Neue Netzteile für Intel Alder Lake-S? Leak legt höhere Spitzenlasten nahe

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Neue Netzteile für Intel Alder Lake-S?: Leak legt deutlich höhere Spitzenlasten nahe (1)
Quelle: Intel

Einem Leak zufolge ändert Intel für Alder Lake-S seine Netzteilanforderungen. Konkret würden bei gleichen TDP-Klassen die Peak-Stromlasten erhöht - zum Teil deutlich. Derartige PL4-Limits greifen zwar nur kurz, könnten im Zweifel aber höhere Netzteilklassen erfordern.

Die Gerüchteküche diskutiert erneut über Intels Alder Lake-S. Neuester Aufhänger sind vermeintliche Netzteilanforderungen, die über die Netzteil-Page der chinesischen Weibo-Webseite die Runde machen. Diese legen identische TDP-Klassen nahe - und doch steigen die Anforderung an den Energielieferanten mitunter deutlich. Es geht hierbei um höhere Spitzenlasten, genauer: höhere Limits für den CPU-abhängigen PL4-Lastzustand. Diese gelten zwar nur für eine Zeitspanne von 10 Millisekunden (Referenzwert), können ein Netzteil aber trotzdem zum Abschalten zwingen, wenn es die Spezifikationen nicht einhält.

Die Empfehlung für 165-Watt-Prozessoren kann man an der Stelle noch ausblenden, da nach bisherigem Kenntnisstand keine HEDT-CPU mit Alder-Lake-Technik ansteht und diese Zahl schon bei bisherigen Veröffentlichungen keine Bedeutung hatte, wenngleich ebenfalls von Intel kommuniziert. Spannender ist der Blick auf die drei anderen TDP-Klassen, sprich: 125, 65 und 35 Watt. Das entspricht so weit Rocket Lake-S - nur eben mit teils deutlich höheren Spitzenlasten. Bei einer 125-Watt-CPU würden die Spitzenströme von 34 Ampere (408 Watt) auf 39 Ampere (468 Watt) steigen, was einem Plus von 14,7 Prozent entspricht.

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Um 28,3 Prozent rauf geht es bei der 65-Watt-Klasse: und zwar von 30 Ampere (360 Watt) auf 38,5 Ampere (462 Watt). Mit 24,2 Prozent steigen auch die Anforderungen an 35-Watt-Prozessoren kräftig. Hier stellt der Leak 16,5 Ampere (198 Watt) 20,5 Ampere (246 Watt) gegenüber.

Alder Lake-S auch mit höherem Stromverbrauch?

Problematisch könnte das Ganze vor allem für ältere Multi-Rail-Netzteile sein, die ihre 12-Volt-Spannungsversorgung nicht über eine, sondern mehrere Schienen anbieten. Diese liefern pro 12-Volt-Schiene oft nur 20 Ampere, wobei Schutzschaltungen (Over Current Protection, OCP) bei 30 Ampere auslösen.

Mehr zum Thema: Alder Lake-S: UserBenchmark-Eintrag zeigt offenbar Core i9-12900(K)

Ob Alder Lake-S grundsätzlich mehr Strom verbraucht als seine Vorgänger, wird unabhängig von den höheren Spitzenanforderungen abzuwarten sein. Anscheinend geht es vor allem darum, die gefühlte Geschwindigkeit der CPUs zu verbessern, zum Beispiel beim Umschalten von den schwachen auf die starken Kerne. Da kann eine kurze Stromspitze ansonsten spürbare Verzögerungen womöglich ausräumen. Ein Leaker hielt Ende Juli allerdings auch Turbo-Lasten jenseits der 200 Watt für möglich.

