AirTags lokalisieren gestohlenes Auto aus Toronto in Dubai
AirTags dokumentieren die Reise eines in Toronto geklauten Fahrzeuges bis nach Dubai. Und obwohl der Standort mehrfach klar war, gelang es dem Besitzer und den Behörden nicht, das Fahrzeug sicherzustellen.
Auch Autodiebe werden immer professioneller. Ein in Toronto gestohlener 2022 GMC Yukon XL ist nach 50 Tagen in Dubai aufgetaucht. Der Besitzer hatte AirTags im Auto deponiert, nachdem er bereits schlechte Erfahrungen gemacht hat. Der erste Gedanke an jenem Morgen im August war "Nicht schon wieder!". Denn es war bereits das zweite SUV, dass ihm gestohlen wurde - im laufenden Jahr.
Nach dem Diebstahl war das Auto erst einmal von der Landkarte verschwunden, doch nach 50 Tagen meldete sich das versteckte AirTag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Diebe hatten das Fahrzeug ausgeführt und es schipperte über den Ozean und den Suezkanal auf die arabische Halbinsel. Zwischendurch blitzte es mal auf einem Bahngelände in Toronto und im Hafen von Montreal auf, bevor es dann länger still war. AirTags sind darauf angewiesen, dass Menschen mit Smartphones und Internet in der Nähe sind. Die Geräte melden dann den Standort.
Auch mit AirTag kein Zugriff auf den Wagen
Aber auch der Standort hilft ihm nicht wirklich. Weder die lokale noch internationale Polizei konnten weiterhelfen und auch eine privat angeheuerte Detektei hatte keinen Erfolg. "Wir haben alles getan, was wir konnten, außer hinzufliegen und zu versuchen, ihn selbst zurückzuholen", sagte der Besitzer des Wagens in einem Interview. "Ich will meinen Truck zurück."
Vielleicht ist das aber gar nicht so schlau. Der Yukon scheint in Toronto ein beliebtes Diebesobjekt zu sein. Im Mai kam dem Besitzer bereits ein baugleiches Modell abhanden, dann gab es für den neuen Yukon einen gescheiterten Diebstahlversuch, bevor der Zweite dann erfolgreich gewesen ist. In der Zeit war der Besitzer im Urlaub; die Diebe hatten mehr Ruhe, das Fahrzeug mit Lenkradkralle zu entwenden.
Eine Verfolgungsjagd wie aus einem Groschenroman
Mittels AirTags machte man sich auf die Suche nach dem Wagen, aber es half nichts. Die Diebe hatten den Yukon recht zügig auf den Weg außer Landes geschafft. Aber selbst auf dem Weg zum Hafen von Montreal, konnten die Gesetzeshüter den Wagen nicht sicherstellen. Die Beamten in Toronto ließen sich zwei Tage Zeit, bis sie reagierten. Als der Yukon in einem Bahngelände nahe York auftauchte, zogen die lokalen Beamten zwar direkt los, aber auch da ohne Erfolg; obwohl man vermutlich so nah dran war, dass das Telefon des Beamten in der Nähe des AirTags gewesen sein muss. Der Yukon war wohl in einem der Schiffscontainer verstaut, der bereits auf einen Waggon verladen waren. Die Beamten hätten keine Befugnis, die Container zu öffnen, die in Nordamerika oft zu zweit übereinander verladen sind. Nachdem der Sicherheitsdienst der Bahngesellschaft nicht in der gleichen Nacht reagiert hatte, setzte der Yukon seine Reise fort. Am 11. August meldete er sich von einem Bahngelände in Smiths Falls.
Als der Wagen am 15. August im Hafen von Montreal angekommen war, versuchte man erneut, mit den lokalen Behörden den Container sicherzustellen. Aber auch da war nichts zu machen und dann war Ruhe. Der nächste Ping kam am 6. September aus Antwerpen und am 26. September wurde der Container in den VAE an Land geschafft. Die eingangs erwähnte Privatdetektei aus Dubai hat den Wagen auf einem Parkplatz für Gebrauchtwagen gefunden, wo auch andere nordamerikanische Trucks verkauft werden. Bisher hat man aber keinen Weg gefunden, das gestohlene Fahrzeug zurückzubekommen.
Zu dem Vorfall befragt, bestätigte die Polizei von Toronto in einer kurzen Stellungnahme, dass der Fall noch immer sehr aktiv ist. Darüber hinaus wollen sich Behörden aber nur ungern über den Fall äußern. Der Export geklauter Autos scheint in Kanada jedenfalls zuzunehmen; die zuständige Behörde hatte 2023 34 Prozent mehr Fälle. "Wenn wir wissen, dass es sich auf einem Containerplatz oder in einem Containerdepot oder in den Häfen von Montreal befindet, werden wir alles tun, um es zu beschaffen und zurückzubekommen", sagte Det. Inspector Scott Wade, stellvertretender Direktor des Teams für organisierte Kriminalität und Autodiebstahl der Provinz. Und er warnt davor, sich dem Wagen selbst zu nähern, wenn die Position bekannt ist. "Im Moment verdienen sie mit dem Transport von Autos so viel Geld, dass das geringe Risiko und die hohe Rendite für das organisierte Verbrechen zu lukrativ sind", sagte Wade.
Die Erkenntnis für Fahrzeugbesitzer ist wohl, dass AirTags zwar unterhaltsam sein können, wenn sie den Weg des geklauten Wagens aufzeichnen, aber nicht garantieren, dass der gestohlene Wagen zügig zurückfindet. Im Moment gibt es Hoffnungen, dass über Interpol und die emiratischen Behörden der Wagen wieder zu seinem Besitzer findet.
Quelle: CBC

Bei uns sagt man dazu: Er rüttelt am Waltschenbaum.
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und nicht vergessen den Schulstoff bis dahin nachzuholen,sonst diskutieren wir nächstes Mal wieder über Dinge die Allgemeinbildung sind
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Bin schon gespannt auf deinen schlauen Kommentar 😁