Alpha Protocol im Hands-on-Test: Wie gut ist das Agenten-Rollenspiel?
Nach einem guten halben Jahr Verspätung soll das Agenten-Action-Rollenspiel Alpha Protocol jetzt am 28. Mai 2010 erscheinen. Auf der GDC in San Francisco konnte PC Games Hardware das so gut wie fertige Rollenspiel unter die Lupe nehmen, das für PC, Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen wird.
In den letzten Monaten waren die Entwickler bei Obsidian Entertainment (Knights of the Old Republic 2, Neverwinter Nights 2) damit beschäftigt, das an moderne Bioware-Titel erinnernde dynamische Dialogsystem und die unterschiedlichen Spielverläufe des Agenten-Rollenspiels Alpha Protocol noch einmal komplett auf Stimmigkeit zu trimmen. "Manche Spiele enden auf unterschiedliche Weise, Alpha Protocol besitzt bereits verschiedene Mittelteile", grinst Assistant Producer Matthew Hickman, der den Titel beim Publisher Sega betreut und ihn uns stilecht im über 100 Jahre alten Palace Hotel vorführt.
Alpha Protocol Hands-on-Test: Küssen oder kloppen?
Dass unsere Entscheidungen einen deutlichen Einfluss auf den Verlauf der Agentenabenteuer um den CIA-Spezialisten Michael Thornton nehmen, führt uns Matthew Hickman anhand ein und der selben Szene vor. Agent Thornton kehrt darin in einen sicheren Unterschlupf zurück, wo eine Verbündete namens Madison auf ihn wartet. Szenario 1: Thornton stupst die schlafende Madison vorsichtig an, wir unterhalten uns mit ihr über die neuesten Nachforschungs-Ergebnisse, bevor sich die Lippen der beiden Akteure berühren und die Kamera diskret wegschwenkt. Szenario 2: Thornton betritt den Unterschlupf und bekommt von einer ungehaltenen Madison eines übergebraten, bevor sie ungehalten davon stürmt.
Alpha Protocol Hands-on-Test: Kämpfe ohne Würfel
Weiter geht's mit einer Demonstration der Rollenspielkomponenten: Der von Matthew Hickman zum lautlosen Attentäter gemachte CIA-Agent muss eine Terroristenbasis in Saudi-Arabien infiltrieren, um gestohlene Raketen unschädlich zu machen. Mit der "Silent Running"-Fertigkeit flitzt Thornton von hinten an einen Terroristen heran und schickt ihn ins Reich der Träume. Geht natürlich nicht so glatt wie gewünscht und schon fliegen die blauen Bohnen. Jetzt zahlt es sich aus, ein paar Fertigkeitspunkte in Zielgenauigkeit gesteckt zu haben: Das Fadenkreuz gibt schneller grünes Licht für einen Treffer. "In Alpha Protocol bestimmen keine unsichtbaren Würfel, ob ihr trefft oder nicht", erklärt Hickman.
Alpha Protocol Hands-on-Test: Falsches Spiel mit Michael Thornton
Natürlich gibt's im Eifer des Gefechts kleine Hilfsmittel: Die Fertigkeit "Chain Shot" verlangsamt die Umgebung und ermöglicht das Anvisieren mehrerer Gegner, die dann einer nach dem anderen getroffen in sich zusammensinken - und eine Pausen-Taste friert die Action ein, um etwa einen Waffenwechsel zu ermöglichen. Seine Gesundheit frischt Agent Thornton mit Erste-Hilfe-Packs auf, während seine beschädigte Kleidung sich automatisch regeneriert. Ein paar Schusswechsel später wird's interessant: Nur mit einer Panzerfaust lässt sich der Transporter mit den gestohlenen Raketen stoppen - doch dann folgt ein Gespräch mit Terror-Chef Shaheed, der Thornton daran zweifeln lässt, wer hier jetzt der Bösewicht ist. Und zu allem Unglück rast noch ein Rudel Abfangjäger am Horizont heran ...
Alpha Protocol Hands-on-Test: Erstes Fazit
Unser Eindruck: Wer Rollenspiele und TV-Serien wie Alias und Mission Impossible mag, wird an Alpha Protocol seine helle Freude haben. Vor Ort hieß es zwar, dass das Spiel Ende Mai kommt. Bei Amazon.de nennt man aber den 25.6.2010 als Release-Termin.
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