Apple M1-Prozessor: Neues Mac-SoC der Superlative vorgestellt
Apple hat mit dem M1 ein neues System-on-a-Chip (SoC) auf Basis der ARM-Architektur vorgestellt, das vieles besser können soll als die Konkurrenz.
Nachdem Apple bereits Mitte des Jahres den Wechsel weg von Intel-CPUs und hin zu hauseigenen ARM-Prozessoren für seine Mac-Sparte ankündigte, hat der Konzern nun mit dem speziell entwickelten M1 "den leistungsstärksten Apple-Chip aller Zeiten" vorgestellt, der mit Verfügbarkeit ab 17. November in neuen Versionen von MacBook Air, MacBook Pro 13 und Mac mini werkeln soll.
Das in 5 Nanometer gefertigte 64 Bit-SoC verfügt über 16 Milliarden Transistoren und soll laut Ankündigung "die schnellste CPU in Chips mit geringem Energieverbrauch, die weltbeste CPU Leistung pro Watt, die weltweit schnellste integrierte Grafik in einem Computer und eine revolutionäre Performance für maschinelles Lernen mit der Apple Neural Engine" bieten, wobei handfeste Details teils noch fehlen.
Im Vergleich zur Mac-Vorgängergeneration mit Intel-CPUs auf x86-Basis soll der M1 laut Angaben von Apple allerdings eine bis zu 3,5-mal schnellere CPU-Leistung, eine bis zu sechsmal schnellere GPU-Performance und bis zu 15-mal schnelleres maschinelles Lernen bieten, bei einer gleichzeitig bis zu zweimal längeren Akkulaufzeit. Mit seiner Leistung und Effizienz soll der M1 demnach auch den bisher größten Schritt für den Mac überhaupt bedeuten.
Apple M1: Details zu den Features
Erreicht wird das Mehr an Performance und Energieeffizienz unter anderem durch den Einsatz von nunmehr acht CPU-Kernen (vier leistungsstarke, vier effiziente) statt sechs Kernen beim aktuellen iPhone- und iPad-Chip A14 Bionic (zwei leistungsstarke, vier effiziente). Zudem hebt Apple die Vorteile der SoC-Integration von CPU, I/O, Sicherheit und Co. für weniger Latenz hervor, die durch eine Architektur für gemeinsamen Arbeitsspeicher (Unified Memory) ergänzt wird, welche wiederum Speicher mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz in einem einzigen Pool vereint, ohne dass Daten hin- und herkopiert werden müssen. Ebenfalls über bis zu acht Kerne verfügt derweil die neue iGPU, die mit 2,6 TeraFLOPS die weltweit schnellste integrierte Grafik in einem Computer sein soll.
Darüber hinaus bietet der M1 laut Apple einen neuen Bildsignalprozessor (ISP) für höhere Videoqualität mit besserer Rauschunterdrückung, größerem Dynamikbereich und verbessertem automatischen Weißabgleich, ebenso wie die neueste Iteration der "Secure Enclave" für verbesserte Sicherheit. Zudem soll ein "extrem leistungsstarker Speichercontroller" mit AES-Verschlüsselungshardware für schnellere und sicherere SSD-Performance sorgen, während "hocheffiziente Engines zum Codieren und Decodieren von Medien mit niedrigem Energieverbrauch für großartige Leistung und längere Batterielaufzeit" sorgen. Außerdem gibt es einen von Apple entwickelten Thunderbolt-Controller mit Unterstützung für USB 4, Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 40 Gbit/s und "Kompatibilität mit mehr Peripheriegeräten als je zuvor".
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Nativ und interoperabel
Die neue Mac-Betriebssystemversion macOS Big Sur wurde dabei laut Apple von Grund auf dafür entwickelt, die Möglichkeiten des M1 voll zu nutzen und soll dementsprechend schneller und energieeffizienter arbeiten als bisher. Demnach ist nun sämtliche Mac-Software von Apple im übergreifenden "Universal Format" verfügbar und läuft nativ auf M1-Systemen. Vorhandene Mac-Apps, die nicht auf das "Universal Format" aktualisiert wurden, funktionieren trotzdem nahtlos mit der "Rosetta 2"-Emulation von Apple. iPhone- und iPad-Apps können jetzt zudem direkt auf dem Mac gestartet werden.
