Atlas Fallen im Technik-Test: Update mit Grafikkarten-Benchmarks [RX 7900 GRE, Arc A380, RX 6400]
Update mit GPU-Benchmarks: In Atlas Fallen schicken uns die deutschen Entwickler von Deck 13 in die Wüste - auf eine gute Art. Das Action-Adventure auf Basis von In-house-Technologie erweist sich im Techniktest als hübsch, performant und hochklassig synchronisiert. PCGH verrät, was Atlas Fallen auf dem (Sand-)Kasten hat, und präsentiert Impressionen zu Technik und Leistung.
In diesem Artikel
Update vom 15. August: Wie versprochen, reichen wir hiermit Grafikkarten-Benchmarks vom Planeten Atlas nach. Begrüßen Sie dabei unseren Ehrengast und Neuzugang in allen Benchmarks, eine Radeon RX 7900 GRE, begleitet von weiteren, eher selten getesteten Modellen (u. a. Arc A380 und Radeon RX 6400). Erneut liegt unser Fokus dabei auf der VRAM-Kapazität, denn Atlas Fallen ist offensichtlich auf 8 GiByte getrimmt. Die Messungen geben Aufschluss darüber, inwiefern diese Speicherkapazität genügt. Sie finden die Ergebnisse samt Savegame, Video der Testszene sowie Erläuterungen auf der zweiten Artikelseite.
Update vom 10. August: Atlas Fallen ist um Mitternacht auf Steam gestartet (bei GOG steht noch "demnächst verfügbar"). Wir haben das Launch-Update sogleich ausprobiert, allerdings keine Veränderung beim Streaming-Verhalten und dem Level-of-Detail-System feststellen können. Somit bleiben unsere Aussagen in diesem Artikel unverändert. Parallel haben die Entwickler einige unserer Technik-Fragen beantwortet, welche wir neben weiteren Impressionen in den Text eingearbeitet haben. Nun starten wir unsere Benchmarks von Atlas Fallen auf Basis der letzten großen Welt, den Wildlanden.
Original-Artikel vom 09. August: Sie haben eingangs richtig gelesen: Atlas Fallen basiert nicht auf der Unreal Engine 5, auch wenn diese vermeintliche Information hartnäckig durch das Internet geistert. "Immer, wenn wir einen Kommentar lesen, der behauptet, dass wir die Unreal-Engine nutzen, muss einer unserer Engine-Programmierer weinen", kommentierte der Frankfurter Entwickler Deck 13 kürzlich bei Twitter. Tatsächlich kommt für Atlas Fallen deren hauseigene Fledge-Engine zum Einsatz, welche bereits The Surge und dessen Nachfolger antrieb. Es ist die aufsehenerregende Grafik, welche für dieses Missverständnis sorgte. Welche Qualitäten Atlas Fallen wirklich hat, fand PCGH in nunmehr 16 Spielstunden heraus.
Atlas Fallen: Inhalt und Gameplay
In Atlas Fallen verschlägt es Spieler allein oder im Online-Koop in ein "zeitloses Land voller Gefahren, Rätsel und Fragmente der Vergangenheit". Dabei gilt es uralte Ruinen und die Mysterien einer gefallenen Gesellschaft aufzudecken, während man Monster, die sogenannten Phantome, mit einer formverändernden Waffe bekämpft. Die Upgrades für dieses Gauntlet sind quer über die Karte verstreut und erlauben interessante Spezialfunktionen, um die teils haushohen Gegner zu bezwingen. Wie wir anhand der Testversion von Atlas Fallen feststellten, macht das selbst nach vielen Stunden Spaß. Die Kämpfe sind schnell, effektvoll und (auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad) nicht übertrieben schwer, sodass mit etwas Übung und einigen Upgrades beeindruckende Choreografien möglich sind. Dabei läuft fast alles auf Direktkontakt hinaus, Fernkampf beschränkt sich auf einige Spezialattacken. Die meiste Zeit vermöbeln wir gezielt die Schwachstellen mit unserem Power Glove ... pardon, dem Gauntlet.
Quelle: PC Games Hardware
Atlas Fallen im Technik-Test (Bilder: 5K mit TAA und maximalen Details, downsampled @ 1800p) (23)
Der Rest des Spiels besteht aus Erkundung des interessant gestalteten Planeten, wobei niemals Langeweile aufkommt. Die Wüstenwelt Atlas besteht nämlich nicht aus Sanddünen, sondern vor allem aus Ruinen der gefallenen Zivilisation, welche zum Entdecken einladen und dieses mit Gegenständen sowie kleinen Geschichten belohnen. Dank der direkten Steuerung und dem hohen Spieltempo geht dies stets flüssig von der Hand und macht Spaß. Wir surfen über den Sand, machen Doppelsprünge - nicht bloß nach oben, sondern auch seitwärts -, rennen (über Gras) und klettern Felsen sowie Wände empor. "Vertikales Gameplay", vor einigen Jahren ein Schlagwort, wird hier eindeutig größer geschrieben als bei den meisten anderen Spielen. Selbstverständlich hindern den Spieler natürliche Barrieren wie Felswände und so manche Wand vor allzu kühnen Entdeckungstouren, grundsätzlich gilt aber: Was man sieht, kann man auch erklimmen. Dabei überraschen die Entwickler regelmäßig. Wir dachten mehrfach "Das war kniffelig, hier sollten wir wohl nicht raufkommen" ... und dann wartete tatsächlich eine Truhe oder ein Tagebuch auf uns. Klasse!
