zusätzlich die Dateigröße.
Wenn dir die (H.264) Videos im Internet zu schlecht aussehen, dann weil die Videoportale immer einen Kompromiss eingehen: Das Video soll nicht zu groß werden, aber das Encoden des Videos soll auch nicht zu lange dauern, weil die Leute das "sofort" sehen wollen. Also wird dann eine relativ geringe Qualität mit mittelschnellen Rechenverfahren benutzt.
Bei den ganzen Videostream-Seiten im Internet kommt zusätzlich noch dazu, dass das hochgeladene Video schon schlecht aussah, und das wird dann durch das erneute Encoden der jeweiligen Seite dann noch schlimmer.
Das ist dann aber nicht die Schuld des Video-Standards, dass das Video nicht gut aussieht.
Ebenso wüsste ich nicht, was jetzt aus Bildqualität/Dateigröße-Sicht gegen H.265 sprechen sollte.
Die Kritik die ich bisher dazu gelesen habe bezog sich zum einen auf die Lizenzen und zum anderen darauf, dass 10bit nur in dem "Main 10" und nicht im "Main" Profil vorgesehen ist, wodurch womöglich viele Geräte keine 10bit Videos abspielen könnten (weil diese nur das das "Main" Profil unterstützen).
Das ist jetzt alles ein wenig lang geworden...
Die nicht Verfügbarkeit entsprechender Chips sollte weder die Verabschiedung des neuen Blu-Ray Standards nicht verzögern und prinzipiell auch nicht den Bau von Playern, man könnte ja auf Softwaredecodierung oder FPGAs zurückgreifen. Am Anfang dürfen die Player ja teuer sein.
Bei jedem verlustbehafteten Komprimieren hat man Qualitätsverluste, ob diese erheblich sind hängt aber nicht von H.264, sondern von den Einstellungen ab. Denn generell können die H.264 Videos dieselbe visuelle Qualität wie das Original erreichen.
Das ist interessant. Ich dachte bisher tatsächlich das H.264 und H.265 immer die selbe Qualität liefern. Was für Parameter sind da wie einstellbar? Ist es tatsächlich möglich mit H.264 und H.265 auch völlig verlustfrei zu komprimieren? Welche Einstellungen sind im Blu-Ray Standard verankert?
2Gbit/s Down und 1Gbit/s Up für spottbillige 40€ und das als richtige Flat
Hierzulande undenkbar...
Japan: 2 GBit/s für 40 Euro im Monat - Nuro macht's möglich
@joe: Die fahren sogar schneller als 1gb, die Japaner. Die ziehen soweit ich weiß mit 2-5gb, hat mir jedenfalls ein Kumpel erzählt, der einen japanischen Freund hat, voll verückt, bei uns kann man sich wirklich freuen, wenn man vdsl50 hat bzw auf dem Land 6k Anschluss, ist klar dass das nix mit 4k-streaming wird^^