Assassin's Creed im amerikanischen Bürgerkrieg: Ubisoft hat angeblich die Axt angesetzt
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Assassin's Creed ist bekannt für historisch orientierte Settings. Einen neuen Teil, der während des amerikanischen Bürgerkriegs spielt, habe Ubisoft aber aufgrund der zu historisch wichtigen Thematik abgesetzt.
Die Assassin's-Creed-Reihe ist bekannt für ihre historisch orientierten Settings. Daher wundert es nicht, dass bei Ubisoft ein neuer Teil in Planung gewesen ist, der sich mit dem amerikanischen Bürgerkrieg befassen sollte. Berichten von Game File zufolge wurde das Projekt jedoch eingestellt.
Das politisch sensible Szenario des Spiels
In dem Spiel, das sich bislang nur in der Konzeptphase befand, sollte es um einen ehemaligen Sklaven gehen, der nach einem Umzug in den Westen der USA von einer Assassinen-Bruderschaft rekrutiert wird. Daraufhin kehrt er in die Südstaaten zurück und kämpft gegen den Ku-Klux-Klan. Zeitlich sollte das Ganze gegen Ende des amerikanischen Bürgerkriegs und der Reconstruction-Ära spielen. In dieser gut zehnjährigen Epoche erhielten unter anderem ehemalige Sklaven die amerikanische Staatsbürgerschaft, und die Konföderierten Staaten wurden in die Vereinigten Staaten wieder eingegliedert. Dies führte jedoch zu Widerstand in der weißen Bevölkerung im Süden. Es kam zu Gewaltausbrüchen, die die Reconstruction letztlich 1877 beendeten und zur erneuten Unterdrückung von Schwarzen führten, heißt es in dem Bericht.
Das Setting des Spiels wäre somit historisch interessant, aber gleichzeitig auch politisch heikel, da die Trump-Regierung unter anderem dabei sein soll, Denkmäler der Konföderation - also der im Bürgerkrieg die Sklaverei befürwortenden Südstaaten - wiederherzustellen. Das dürfte einer der Gründe sein, warum Ubisoft diesen möglichen Assassin's-Creed-Teil abgesetzt hat. Ein weiterer ist vermutlich die Reaktion auf Yasuke aus Assassin's Creed Shadows. Yasuke ist ein schwarzer Samurai, und die Entscheidung für diesen Charakter kam nicht bei allen gut an. Bereits damals betonte die Ubisoft-Führung, keine Agenda vorantreiben zu wollen und unpolitisch zu sein.
Quelle: via Game File