Release in Kürze
Wie sich das neue SoC schlägt, muss sich letztlich bei Verfügbarwerden der neuen Versionen von MacBook Air, MacBook Pro 13 und Mac mini am 17. November zeigen, die zu Preisen ab 1.100 Euro, 1.412 Euro respektive 779 Euro an den Start gehen. Wie bereits zur Ankündigung der Umstellung Mitte des Jahres hat Apple im Zuge der Vorstellung des M1 verlauten lassen, dass die Umstellung auf die hauseigenen Apple-Chips mit weiteren künftigen Geräten insgesamt etwa zwei Jahre lang dauern wird.
Quelle: apple.com

Vielleicht. Der Umstieg damals vom PowerPC fand statt als IBM anfing Apple einen vom Pferd zu erzählen (Zukunft) aber nichts mehr in der Entwicklung hatte was das begründen könnte. Es war die Einschätzung, daß x86 sie bald auffressen wird (Leistung).
Ich hab nun eine ThinkStation P500 sozusagen geschenkt bekommen (musste sie nur weites Weges abholen) und hab mich damit endlich mal eingehend beschäftigt, ob sich das gegenüber dem alten Eisen was ich hier hab überhaupt lohnt.
Das Bild was sich da für mich von Sandy über Ivy zu Haswell bis Brodwell zeichnete, war und ist einfach nur erbärmlich. Nach Sandys launch 5 bzw. gar 6 Jahre (!) Rumgekrebse auf peinlichsten IPC-Niveau. Bei einer nahezu toten Taktschraube. Apple-Ingenieure lassen sich eben nicht mit PR-Folien einlullen. Die sehen das eben genauso realistisch wie Geekbench5 es abbildet. 6 Jahre lang nur noch mini-Ticks.
Was man nicht verdrängen sollte: MultiThreading ergibt sich auch nur aus IPC pro Kern + Optimierung der Syncronisierung. Auch das ist erbärmlich, wenn man über Generationen zum Vergleich gleiche Kernzahl nimmt. Oder, vergleicht, mit wieviel mehr Kernen man wieviel mehr erreicht.
Das ist auch bis Neuzeit so geblieben. Geekbench5 Singlethreaded 8086k vs. 10900k ist zum Fremdschämen. 1313 zu 1404. Multithreaded steht es 6940 zu 10967. MT wäre fast schon ok, wenn man komplett verdrängt, daß hier 12 Threads gegen 20 Threads arbeiten. Erbärmlich.
Das hat Apple anscheinend schon beim Haswell kommen sehen und hat sich insgeheim von Intel nicht mehr vollquatschen lassen und mit der Eigententwicklung ab da mit voller Ernsthaftigkeit angefangen. Zurecht.
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Wenn es passt dann ist es das Schnellste Produkt "in seiner Klasse", schneller als alle PCs "im Segment" oder auch das "schnellste Apple Produkt aller Zeiten", ....
Ich war überrascht, dass der gleiche Chip im MacBook Pro verwendet wird, wie auch in (den klassisch deutlich schwächeren) MacBook Air und Mac Mini Modellen.
Vielleicht gibt es hier noch Unterschiede beim Takt oder bei der SSD.
Die erwähnte Kühlung und damit weniger Drosselung kann es ja wohl nicht sein.
Auch typisch ist dass sie ausgewählte Partner zeigen, die die neue Architektur preisen.
Adobe ist fast immer dabei.
Microsoft war es in der Vergangenheit aber auch (Office).
Und Webentwickler wurden gar nicht erwähnt.
Da gibt es bisher gar keinen Ausblick wie die Performance aussieht mit Docker, Java (JetBrains IDEs) und Unix nahen Anwendungen (PHP, node.js, nginx, ...).
Kann sein, dass die Performance passt - aber gesehen habe ich noch keine Zahlen.
Auch offen bleibt die Frage ob man weiterhin Unix nah bleibt - sprich setup von Bibliotheken gleich funktioniert wie unter Linux.
Im Vergleich zur Mac-Vorgängergeneration mit Intel-CPUs auf x86-Basis soll der M1 laut Angaben von Apple allerdings eine bis zu 3,5-mal schnellere CPU-Leistung, eine bis zu sechsmal schnellere GPU-Performance und bis zu 15-mal schnelleres maschinelles Lernen bieten, bei einer gleichzeitig bis zu zweimal längeren Akkulaufzeit. Mit seiner Leistung und Effizienz soll der M1 demnach auch den bisher größten Schritt für den Mac überhaupt bedeuten.