Quelle: PC Games Hardware
Atlas Fallen im Technik-Test (Bilder: 5K mit TAA und maximalen Details, downsampled @ 1800p) (17)
Sie merken, Atlas Fallen hat es uns angetan, weshalb wir mehr über das eigentliche Spiel sprechen als von PCGH gewohnt. Das liegt auch an den Schwingungen, die Atlas Fallen aussendet. Von Anfang an erinnert uns das Spiel an Gothic, was vor allem am mittelalterlichen Ambiente und den schroffen Charakteren liegt. Dieser Eindruck weicht zwar nach der ersten Spielstunde eher einem Forspoken (gepaart mit den latent an Prototype erinnernden Kämpfen), die Melange ist jedoch schmackhaft für Anhänger des Genres.
Zum guten Eindruck trägt auch die hervorragende deutsche Synchronisierung bei, welche zahlreiche namhafte Sprecher auffährt. Wenn Julia Roberts als Erzählerin fungiert, unsere Waffe von Edward Norton gesprochen und eine wichtige Nebenrolle von Nicolas Cage übernommen wird, kommt Freude auf. Diese Liste ist weder vollständig noch überprüft, wir vertrauen hier ganz unseren Ohren. Wen haben Sie noch erkannt? Bedauerlicherweise geht die Musik im Vergleich etwas unter - nicht unbedingt, weil sie schwach ist, sondern weil sie zu leise aufspielt.
Atlas Fallen: Systemanforderungen
Atlas Fallen erscheint ausschließlich für die aktuellen Systeme PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S, was der grafischen Qualität zuträglich ist. Die eingangs erwähnte Verwechslung mit der Unreal Engine 5 basiert auf der Tatsache, dass Atlas Fallen zu großen Teilen prächtig aussieht. Tatsächlich kommt dabei jedoch keine Engine von Epic zum Einsatz, sondern die von Deck 13 erschaffene und stetig erweiterte Fledge-Engine, welche zuletzt The Surge 2 antrieb. Da die Spielwelt in Atlas Fallen sowohl mit hoher Geschwindigkeit als auch vertikal erkundet werden kann, sind ein flinkes Data-Streaming sowie gutes Level-of-Detail-System wichtig. "Hierfür wurde unter anderem ein ganz neues Terrain-System implementiert und wir haben auf GPU-driven Rendering umgestellt, um Culling und LOD-Selection sehr effizient ausführen zu können", erläutert Deck 13 auf unsere Fragen und führt weiterhin aus: "Fundamental war auch unser neues World-Streaming Feature - dies alles zusammen ermöglicht die größeren, offeneren und lebendigeren Level in Atlas Fallen [Anmerkung: ggü. dem Engine-Vorgänger]". Die offiziellen Systemanforderungen und -empfehlungen liefern einen ersten Eindruck des Anspruchs von Atlas Fallen:
| Mindestanforderungen: | Empfohlen: |
|---|---|
| 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem | 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem |
| Windows 10 x64 (oder neuer) | Windows 10 x64 (oder neuer) |
| Prozessor: Intel Core i5-6600K/AMD Ryzen 3 1200 | Prozessor: Intel Core i7-9800X/AMD Ryzen 5 3600 |
| Arbeitsspeicher: 8 GiB RAM | Arbeitsspeicher: 16 GiB RAM |
| Grafikkarte: Geforce GTX 1050 Ti/Radeon RX 470 (je 4 GiByte) | Grafikkarte: Geforce GTX 1070 Ti/Radeon RX 5700 (je 8 GiB) |
| Speicherplatz: 35 GByte | Speicherplatz: 35 GByte |
| Reicht für: 30 Fps in 1.920 × 1.080 Pixeln mit niedrigsten Settings (Vulkan-API) | Reicht für: 60 Fps in 1.920 × 1.080 Pixeln mit höchsten Settings (Vulkan-API) |
Wir wissen nicht, warum dort ausgerechnet ein Core i7-9800X aufgeführt wird, denn es handelt sich um eine alte High-End-Desktop-Plattform (Sockel 2066), doch die Erkenntnis bleibt: Atlas Fallen benötigt keinen Superrechner für maximale Details. Folgt man den Ausführungen, genügt ein flinker Sechskerner oder vergleichbar starker Achtkern-Prozessor für 60 Fps. Die empfohlenen Grafikkarten liegen indes weit unter dem, was der durchschnittliche PCGH-Leser im Rechner hat. Auf der folgenden Seite prüfen wir die tatsächlichen GPU-Anforderungen.

Ich hab das Spiel jetzt nach ~26h Spielzeit durch und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es lädt super fix und das gesamte Kampfsystem macht Spaß. Das ganze ist nicht so überladen und hat keine unnötig große Open World. Allerdings sind unsichtbare Wände unerträglich nervtötend -.-
Ich hab mit meiner 3080Ti + Ryzen 7 5800X die FPS auf 90 limitiert und hatte diese auch quasi durchgehend.
Die gesamten Ladezeiten sind sehr kurz und gerade Schnellreise war bei mir fast sofort geladen. Wünsche mir das Spiele mehr in diese Richtung gehen und nicht nur ~30fps mit DLSS bieten.
MfG
Raff