Auto-Technik: Keyless-Zugang kann leicht gehackt werden
In einer Untersuchung des Automobilclubs ADAC zeigt sich, dass von 500 geprüften Autos nur 24 Modelle über einen gut gesicherten Keyless-Zugang verfügen. Bei den meisten Fahrzeugen lässt sich der schlüssellose Zugang leicht hacken.
Immer mehr Autofahrer genießen den Komfort eines Keyless-Zugangs zum Fahrzeug, sodass der Schlüssel in der Tasche bleiben kann und ein einfacher Zug am Türgriff zum Öffnen des Autos genügt. Allerdings ist der Keyless-Zugang relativ leicht zu hacken und somit unsicher, wie der ADAC festgestellt hat. Nur bei wenigen Fahrzeugen ist der schlüssellose Zugang vergleichsweise sicher gestaltet, da dort auf die UWB-Technik gesetzt wird, die es schon seit 2019 in Smartphones zu kaufen gibt. In Deutschland sind seit 2008 die Frequenzbereiche zwischen 30 MHz und 10,6 GHz für UWB freigegeben, wobei theoretisch Datenraten zwischen 480 und 1.320 Mbit/s erreicht werden können.
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UWB-Technik gibt's ab dem iPhone 11 und bei Samsung-Smartphones
Mit der Ultra-Breitband-Technik ist es möglich, Gegenstände aus bis zu 30 Zentimeter Entfernung präzise zu orten. So öffnen sich Fahrzeuge mit UWB nur dann, wenn sich der Schlüssel innerhalb dieses Abstands zum Türgriff befindet. Wenn die Signallaufzeit zu lang ist, bleibt das Auto zu. Um die UWB-Technik nutzen zu können, sind allerdings spezielle Chips notwendig. Apple verbaut ab dem iPhone 11 den sogenannten U1-Chip, der auf die UWB-Technik setzt. Samsung bietet ebenfalls einige Smartphones mit UWB-Chip an, doch mn muss genau hinsehen. So besitzt das brandneue Galaxy S22 kein UWB, während das Galaxy S22 Plus und das Galaxy S22 Ultra diesen erweiterten Ortungschip verbaut haben. So können Autofahrer auch ihr Smartphone als Autoschlüssel benutzen, vorausgesetzt das Auto hat die jeweilige Keyless-Ausstattung verbaut. Die Apple Airtags setzen übrigens ebenfalls auf UWB.
Im Test hatte der ADAC 500 verschiedene Automodelle mit Keyless überprüft, nur 24 Fahrzeuge verfügen über UWB und konnten somit nicht geknackt werden. Zum Hacken der Verbindung nutzt der ADAC einen Repeater, sodass sich das Funksignal des Autoschlüssels einfach abgreifen und verlängern lässt, wenn Verbrecher in der Nähe des Autos stehen. So kann man das Auto mit Keyless-Zugang schlüssellos öffnen und bei manchen Fahrzeugen sogar einmalig den Motor starten und damit für einen begrenzten Zeitraum fahren. Neben UWB ist der Bewegungssensor im Schlüssel eine andere Methode zur Absicherung vor einem Diebstahl eines Keyless-Autos. Im Test verfügten 37 Fahrzeuge über einen Bewegungssensor in der Funkfernbedienung. Hierbei wird das Funksignal automatisch abgeschaltet, wenn der Autoschlüssel für eine bestimmte Zeit nicht bewegt wird. Zwar ist diese Technik sicherer als der seit 2012 angebotene Keyless-Zugang ohne Schutz, doch funktioniert der Bewegungssensor erst nach einer gewissen Zeitspanne, sodass ein Restrisiko bleibt.
Welche Autos verfügen über sichere Keyless-Systeme mit UWB?
