Athlon 3000G: Laut Tests besser als vergleichbare Intel-Prozessoren, aber nur was für Office-Rechner

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Athlon 3000G: Laut Tests besser als vergleichbare Intel-Prozessoren, aber nur was für Office-Rechner (1)
Quelle: AMD

Mit dem Athlon 3000G hat AMD eine knapp 50 Euro teure Einsteiger-CPU veröffentlicht, die Intels Pentium- und Celeron-Riege das Fürchten lehren soll. Tests nach bietet AMD tatsächlich das bessere Gesamtpaket. Erwartungsgemäß unterliegt der Chip aber auch sämtlichen Ryzens deutlich.

AMDs unlängst veröffentlichter Athlon 3000G ist der bis dato preiswerteste Chip der 3000er-Reihe. Mit knapp 53 Euro tritt er preislich in Konkurrenz zum Celeron G4900 (45 Euro) und Pentium G5400 (56 Euro), die wie der Athlon zwei CPU-Kerne in die Schlacht führen. Vier Threads können aber nur die beiden Letztgenannten abarbeiten. Inzwischen liegen die ersten Tests vor und laut denen liefert AMD mit dem Athlon 3000G das beste Gesamtpaket.

Golem hält beispielsweise fest, dass die Performance in Single- wie auch Multi-Core-Benchmarks vergleichbar mit der eines Pentium G5400 ausfällt. Wird AVX-Code genutzt, könne sich der Athlon sogar deutlich vom Pentium absetzen, da Intels Einsteiger-Chips schlicht und ergreifend die Unterstützung fehlt. Die von Intel verbaute UHD Graphics 610 sei gegen die Vega 3 des Athlon 3000G chancenlos.

Das macht die CPU aber noch längst nicht zu einem brauchbaren Chip für Gaming-Rechner, auch wenn man sie übertakten kann. Für 1080p-Gaming mit hohen Details sei die Vega-Grafik grenzwertig, Lego- oder Unity-Titel wie Dawn of Man laufen in 720p besser.

Auch den Kollegen von Computerbase weiß der Athlon 3000G in seiner Preisklasse zu gefallen. Doch auch dort lautet die Empfehlung, sich bei einem Gaming-System besser anderweitig umzusehen. Zwei Kerne seien in aktuellen Spielen einfach nicht mehr zeitgemäß, selbst wenn man geringe Ansprüche hat. Auch in Kombination mit einer Mittelklasse-GPU komme nur selten Freude auf.

Hardwareluxx äußert Zweifel an der Notwendigkeit des Chips, da AMD mit dem Athlon 240GE bereits einen nur minimal langsameren Prozessor anbietet und der Abstand zur 3000G-Serie weiterhin beachtlich sei. Nichtsdestotrotz überzeuge die CPU in kleinen und sparsamen Systemen. "Zusammen mit dem richtigen Mainboard kann daraus ein HTPC gebaut werden, der alle notwendigen Decoding-Aufgaben problemlos übernimmt."

Keine Revolution unter den Billig-Prozessoren sei der Athlon 3000G laut Heise. Zusammen mit einem A320-Board bildet er jedoch eine potente Grundlage für einen Office-PC. Intels Celeron G4900 übertrumpft er mit SMT und dem schnelleren Grafikpart.

Alter Chip in neuen Kleidern

Testübergreifend wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Athlon 3000G wie die Raven Ridge-Prozessoren einen 14-nm-Die nutzt, anders als Picasso (3400G/3200G) also noch nicht im verbesserten 12-nm-Prozess vom Band läuft. Das sei im Preissegment von 50 Euro aber zu vernachlässigen - zumal Raven Ridge bereits Optimierungen von Zen+ enthält.

Eine deutlich potentere Alternative stellt übrigens der Ryzen 3 2200G dar; mit einer gut doppelt so schnellen iGPU nebst vier echten Kernen. Aktuell wechselt der Chip für 77 Euro den Besitzer. Der fast gleichschnelle Ryzen 3 3200G geht für 91 Euro über die Ladentheke.

