Anno 117: Pax Romana - So funktioniert der neue Forschungsbaum
In Anno 117: Pax Romana entscheidet Wissen über den Erfolg deines Imperiums. Entdecken Sie, wie der neue Forschungsbaum die Spielweise verändert und Spieler vor spannende strategische Herausforderungen stellt.
Eine der großen Neuerungen in Anno 117: Pax Romana ist der Forschungsbaum. Doch wie funktioniert der? Das haben die Entwickler nun in einem Blog-Beitrag erläutert. Klar: Über den Forschungsbaum schaltet man Technologien frei, die zusätzliche Optionen und Verbesserungen für viele Aspekte der Herrschaft bieten. Doch die Anno-Entwickler haben ein paar spezielle Spielmechaniken untergebracht.
Wer sich noch an Anno 1800 und den DLC um das Land der Löwen erinnert, weiß, dass man Forschungspunkte benötigt, die man steigern konnte. In Anno 117: Pax Romana gilt das Prinzip auch, wurde aber modifiziert. Man baut zunächst ein spezielles Gebäude, den Grammatikus. Der schaltet nicht nur den Forschungsbaum frei, sondern muss schlau platziert werden, denn Wissen generieren die umliegenden Gebäude. Je besser das Gebäude platziert ist, desto mehr Wissen wird pro Takt (eine Minute) generiert. Der Grammatikus ist ab der zweiten Bevölkerungsstufe in Latium verfügbar. Anders als in alten Spielen wirkt das Schulgebäude nicht nur auf Wohnhäuser, sondern auch auf Produktionsgebäude.
Wissen erzeugen
Wissen wird außerdem erzeugt, wenn man Bewohner mit bestimmten Waren versorgt. Schreibtafeln etwa erzeugen in der dritten Bevölkerungsstufe drei Wissen pro Takt und Haus. Dabei gilt aber auch, dass es Negativeffekte gibt, denn die Versorgung mit Wein stärkt den Glauben und senkt das Wissen um eins pro Takt. Das ist eine wirklich neue Spielmechanik in Anno 117: Pax Romana. Zwar gab es schon zuvor Negativeffekte - wie die Schönheit in Anno 1800 -, aber Versorgungsgüter wirkten stets positiv.
Wissen nutzen
Das erzeugte Wissen kann dann im Forschungsbaum in drei Kategorien verwertet werden, was Spielern ermöglichen (und sie sicher auch zwingen) soll, Schwerpunkte für die Siedlung zu setzen. Das Wissen wird ausreichen, um bis ins Endspiel alle Technologien freizuschalten, aber nicht jede Technologie ist in jeder Provinz verfügbar.
Im frühen und mittleren Spiel muss man sich für Schwerpunkte entscheiden und kann so Herausforderungen auf eine andere oder effizientere Art und Weise angehen, denn im Anspieltermin waren die Wissenskosten happig. Eine Latrine kostete 8.000 Wissenspunkte. Generiert man 800 Wissen, benötigt man 10 Minuten; bei 200 Wissen schon 40 Minuten. Zum Glück gibt es eine Warteschlange, aber ...
Über den Forschungsbaum erlangt man Technologien nun langsamer und bewusster als noch in Anno 1800. Die Entwickler erklären das anhand des Reparaturkrans: "... in Anno 1800 [der] einfach durch den Fortschritt irgendwann zwischen verschiedenen anderen neuen Gebäuden freigeschaltet - aber den Spielern wurde das nie erklärt. Mit dem Entdeckungsbaum ist die Freischaltung des Reparaturkrans eine bewusste Entscheidung und stellt sicher, dass die Spieler wissen, dass sie ihn freigeschaltet haben und ihn nun zur Reparatur ihrer Schiffe nutzen können."
Quelle: Ubisoft
Einige Technologien und "Tore" sind auch Provinz-spezifisch. Wenn Sie zum Beispiel von Latium nach Albion expandieren, können Sie eine Entdeckung erforschen, die es Ihren Holzfäller ermöglicht, Bäume auf den weiten Wiesen zu pflanzen, anstatt sich rein auf Waldgebiete zu verlassen.
Und das sieht man dann auch im Forschungsbaum, denn hinter den Kategorien stecken zig zu entdeckende Technologien. Spannend sind eher die Pfade zwischen den Technologien, und da gibt es Engstellen, zu denen man sich entwickelt und die den Übergang zu einem neuen Set an Technologien sind. Sie dienen quasi als Meilensteine.
Wissen kanalisiert
Dieses langsame und sortierte Vorgehen ist auf dem Papier sinnvoll, denn es erleichtert den Einstieg in die Anno-Welt, und in Anno 117: Pax Romana sollen rund 150 Technologien zum Release verfügbar sein. Anno 1800 hatte schnell das Problem mit den Zusatzinhalten, dass Spieler erschlagen wurden. Das entschärft man über den Technologiebaum potenziell langfristig in den Entwicklungsfortschritt hinein. Ob es sich dann gut spielt, das wird sich zeigen müssen. Was gibt es zu erforschen? Drei Beispiele werden genannt:
- Gepflasterte Straßen: Sie sehen nicht nur viel schöner aus als unbefestigte Straßen, sondern lassen Ihre Transporter auch schneller fahren, was die Reichweite von Gebäuden erhöht. Ein Klassiker.
- Blut von Terra: Wenn man nur tief genug gräbt, findet man überall Eisen! Dies ermöglicht den Abbau von Eisenerz auch auf Inseln ohne natürliches Vorkommen - wenn auch mit stark reduzierter Produktivität.
- Beschützendes Gefolge: Eine persönliche Wache kann nie schaden. Diese Entdeckung steigert die Moral und Zähigkeit Ihrer Auxilia-Truppen.
Da der Wissensbaum eine Neuerung für Anno ist, wurde er in der Entwicklung bereits mehrfach umgebaut. Sowohl visuell - Verbesserung der Struktur und der Lesbarkeit, Erleichterung der Übersichtlichkeit - als auch inhaltlich: welche Entdeckungen sind sinnvoll, wo wollen wir einen Schwerpunkt setzen. Übrigens hat er noch keinen deutschen Namen - im Moment ist es nur der Discovery Tree.
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