Battlefield 6: EA will nutzergenerierte Inhalte - und integriert dafür eine fremde Game-Engine
EA will in Battlefield 6 offenbar eine Anbindung an die kostenlose Game-Engine "Godot" vorsehen, damit Nutzer leicht neue Inhalte erstellen können. Das sorgt für ein überraschendes Lob vom Epic-CEO.
Die internen Erwartungen an Battlefield 6 dürften groß sein: Nach dem missglückten Launch von Battlefield 2042 soll es dieses Mal klappen. Dazu setzt Publisher EA einerseits auf User-Feedback, das bereits jetzt und vor allem auch in der kommenden Open Beta eingeholt wird. Gleichzeitig gibt es aber auch für den Post-Launch-Support offenbar eine neue, deutlich ausgebaute Strategie. Das geht zumindest aus einem Interview von Game Developer mit Alma Talbor - Produktionsdirektorin bei Motive Studios - und Ryan McArthur - Senior Producer bei Ripple Effect - hervor. Beide Studios helfen zusammen mit Criterion bei der Entwicklung, die wie üblich von DICE geleitet wird.
Godot in Battlefield
Laut dem Interview wird bei Battlefield 6 vor allem Battlefield Portal eine große Rolle spielen, das bereits in Battlefield 2042 enthalten war und den Spielern dort Möglichkeiten zur Anpassung des Spiels bot. Bei Battlefield 6 wird dieser Gedanke aber offenbar noch deutlich weitergedacht. Offenbar will EA verstärkt auf benutzergenerierte Inhalte setzen und dazu eine zweite Game-Engine einbinden. Battlefield läuft üblicherweise mit der hauseigenen Frostbite-Engine, für Battlefield Portal soll aber offenbar die aufstrebende Open-Source-Engine Godot zum Einsatz kommen.
Diese erfreut sich einer regen Szene an Hobby-Entwicklern und kommt inzwischen nicht mehr nur bei Indie-Spielen zum Einsatz, sondern vereinzelt auch bei etablierten Studios. EA dürfte dabei darauf abzielen, auf die bestehende Community aufzubauen und in Battlefield 6 damit schnell für Nutzer-Inhalte zu sorgen. Gleichzeitig wäre ein solcher Schritt auch für die Godot Engine ein massiver Erfolg.
Quelle: Tim Sweeney (X)
Epic-CEO Tim Sweeney lobt die Integration der Godot Engine.
Passend dazu: Battlefield 6: So kommt man in die Open Beta
Wie genau die Godot-Integration in Battlefield Portal ablaufen wird, ist bislang leider noch unklar. Schon jetzt schlägt die Ankündigung aber erste Wellen. Ein Lob kommt überraschend von Epic-CEO Tim Sweeney, der mit der Unreal Engine ein Konkurrenzprodukt im Angebot hat. Trotzdem bezeichnet er die Godot-Integration durch EA als "brillant" - und er will sie in Zukunft weiter verfolgen. Falls das Konzept ein Erfolg wird, wäre es also denkbar, dass womöglich auch die Unreal Engine eine entsprechende Anbindung bekommt. Denn diese ist zwar für große Produktionen an vielen Stellen im Vorteil, erfordert aber eine intensive Einarbeitung. Godot profitiert hingegen von einer extrem niedrigen Einstiegsschwelle, die für Modder nützlich ist.
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Quelle: Game Developer, Tim Sweeney (X)

Mal abwarten, auf der EA Präsentation sah das ja ganz schön aus.
Zumal man Zugriff auf alle Assets bekommen müsste. Von der Wand bis zum Stuhl etc.