Autonomes Fahren bei Tesla: 8.000 Euro FSD "kostenlos" freigeschaltet durch Hack

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Autonomes Fahren bei Tesla: 8.000 Euro FSD "kostenlos" freigeschaltet durch Hack
Quelle: Tesla

Ein Hack macht's möglich. Das autonome Fahrassistenzsystem FSD von Tesla kann gratis genutzt werden, statt 8.000 Euro extra zu zahlen.

BMW wird in diesem Jahr Videospiele ins Auto bringen und setzt dabei aufs Spiele-Streaming des Anbieters Airconsole. Tesla hingegen hat Steam integriert und ist durch die leistungsstarke Hardware mit RDNA-2-Grafikchip in der Lage, auch Cyberpunk 2077 nativ im Elektroauto anzubieten. Allerdings benötigt man bei Tesla einen Controller zum Spielen. Die AMD-Hardware von Tesla wird u.a. im Model S Plaid und im Model X verbaut. Nun ist es Forschern der TU Berlin gelungen, das Tesla MCU zu knacken.

Exploit soll sich nicht patchen lassen

Beim amerikanischen Elektroauto-Hersteller gibt es bislang drei Generationen der Media Control Unit. MCU0/1 setzt auf den ARM-Chipsatz Nvidia Tegra, die zweite Iteration MCU2 nutzt einen Intel Atom, während die aktuell verbaute dritte Generation MCU-Z auf einen AMD Ryzen samt RDNA-2-Radeon-GPU vertraut. Den Berliner Forschern ist nun ein Hack der jüngsten Tesla-Infotainmentsysteme gelungen. Durch die Verwendung mehrerer Verbindungen zur Stromversorgung, zum BIOS-SPI-Chip und zum SVI2-Bus konnte ein Spannungsfehlerinjektionsangriff durchgeführt werden. Hierbei werden Objekte aus dem TPM entschlüsselt.

Mit den gewonnenen Root-Rechten war es den Forschern möglich, auf private Nutzerdaten, etwa die letzten Naviziele oder das Telefonbuch zuzugreifen. Zudem konnte man kostenpflichtige Funktionen gratis freischalten, etwa den früher Autopilot genannten Assistenten namens Full-Self-Driving. Neben der Aktivierung der 8.000 Euro teuren Option, ist es den Forschern gelungen, das beheizte Lenkrad und beheizte Rücksitze zu aktivieren. Eigentlich kostet diese Heizung 300 US-Dollar extra. Laut den Wissenschaftlern ist der Exploit nicht patchbar. Noch ist unklar, wie Tesla darauf reagiert. Es ist unklar, ob für den Hack ein direkter Zugriff zum E-Auto erforderlich ist. Neben der Möglichkeit, Features, die hinter einer Paywall sind, kostenlos freizuschalten, können die Hacker auch das interne Servicenetz attackieren und etwa eine Panne vortäuschen. Neben Tesla bieten auch andere Premium-Autohersteller einige Funktionen im Abo an. Bei BMW lässt sich etwa die Sitzheizung im Abo buchen.

Ebenfalls lesenswert: Künftige Autos mit "Abo-Hölle": Sitzheizung bei BMW nur der Anfang

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Sammlung zum Hack von Tesla-Fahrzeugen mit AMD-Hardware:

  • Wissenschaftler der TU Berlin haben das Tesla-Infotainmentsystem mit AMD-Hardware geknackt.
  • Mit den gewonnenen Root-Rechten war es den Forschern möglich, auf private Nutzerdaten, etwa die letzten Naviziele oder das Telefonbuch zuzugreifen.
  • Zudem konnte man kostenpflichtige Funktionen, etwa das automatisierte Fahrassistenzsystem FSD, gratis freischalten.

Quellen: Blackhat, Tomshardware

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TiH8 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Hadenmann
        Uhh .. da hats wohl ein/en TESLA Fangirl/boy erwischt!
        Ich bin mir nicht sicher, ob die genannte Forschungsgruppe der TUB als Fangirl/-boy zu bezeichnen ist.

        Aber ich gehe davon eher nicht aus.
      • Von TiH8 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Hadenmann
        Uhh .. da hats wohl ein/en TESLA Fangirl/boy erwischt!
        Ich bin mir nicht sicher, ob die genannte Forschungsgruppe der TUB als Fangirl/-boy zu bezeichnen ist.

