Baldur's Gate 3: Starke Aussage zum KI-Klonen von Stimmen - "Identität wird gestohlen"
Zahlreiche Synchronsprecher von Baldur's Gate 3 sehen eine Gefahr in Tools, mit denen per KI Stimmen geklont werden können. Amelia Tyler bezeichnet das unter anderem als Identitätsdiebstahl.
Wie schon bei vielen anderen Preisverleihungen zuvor hat Baldur's Gate 3, das jüngste Rollenspiel der Larian Studios, jüngst auch bei den BAFTA Game Awards einen Sieg errungen und den Preis für das beste Spiel des Jahres bekommen. Einer der Bausteine des immensen Erfolgs ist dabei die Vertonung - für das Spiel wurden zahlreiche namhafte Synchronsprecher angeheuert. Einige davon waren auch bei den BAFTA Game Awards anwesend und sprachen mit Eurogamer über ein großes Problem: Mit KI geklonte Stimmen.
Risiken - und Chancen
Amelia Tyler, von der die Erzählerstimme von Baldur's Gate 3 stammt, erzählte beispielsweise, dass ihre Stimme aus dem Spiel entnommen und zum Trainieren von KI-Modellen verwendet wurde. Sie selbst hat demnach erlebt, dass teils verwerfliche Chatnachrichten in einem Stream durch "ihre" Stimme vorgelesen wurden. In Tylers Augen ist das Diebstahl und eine Bedrohung für ihren Beruf und ihre Identität:
"Unless I have signed something saying you're allowed to do that, that is stealing not just my job but my identity."
"Solange ich nicht unterschrieben habe, dass Sie das dürfen, ist das nicht nur ein Diebstahl meiner Arbeit, sondern auch meiner Identität."
Die Sorge, dass Synchronsprecher zunehmend durch KI-Modelle ersetzt werden, geht in der Branche schon länger um. Passend dazu wurden ähnliche Ansichten auch von zahlreichen anderen Beteiligten geäußert. Eurogamer berichtet von einer ähnlich ablehnenden Haltung bei Andrew Wincott (Raphael), Samantha Béart (Karlach), Tracy Wiles (Jaheria) und Neil Newborn (Astarion) sowie auch von Synchronsprechern anderer Spiele. Kritisiert werden unter anderem eine mangelnde Qualität der KI-Vertonungen oder Befürchtungen um die wirtschaftliche Existenz.
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Gleichzeitig bietet die Vertonung per KI natürlich auch Chancen, beispielsweise in Spiel-Prototypen oder wenn ein gefragter Synchronsprecher überlastet oder verstorben ist. Bislang gibt es mit Blick auf die Rechtslage und die Vergütung für einen solchen Einsatz aber offenbar noch keine zufriedenstellende Lösung. Neben anderen Gebieten wie beispielsweise KI-Bildgeneratoren wird es für die Rechtssprechung daher auch bei KI-Stimmklonern noch einiges an Arbeit geben.
Quelle: Eurogamer

Was mich aber wundert ist, dass Unterschriften noch so ein Stellenwert eingeräumt wird, obwohl diese noch einfacher fälschbar sind. Abgesehen davon, dass sie auf den Touchpads von DHL und Co meist ein Gekrakel werden.
Sie selbst hat demnach erlebt, dass teils verwerfliche Chatnachrichten in einem Stream durch "ihre" Stimme vorgelesen wurden.
Gerade Amelia hat erzählt, dass Sie auf einen Stream aufmerksam gemacht wurde, wo Ihre Stimme verwendet wurde um "Rape Porn" vorzulesen.
I went on to this stream because somebody gave me a heads up, and I went on and heard my own voice reading rape porn.
Bisher war das auch kein Problem, sonst hätten alle Stimmenimitatoren ihre Arbeit einstellen müssen. Wenn das ganze nun deutlich besser wird, dann ist dagegen vom Prinzip her nichts auszusetzen. Lediglich wenn man das ganze in betrügerischer Absicht benutzt, dann ist es verboten.
Solange du nur Beiwerk bist mußt du dir das gefallen lassen - Pech gehabt. Nur wenn man die Leute als Hauptmotiv filmt sieht es anders aus. Bei öffentlichen Dingen, wie Demonstrationen, darf man die Leute sogar als Hauptmotiv filmen und Photos machen. Es es gibt wenige Dinge, die peinlicher sind, als ein klischeehafter Alman, der glaubt im Recht zu sein und sich zum Affen macht (erinnert sei an den Hutbürger).