Android-Sideloading: Ab 2026 nur noch mit Entwickler-Verifizierung
Google schränkt Androids Offenheit ein: Ab 2026 ist Sideloading nur noch mit verifizierten Entwicklern möglich. Ziel ist mehr Sicherheit - doch die Freiheit der Nutzer leidet.
Android ist im Vergleich zu iOS als offenes System gestartet. Während Apple sein Betriebssystem stets hermetisch abriegelte und nur auf regulatorischen Druck hin öffnete, lässt sich unter Android beliebiger App-Code per Sideloading installieren. Das birgt allerdings gewisse Sicherheitsrisiken, die insbesondere auf Smartphones zu einem Problem werden können.
Selbst der Google Play Store ist im Vergleich zum Apple App Store ein Wilder Westen mit wenig vorab kuratiertem Inhalt. Problematische Apps werden üblicherweise erst entfernt, wenn Nutzer sie melden. In der Anfangszeit konnte man im Android Market sogar Malware einfach so veröffentlichen. Die Sicherheit hat sich zwar verbessert, wirkt im Vergleich zu Apples Prozess aber nach wie vor weniger robust.
In der Folge möchte Google ab 2026 Sideloading unter Android erschweren. Es soll zwar nicht abgeschafft werden, aber Entwickler müssen sich künftig verifizieren lassen - ohne diese Verifizierung soll es kein Sideloading mehr geben. Schließlich seien Apps von Drittanbietern um den Faktor 50 gefährlicher.
Google vergleicht das Konzept mit einer "Passkontrolle am Flughafen". Bereits 2023 startete die Pflicht, dass sich alle Android-Entwickler verifizieren müssen, wenn sie den Play Store nutzen wollen; nun soll dies ausgeweitet werden. Alle Apps sollen die gestreamlinte Android Developer Console durchlaufen. Dort müssen sie sich verifizieren und die APK registrieren, die anschließend signiert wird.
Google will die Apps nicht inhaltlich prüfen. Bei Problemen sind die Apps und ihre Entwickler dadurch jedoch leichter verfolgbar. Zudem erlaubt es Google, Android stärker abzuschirmen, da nur noch signierter Code auf zertifizierten Geräten ausgeführt werden kann.
Der Startschuss soll im Oktober 2025 fallen. Ab März 2026 führt dann kein Weg mehr an der neuen Entwicklungsumgebung vorbei. Im Laufe des Jahres sollen die Märkte Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand folgen, während ab 2027 weltweit die neuen Regeln gelten.
Gleichzeitig müssen Anbieter wie Google und Apple Drittanbietermarktplätze zumindest in der EU aus Wettbewerbsgründen zulassen. Auch mit signierten Entwicklern werden diese jedoch stets ein gewisses Risiko bergen. Allzu lange wurde dieses Risiko aber auch als Vorwand benutzt, die Systeme hermetisch abzuschließen - im Falle von Apple bedeutete das sogar, dass Apps keinen Zugang zum NFC-Chip erhielten. Während also die Sicherheit bei Android steigen dürfte, wird die Offenheit reduziert.

Aber APKs brauchen in Zukunft möglicherweise ein Zertifikat.
Die Erstellung eines Zertifikats ist nur von verifizierten Entwicklern, die Google? gewhitelistet? hat möglich sein.
Ohne Zertifikat wird Android die installation verweigern.
Edit: Was ich vergesse haben zu sagen.
Damit gibt sich Google aber die alleinige Kontrolle darüber, wer bzw was man auf Android installieren kann/darf.
Vielleicht ist ja bis dahin auch Ubuntu mit seinem neuen Anlauf auf Smartphones mit Ubuntu Touch soweit - es soll wohl schon ganz gut auf dem Pixel 3a bis FairPhone 5 laufen; auf dem Volla Phone ja eh.
https://support.apple.com...