        Aber ich gehe davon eher nicht aus.
      • Von Hadenmann Schraubenverwechsler(in)
        Uhh .. da hats wohl ein/en TESLA Fangirl/boy erwischt!
      • Von saphira33 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Es sind keine Unfälle wegen schlechtem Wetter dabei, weil bei schlechtem Wetter manuell gefahren werden muss. Es sind keine Unfälle in Baustellen dabei, weil in Baustellen manuell gefahren werden muss. Es sind keine Unfälle in Städten, mit Fußgängern/Radfahrern, auf engen Landstraßen, von Bereichen ohne Fahrbahnmarkierungen, bei Eisglätte, bei Schnee, ... dabei weil auch das ebenfalls alles Ausschlusskriterien für Automatik-Einsatz sind. In den Vergleichszahlen zur Gesamtunfallrate sind all diese Risikofaktoren aber natürlich enthalten. Bislang hat kein Hersteller eine Statistik "Unfälle bei manuellem Fahren unter Bedingungen, die Selbststeuerung ermöglicht hätten" veröffentlicht.
        Zitat von George-Broussard
        Da haben wir den Grund warum die autonom fahrenden Autos so gut abschneiden in der Statistik. Wieder mal ein Beispiel wie Statistiken das Bild verzerren.
        Das hier stimmt zumindest für Tesla nicht vollständig.
        Die FSD Beta ist funktionell bei leichtem Regen z.B.
        Auch in Baustellen oder Quartieren etc. fährt die FSD Beta.
        Bei starkem Regen oder Schneefall ist die FSD deaktiviert.

        Auch sind im Artikel unstimmigkeiten.
        Siehe mein oberer Kommentar.

        Zitat von saphira33
        Quelle?

        Das Team welches den Jailbreak gemacht hat, besagt das es möglich sein solle, jedoch dafür noch mehr Analyse und Arbeit benötigt wird.

        Artikel vom 3. August.

        Tesla selbst will zumindest AirPlay 2 integrieren in naher Zukunft.

        https://www.tesla.com/Veh...
        Hier alle Zahlen zum nachlesen und auch die art und weise wie diese erfasst werden.
        In den im Artikel verlinkten Quellen wird ebefalls erwähnt, dass "nur" lokale Funktionen wie der Beschleunigungsboost und die Hintere Sitzheitzung damit freigeschaltet werden konnte.

        Zitat

        Tesla Model Y Long Range owners can also pay $2,000 for Acceleration Boost, which decreases the 0-60 times of the vehicle from 4.8 seconds to just 4.2 seconds. Pricier options include Enhanced Autopilot, which costs $6,000, and Full Self-Driving, priced at an eye-searing $15,000. In an email to Tom's Hardware, one of the researchers clarified that not all Tesla software upgrades are accessible, so it remains to be seen if those premium options will also be ripe for picking.
        Aus eurer Quelle: https://www.tomshardware....
      • Von George-Broussard PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die aktuellen Assistenzsysteme lassen sich nur unter optimalen Bedingungen einschalten. Es sind keine Unfälle wegen schlechtem Wetter dabei, weil bei schlechtem Wetter manuell gefahren werden muss. Es sind keine Unfälle in Baustellen dabei, weil in Baustellen manuell gefahren werden muss. Es sind keine Unfälle in Städten, mit Fußgängern/Radfahrern, auf engen Landstraßen, von Bereichen ohne Fahrbahnmarkierungen, bei Eisglätte, bei Schnee, ... dabei weil auch das ebenfalls alles Ausschlusskriterien für Automatik-Einsatz sind. In den Vergleichszahlen zur Gesamtunfallrate sind all diese Risikofaktoren aber natürlich enthalten. Bislang hat kein Hersteller eine Statistik "Unfälle bei manuellem Fahren unter Bedingungen, die Selbststeuerung ermöglicht hätten" veröffentlicht.
        Da haben wir den Grund warum die autonom fahrenden Autos so gut abschneiden in der Statistik. Wieder mal ein Beispiel wie Statistiken das Bild verzerren.

        Von Dir lese ich hier ohnehin meistens die stimmigsten und sachlichsten Einschätzungen unabhängig vom Thema. Danke für die Bereicherung!
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Irgendwann gibt es auch Hackerangriffe auf solche Fahrzeuge.
        Dann können sämtlichen Funktionien manipuliert werden.
        Schlimmstensfalls auch Unfälle verursacht oder das Auto als Waffe mißbraucht werden.
      Direkt zum Diskussionsende
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