Seit März 2018 liefert BMW bei Neufahrzeugen eine neue Generation an Fahrzeugschlüsseln mit. Wer einen BMW vor diesem Baujahr mit Keyless fährt, kann - für viele Modellreihen - eine Nachrüstung bei der Vertragswerkstatt in Auftrag geben und zahlt dafür rund 150 Euro plus die Kosten für den neuen Schlüssel. Opel verwendet seit 2020 einen Bewegungssensor im Schlüssel, zumindest bei den Modellen Corsa, Mokka und Grandland. Bei VW sind alle neuen Elektroautos der ID-Familie mit der UWB-Technik gesichert. Zudem verfügen der Golf 8 sowie der aktuelle Caddy und Polo (seit 09/2021) über die Ultrabreitband-Technik. Alle anderen VW-Modelle setzen hingegen auf die unsichere und kostengünstige Keyless-Technologie.
Nicht alle Autohersteller bieten bereits eine vergleichsweise sichere Keyless-Technik an. So gibt es derzeit kein einziges Fahrzeug von Peugeot, Suzuki, Ssangyong, Renault und Nissan, das über einen abgesicherten schlüssellosen Zugang verfügt. Nachholbedarf hat auch Tesla, da sowohl das Model S als auch Model X jeweils den unsicheren Keyless-Zugang nutzen. Unklar ist, ob der amerikanische Elektroautohersteller zum Facelift im Jahr 2021 nicht vielleicht sichere Technik verbaute, da der ADAC kein entsprechendes Testfahrzeug untersucht hat.
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Sammlung zu Keyless-Systemen bei Autos:
- Laut eines Tests vom ADAC sind die meisten Keyless-Systeme bei Autos leicht zu hacken. Hierzu benötigt man nur einen Repeater, der das Funksignal des Autoschlüssels verlängert, schon kann man das Auto ohne Schlüssel öffnen und einmalig den Motor starten.
- Nur in 24 von 500 getesteten Fahrzeugen ist die UWB-Technik verbaut, die einen Diebstahl auf diese Weise verhindert.
- Eine andere Möglichkeit zum Diebstahlschutz bei Keyless-Autos ist ein Bewegungssensor im Autoschlüssel. Hierbei wird das Funksignal automatisch abgeschaltet, wenn der Autoschlüssel für eine bestimmte Zeit nicht bewegt wird. In 37 der getesteten Fahrzeuge gab es diese Schutzmethode.
- UWB-Chips dienen zur erweiterten Ortung und sind auch in Smartphones verbaut. Ab dem iPhone 11 sowie in einigen Samsung-Smartphones sind UWB-Chips vorzufinden.
Quelle: ADAC

Bei UWB wird in dem heutigen Ausbau zusätzlich darüber eine Laufzeitmessung gemacht mit der man zumindest merkt wenn der Schlüssel eigentlich mehrere Meter weg ist.
Mit Laser-Technik könnte man das Signal wahrscheinlich auch "verlängern", ist aber halt deutlich aufwendiger.
Bei Passive Start wird durchaus auch trianguliert(Ausnahme sind ein paar französische Kleinstwagen die passive mit einem einzigen Empfänger machen), hilft halt aber auch nichts wenn der Relais-Ausgangspunkt ins Auto passt.
UWB wiederum ist eigentlich auch "nur" eine verkomplizierung dieser Technik indem man mehr und höhere Frequenzen nutzt.
Kommt an der Stelle eher drauf an obs nur darum geht das Interieur mitgehen zu lassen oder das (teure) Auto im Ganzen zu verhökern.
Es gibt aber auch den Fall spurenlos für wenig Beute: Letztes Jahr wurde der recht neue A4 eines Freundes von mir in nem Frankfurter Parkhaus aufgebrochen um an die (ziemlich wertlosen) Inhalte von Kofferraum und Handschuhfach zu kommen. Am Fahrzeug gab es keinerlei Spuren/Beschädigungen, weder innen noch außen. Es war nur recht unaufgeräumt im Innenraum und die Tür stand offen.
Die Polizei ist da nebenbei völlig schmerzfrei. Ja, nehmen wir auf, hier haben sie ne Kopie für die Versicherung. Fall erledigt, die kriegen wir eh nicht. Anders gesagt man versuchts gar nicht erst, das sind nur Aktenleichen.
Sobald das Auto dann einmal läuft, ist die Sache gelaufen.