Geforce 177.39 Treiber verfälschen das Endergebnis
Wir berichteten bereits über die Integration der PhysX-Unterstützung mit dem Geforce 177.39 und dessen Auswirkungen auf den 3DMark Vantage. Der Inquirer unterstellt Nvidia nun ein unfaires Verhalten.
Wer auf einer aktuellen Geforce (GTX 2x0 und alle G92) den Geforce 177.39 samt dem PhysX-Treiber 8.06.12 installiert, kommt in den Genuss von GPU-beschleunigtem PhysX. Anwendung findet diese Kombination nach aktuellem Stand nur in Unreal Tournament 3 - und im 3DMark Vantage.
Nvidias Geforce erzielen im 3DMark Vantage "dank" PhysX mehr Punkte als vergleichbare AMD-Karten (Bild: The Inquirer)
Hierbei werden allerdings die originalen PhysX-DLLs überschrieben und die beiden CPU-Tests laufen drastisch schneller. Je nach Grafikkarte fällt der CPU-Score damit fast 5-mal höher aus als ohne PhysX. Während sich das im "Extrem"-Setting kaum bemerkbar macht, erhöht sich das Endergebnis im "Performance"-Preset um bis zu 3.000 Punkte. Damit steigt natürlich die "Wertigkeit" einer Geforce. Pikanterweise existiert ein angebliches Nvidia-PDF-Dokument, welches im Detail erläutert, wie man als Nutzer diesen Leistungsgewinn erzielen kann.
Futuremarks Regeln sagen allerdings eindeutig, dass "weder die Marke, noch der Typ, noch der Treiber einer GPU Auswirkung auf die Ergebnisse der CPU-Test haben dürfen". Mit dem 177.39 verstößt Nvidia klar gegen diesen Absatz.
Bisher wurde der 177.39 von Futuremark noch nicht genehmigt bzw. freigegeben und es ist auch nicht zu erwarten, dass dies passiert. Nichtsdestotrotz erzielen aktuelle Nvidia-Karten mehr Punkte, als sie laut Reglement dürften und liegen damit vor einer vergleichbaren AMD Radeon.
