Batman Arkham City im Hands-on-Test: Fünf Mal so groß gleich fünf Mal so gut?

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Test Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 17,99 €

Lange Jahre galt: Es gibt kein gutes Batman-Spiel. Dann kam Batman: Arkham Asylum und stellte diese Regel auf den Kopf. Batman: Arkham City soll fünf Mal so groß wie der Vorgänger sein - aber auch fünf Mal so gut?

Man muss den Entwicklern ja dankbar sein, wenn sie einen Titel in einem abgeschlossenen Raum auf ihrem E3-Stand vorführen - dadurch blenden sie das Lärm- und Lichterchaos der Spielemesse für ein paar Minuten aus, in denen wir uns ganz auf ihr neuestes Werk konzentrieren können. Bei Batman: Arkham City ist das besonders sinnvoll, denn Fledermaus und - neu! - Catwoman machen nun mal am liebsten die Nacht zum Tage.

Die Story ist so absurd, dass sie nur einem Comic entsprungen sein könnte: Weil nach den Ereignissen in Arkham Asylum die Gefängnisse von Gotham City zu beschädigt sind, um kleine und große Kriminelle dort festzuhalten, kauft Bürgermeister Quincy Sharp große Teile des Elendsviertel auf, postiert private Sicherheitskräfte an dessen Rand und lässt alle Gefängnisinsassen von Kleinkriminellen bis zum Joker dort einziehen. Das ist mal echter sozialer Brennstoff, von dem selbst Batman sich fernhalten sollte, wenn sich zwei befeindete Gangs dort bis aufs Messer bekämpfen.

Arkham City ist deutlich größer als der Vorgänger - fünf Mal so groß, um genau zu sein. Schon ab Spielbeginn verfügt Batman über die allermeisten Gadgets des ersten Teils, die überwiegende Zahl davon mit neuen, verbesserten Eigenschaften. Mit einem größeren Spielplatz verbesserten die Entwickler von Rocksteady Games auch Batmans "Flugeigenschaften" - er gleitet mit Bat-Umhang und Bat-Haken jetzt von Haus zu Haus durch die Lüfte, ohne jemals auf den Boden der Tatsachen treten zu müssen. Mit einer Art Bat-Klaue gibt er auf einem Dach ein paar Verbrechern eins auf die Mütze, bevor sich Batman wieder in die Luft schwingt, um die Gebäude der Stadt zu inspizieren - darunter ein Kühlhaus, Hauptquartier des irren Doppelgesicht.

Auf einem anderen Dach warten ein paar Katzen und ein "Mach mal Pause"-Schriftzug erscheint auf dem Bildschirm. Nanu? Drücken wir die entsprechende Taste, macht Batman in der Tat Pause und überlässt seiner alten Hassliebe Catwoman für eine Weile die Stadt - sie ist eine der neuen spielbaren Charaktere von Arkham City. Catwoman besitzt ihre eigene Bewegungsmöglichkeiten und Gadgets: Sie klettert etwa mühelos Häuserwände hoch, wo sie auf drei Halunken trifft. Mit einer Bola (http://de.wikipedia.org/wiki/Bola) erwürgt sie den ersten, mit einem Sprungangriff schaltet sie den zweiten aus und mit einem wahren Schlaghagel und einer Kopfnuss muss der Dritte dran glauben. Dann geht es durch die Abwasserkanäle zu einem Lagerhaus, in dem Gauner die Schätze aus zahlreichen Einbrüchen eingebunkert haben - dafür kann man sich in Arkham City nun mal nicht so richtig viel kaufen.

Der Einbruch in das Lagerhaus ist ein Kinderspiel, denn Efeu hat mit ein paar Ranken die Türen geknackt, wenn Catwoman ihr dafür eine seltene Blume bringt, die ihr abhanden gekommen ist. Um den verschlossenen Tresorraum zu knacken, klettert Catwoman unter die Decke und kraxelt dort zu dessen Tür, erkennt mit dem "Diebesblick", dass die beiden Wachen dort je eine Schlüsselkarte dafür in der Tasche haben, lässt sich lautlos fallen und stibitzt den beiden ihre Karten. Zurück in den Kontrollraum, dort die Tür geöffnet und wieder ab unter die Decke, denn jetzt werden die Wachen unruhig. Alles kein Problem: Einer drückt Catwoman, immer noch an der Decke hängend, mit ihren Füßen die Luft ab, die beiden Wächter verabschieden sich mit gegeneinander gestoßenen Köpfen ins Reich der Träume. Damit ist der Weg in die Schatzkammer frei, wo Catwoman als allererstes Efeus Blume auf den Boden wirft und zertritt - man kann sich auf niemanden mehr verlassen.

Die Vorführung endet mit einer Batman-Massenschlacht in der Zentrale des Pinguins, der weit weniger absurd und ulkig als in den Kinofilmen aussieht - der Zylinder ist verschwunden, das Monokel sieht fast wie ein eingenähtes Implantat aus. Nach kurzem Geplänkel beginnt ein Kampf, der Bud Spencer alle Ehre gemacht hätte: Batman bringt es unter dem Gejubel der Zuschauer auf Kombos mit über 20 Treffern, unter denen ein Gegner nach dem anderen zu Boden geht. Wir hätten lieber ein paar der neuen Aufgaben und mehr von dem freien Umherbewegen in der Stadt gesehen, doch man kann in einer halben Stunde nicht alles haben. Rein technisch steht Arkham City dem Vorgänger, einem der besten PC-Titel des Jahres 2009, jedenfalls in nichts nach. Hoffen wir, dass er auch inhaltlich an die Klasse des ersten Teils anschließen kann, den wir Ihnen bis zum Erscheinen der Fortsetzung am 21. Oktober dieses Jahres wärmstens ans Herz legen möchten.

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von OldboyX Freizeitschrauber(in)
        AW: Batman Arkham City im Hands-on-Test: Fünf Mal so groß gleich fünf Mal so gut?

        Hätte mich auch interessiert ob Batman wieder mit GPU PhysX daherkommt. Seit Jahren das einzige Spiel wo GPU PhysX wirklich sehenswert umgesetzt war.
      • Von OldboyX Freizeitschrauber(in)
        AW: Batman Arkham City im Hands-on-Test: Fünf Mal so groß gleich fünf Mal so gut?

        Hätte mich auch interessiert ob Batman wieder mit GPU PhysX daherkommt. Seit Jahren das einzige Spiel wo GPU PhysX wirklich sehenswert umgesetzt war.
      • Von Trefoil80 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Batman Arkham City im Hands-on-Test: Fünf Mal so groß gleich fünf Mal so gut?

        Ja und ? Das heißt ja noch lange nicht, dass es bei Arkham City genauso sein muss...
      • Von Exinferis PC-Selbstbauer(in)
        AW: Batman Arkham City im Hands-on-Test: Fünf Mal so groß gleich fünf Mal so gut?

        Zitat von freyny80
        Unterstützt Arkham City denn nun verbindlich GPU-PhysX ?

        Macht das alte doch auch schon.
      • Von Trefoil80 BIOS-Overclocker(in)
        Batman Arkham City im Hands-on-Test: Fünf Mal so groß gleich fünf Mal so gut?

        Unterstützt Arkham City denn nun verbindlich GPU-PhysX ?
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