Mehr zum Thema: Kann AMD Intel schlagen? Umfrage zum verwendeten I/O-Hub im Q4 2019

Wie sich der Athlon 3000G in Spielen schlägt, erfahren Sie auch in unserem Testvideo, das wir unterhalb dieser Meldung eingebettet haben. Per Overclocking konnten wir dem Chip dabei noch ein paar zusätzliche Frames entlocken.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        AW: Athlon 3000G: Laut Tests besser als vergleichbare Intel-Prozessoren, aber nur was für Office-Rechner

        Zitat von sfc
        Zen2 erachtete ich in solchen Leistungsklassen auch als nicht erforderlich, zumal man ja doch ganz gut an der Konkurrenz vorbeizieht. Picasso ist ja auch nur Zen+ und als APU damit bestens bedient.
        Ich finde gerade in diesen Bereichen ist 7nm ein Riesenvorteil, wenn man platt rechnet würde man eine 15W CPU mit nur 7,5W verbauen können und so Systeme im Bereich der NUC aufbauen, die Intel alt aussehen lassen. Denn derzeit der einzige Sektor in dem man noch nicht so wirklich gegen Intel ankommt ist der Notebook, Ultrabook, NUC (Kleinstsysteme), all dies wäre mit einem Athlon 3000G in 7nm sofort erreichbar. Daher mag ich hier dem Threadersteller durchaus Recht geben, Sinn macht der 3000G nicht wirklich, bietet er doch schlicht keinen nennenswerten Vorteil gegenüber der Vorgängergeneration.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        AW: Athlon 3000G: Laut Tests besser als vergleichbare Intel-Prozessoren, aber nur was für Office-Rechner

        Zitat von sfc
        Zen2 erachtete ich in solchen Leistungsklassen auch als nicht erforderlich, zumal man ja doch ganz gut an der Konkurrenz vorbeizieht. Picasso ist ja auch nur Zen+ und als APU damit bestens bedient.
        Ich finde gerade in diesen Bereichen ist 7nm ein Riesenvorteil, wenn man platt rechnet würde man eine 15W CPU mit nur 7,5W verbauen können und so Systeme im Bereich der NUC aufbauen, die Intel alt aussehen lassen. Denn derzeit der einzige Sektor in dem man noch nicht so wirklich gegen Intel ankommt ist der Notebook, Ultrabook, NUC (Kleinstsysteme), all dies wäre mit einem Athlon 3000G in 7nm sofort erreichbar. Daher mag ich hier dem Threadersteller durchaus Recht geben, Sinn macht der 3000G nicht wirklich, bietet er doch schlicht keinen nennenswerten Vorteil gegenüber der Vorgängergeneration.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Athlon 3000G: Laut Tests besser als vergleichbare Intel-Prozessoren, aber nur was für Office-Rechner

        Soso, anstatt selbst zu testen, schreibt man also bei den Ex-Kollegen ab.
      • Von Gast1748380205
        AW: Athlon 3000G: Laut Tests besser als vergleichbare Intel-Prozessoren, aber nur was für Office-Rechner

        Perfekt für entrylevel gaming!
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        AW: Athlon 3000G: Laut Tests besser als vergleichbare Intel-Prozessoren, aber nur was für Office-Rechner

        In der Preisklasse ist es doch egal ob es Zen1 oder Zen2 ist.

        Was noch fehlt wäre ein Athlon mit 3 Kernen.
      • Von altStrunk PC-Selbstbauer(in)
        AW: Athlon 3000G: Laut Tests besser als vergleichbare Intel-Prozessoren, aber nur was für Office-Rechner

        Er reiht sich da ganz nett in AMD´s APU Historie ein, der CPU Anteil ist für einfache Arbeiten ausreichend und GPU Part stirbt nicht gleich falls mal etwas mehr berechnet werden soll. Das ist ganz nett falls doch mal was in 3d berechnet werden soll, es geht zumindest auch wenn man deutlich merkt in welcher Preisklasse man zugegriffen hat.
      Direkt zum Diskussionsende
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