Quelle: weibo.com via Twitter

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    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Er war damals Stand der Technik für Grakas.
        FX Flow hatte eine selbst für Referenzkühler kleine Lamellenoberfläche, einen absolut unüblichen (und ebenfalls arg kleinen) Radiallüfter und eine vollkommen missratene Luftführung. Das Ding hat versucht, sich so weit wie möglich vom Stand der damaligen Technik zu entfernen und dabei wurde bis auf den Einsatz einer Heatpipe so ziemlich alles falsch gemacht. Trotzdem glaube ich mich dunkel zu erinnern, dass die Kühlleistung durchaus Reserven für einen erträglichen Betrieb geboten hätte, wären damals schon temperaturabhängige Steuerungen üblich gewesen. Zu beachten wäre außerdem, dass FX Flow zwar für damalige Zeiten ungewohnt sperrig war, aber nur rund 20 Prozent des Volumens eines 3090-Referenzkühlers brauchte bei einem geradezu lächerlichen Gewicht.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Er war damals Stand der Technik für Grakas.
        FX Flow hatte eine selbst für Referenzkühler kleine Lamellenoberfläche, einen absolut unüblichen (und ebenfalls arg kleinen) Radiallüfter und eine vollkommen missratene Luftführung. Das Ding hat versucht, sich so weit wie möglich vom Stand der damaligen Technik zu entfernen und dabei wurde bis auf den Einsatz einer Heatpipe so ziemlich alles falsch gemacht. Trotzdem glaube ich mich dunkel zu erinnern, dass die Kühlleistung durchaus Reserven für einen erträglichen Betrieb geboten hätte, wären damals schon temperaturabhängige Steuerungen üblich gewesen. Zu beachten wäre außerdem, dass FX Flow zwar für damalige Zeiten ungewohnt sperrig war, aber nur rund 20 Prozent des Volumens eines 3090-Referenzkühlers brauchte bei einem geradezu lächerlichen Gewicht.
      • Von BigYundol BIOS-Overclocker(in)
        Keine Sorge, ich bleib beim energieeffizienteren AMD, begrenze die CPU notfalls mit kaum Leistungsverlust auf 65W TDP und werde dafür mein 600W-Netzteil noch ein paar Jährchen behalten
      • Von Eyren
        Zitat von BxBender
        Intel ist einfach nur noch lächerlich.

        Jeden Tag kommen Klimawandelberichte im TV und im Radio.
        Anstatt also mal mit einer neuen Fertigung und Technik für niedrigere Höchstlasten zu wählen, die seit Jahren Kernkritik an der Firma sind, wird jetzt alles noch weiter wortwörtlich auf die Spitze getrieben?
        No-Go, No-Buy.
        Die sollen zusehen, dass die "125 Watt" hier und da auch mal maximal genutzt werden.
        Das reicht für eine CPu nämlich völiig aus.
        Sehr löblich das du dies so siehst aber die Realität ist doch eine andere und das hat weder Intel noch AMD verschuldet.

        Schuld sind doch wir die Konsumenten. Wir wollen doch immer schneller, höher, weiter.

        Was glaubst denn du was in diesem Forum passieren würde, wenn die nächste CPU-Gen keinen Leistungszuwachs sondern nur Stromersparnis bringen würde.

        400fps auf einem 60Hz fhd-Panel in CS:GO sind nicht genug! Da muss noch das Oc stattfinden damit die 225W auch sicher durchgehen.

        Zeitgleich natürlich in sozialen Medien beschweren das hier das Klima gebeutelt wird, ist grade im Trend also dran bleiben. Böses Intel.

        Und nein ich bin nicht besser mit meinem 1200W Netzteil, was ich leider bisher nicht schaffe aus zulasten. Aber ich beschwere mich auch nicht mehr, wenn die 4090 dann mal 600W zieht kauf ich mir halt ein 2kW Netzteil.
      • Von IronAngel BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Atma
        Was für ein Tobak. AMD selbst empfiehlt für die Vega 56 ein 650W NT. Selbst wenn wir 100W abziehen, um praxisnaher zu werden bleibt es immer noch bei 550W. Die Physik können auch Single-Rail NTs nicht überlisten und dass ein 550W NT bei einer GPU die im schlimmsten Fall beim Peak tatsächlich 500W oder mehr zieht die Grätsche macht ist nun wirklich kein Vorwurf. Der Rest vom System will auch mit Strom versorgt werden.

        Von den möglichen Peaks der Vega 64 fange ich besser gar nicht erst an.
        Ich bezweifel das die Peaks bei Vega 56 Stock bei 500 Watt sein sollen. Pauschal sollte man bei der GPU immer 100 Watt drauf schlagen, dann ist man gut dabei.

        Wenn neuere Netzteile auch im niedriglast Bereich sparsam sind. Spricht ja nichts gegen ein größeres Netzteil.

        Ansonsten ich gehe auch nicht den Trend mit. Mehr wie 200 - 250 Watt für die GPU möchte ich einfach nicht verbauen. Wird mir zu laut.
      • Von matti30 Software-Overclocker(in)
        Pu244

        da ich wohl bei WQHD 144Hz bleibe und nicht jedes Game auf ultra haben muss, sollten die 8 GB keine Probleme machen. Habe aber noch ein Stepup auf die 3080 FTW am laufen.
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