PCI-Express-Bandbreite: Enttäuschung bei Workstation-Tests

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PCI-Express-Bandbreite: Enttäuschung bei Workstation-Tests
Quelle: Nvidia

Trotz der doppelten Bandbreite bringt PCI-Express 5.0 auch im Workstation-Bereich kaum Vorteile. Nur eine Ausnahme profitiert merklich von der höheren Transferrate.

Mit der Einführung von Nvidia RTX 5000 und AMD RX 9000 ist PCI-Express 5.0 zum flächendeckenden Standard bei Consumer-Grafikkarten geworden. Theoretisch verdoppelt die neue Generation die Bandbreite von PCIe 4.0 auf bis zu 64 GB/s und folgt damit dem bewährten Prinzip, bei dem die Transferrate pro Lane verdoppelt wird. Aktuelle Benchmarks des Distributoren Puget Systems offenbaren allerdings, dass die Leistungsgewinne für Workstation-Szenarien mit einer Ausnahme eher sporadisch ausfallen.

  • Beim 3D-Rendering gibt es laut den Tests kaum eine Abhängigkeit von der PCIe-Bandbreite: Die Leistungsunterschiede fallen mit weniger als fünf Prozent in den Bereich der Messtoleranz. Eine Erklärung ist die Arbeitsweise, bei der die Szenen vollständig in den GPU-Speicher geladen werden und so PCIe-Transfers nach dem Ladevorgang irrelevant werden.
  • Ähnlich sieht es bei KI-Berechnungen aus. Die Leistungsunterschiede bei der Verarbeitung von Prompts liegen bei etwa 6 Prozent. Allerdings warnt Puget Systems vor voreiligen Schlüssen, da der zugrunde liegende Benchmark "klein" ausfällt und Multi-GPU-Systeme oder Konfigurationen mit RAM-Auslagerungen deutlich stärker von der gestiegenen PCIe-Bandbreite profitieren können.

Die Ausnahme im Feld bilden die Werte der Videobearbeitung, die mithilfe von DaVinci Resolve ermittelt wurden. Während PCIe 5.0 x16, PCIe 5.0 x8 und PCIe 4.0 x16 praktisch identische Leistung bieten, fallen Konfigurationen mit 16 GB/s Bandbreite (PCIe 5.0 x4, PCIe 4.0 x8, PCIe 3.0 x16) um etwa 10 Prozent ab.

Deutlich wird es bei noch geringeren Bandbreiten: PCIe 4.0 x4 und PCIe 3.0 x8 erreichen nur 75 Prozent der PCIe-5.0-Leistung; PCIe 3.0 x4 schafft sogar nur 54 Prozent. Adobe After Effects zeigt sich hingegen "toleranter" gegenüber der Bandbreite und lässt erst bei PCI 3.0 x4 einen Rückgang von zehn Prozent bemerken.

Die Testergebnisse verdeutlichen also eine wichtige Erkenntnis: PCIe 5.0 x8 reicht für die meisten Anwendungen aus. Ein GPU-Betrieb mit halbierter Bandbreite (PCIe 5.0 x8 statt x16) zeigt in den meisten Szenarien vernachlässigbare Auswirkungen - einzig im Anwendungsfeld der Videobearbeitung sollten professionelle Anwender auf die genutzte Bandbreite Acht geben.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Ach? Ist das eine neue Erkenntnis?
        Dachte, es sei bekannt, dass im Consumerbereich die Bandbreite schon längst nicht mehr den Bottle neck bei GPU's ausmacht.

        Es sei denn bei Unified RAM. Carmacks Megatexturen haben damals noch ein paar Anforderungen gestellt. Das ist heute Pillepalle.
        In Spielen wird nicht mehr viel hin und her geschaufelt in den VRAM und wieder raus und selbst wenn, ist der oft groß genug für Preload und Datenvorhalten (*hust*8GB*hust-bullshit*).
        Bei 4K und 8k Texturen kommt da die nächste Anforderungsstufe - wobei die Bandbreite heute und die in den Startlöchern stehende 4K auch schon gewachsen sein dürfte.
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Ach? Ist das eine neue Erkenntnis?
        Dachte, es sei bekannt, dass im Consumerbereich die Bandbreite schon längst nicht mehr den Bottle neck bei GPU's ausmacht.

        Es sei denn bei Unified RAM. Carmacks Megatexturen haben damals noch ein paar Anforderungen gestellt. Das ist heute Pillepalle.
        In Spielen wird nicht mehr viel hin und her geschaufelt in den VRAM und wieder raus und selbst wenn, ist der oft groß genug für Preload und Datenvorhalten (*hust*8GB*hust-bullshit*).
        Bei 4K und 8k Texturen kommt da die nächste Anforderungsstufe - wobei die Bandbreite heute und die in den Startlöchern stehende 4K auch schon gewachsen sein dürfte.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von OldJohnny
        Wenn die Daten vom RAM in den VRAM gehen sollen sind das bei DDR5 6400 etwa 51 GB/s.
        Ich glaube, du hast Dual-Channel nicht mitgerechnet. Aber ja, der Trick ist eigentlich, die Schnittstelle so möglich wie wenig zu brauchen und möglichst alles im VRAM zu haben. Von daher können 48 GB RAM auch absolut ausreichend sein. Dennoch lässt es sich nie ganz vermeiden, die Schnittstelle zu benutzen und dann hat man logischerweise lieber mehr als weniger Bandbreite. So teuer ist PCIe 5.0 ja nicht und jedes Prozent, dass man eine teure GPU unnötig ausbremst, ist natürlich ärgerlich. Und ich denke, dass es, genau wie bei Spielen, auch da Workloads gibt, die deutlich häufiger auf die Schnittstelle angewiesen sind.
      • Von OldJohnny Komplett-PC-Käufer(in)
        Ich schätze das liegt gar nicht mal so stark an der PCIe-Bandbreite.

        Evtl. sind die Benchmarks gar nicht darauf ausgelegt um z.B. DirectStorage oder ähnliches zu verwenden.
        Wenn die Daten von der NVMe in den VRAM kommen sollen, wird die NVMe das ganze ausbremsen.
        Wenn die Daten vom RAM in den VRAM gehen sollen sind das bei DDR5 6400 etwa 51 GB/s.
        Also auch hier zu wenig Bandbreite um PCIe5 x16 auszureizen. Dazu noch die mikrigen 48 GB RAM um 32 GB VRAM zu füttern, tun wahrscheinlich ihr übriges. Da verhungert die PCIe5 x16 Schnittstelle doch einfach.
        Ist die GPU überhaupt schnell genug um mehr machen zu können?

        Eine richtige Untersuchung, wo der Flaschenhals liegt wäre sicherlich spannend.
      Direkt zum Diskussionsende
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