AMD Zen 2: Benchmark-Showdown - 1 × Rome gegen 2 × Intel Xeon
Auf dem Next-Generation-Event in San Francisco stellte AMD nicht nur die nächste Zen-Generation in Form des Server-Prozessors Rome vor - der Naples-Nachfolger musste seine Leistung auch gegen gleich zwei Xeon-CPUs von Intel beziehungsweise zwei Naples-Chips unter Beweis stellen.
AMDs CEO Lisa Su zählt zu den Hauptverantwortlichen, die AMDs CPU-Sparte mit der Zen-Architektur wieder auf den richtigen Kurs gebracht haben. Deshalb ließ es sich die Chefin auf dem Next-Horizon-Event in San Francisco auch nicht nehmen, Rome, die weltweit erste 7-nm-CPU mit Zen-2-Technologie, stolz den versammelten Journalisten und Analysten zu präsentieren. Su zeigte den Anwesenden außerdem eine beeindruckende Demo, in der ein einziger Rome-Chip einem Server mit zwei Spitzenprozessoren von Intel die Rücklichter zeigte.
Wer im Zeitalter von "Fake News" mutmaßen sollte, dass diese Bilder auf den Leinwänden ja auch vorweg aufgenommen worden sein könnten beziehungsweise gar nicht zu den entsprechenden Systemen gehören würden, den können wir beruhigen: Etwas später durften wir die Demo - jetzt um einen Dual-CPU-Server von AMD erweitert - noch einmal live ansehen.
Auf die Plätze, fertig ... Raytracing!
Für die Demo setzte AMD auf den Benchmark C-Ray, der als Open-Source-Programm nicht nur auf einen Hersteller optimiert ist. Um die Gleitkommazahl-Fähigkeiten einer CPU zu testen, berechnet er per Raytracing eine 1.600 × 1.200 Bildpunkte große Szene. Um Aliasing zu vermindern, werden pro Pixel acht Lichtstrahlen eingesetzt. Pro CPU-Kern kommen bei C-Ray 16 Threads zum Einsatz.
Das freut AMDs Rome-CPU, die mit ihren 64 Zen-2-Kernen über große Leistungsreserven verfügt. C-Ray ist darauf nach 27,7 Sekunden fertig - und weil der Server nur luftgekühlt arbeitet, nicht übertaktet ist und die Treiber obendrein noch nicht final optimiert sind, soll laut AMD noch mehr Leistung möglich sein. Spoiler-Alarm: Damit ist Rome 9,2 Prozent schneller als der schon erwähnte Intel-Server.
Bei diesem brauchen zwei Xeon-Platinum-8180M-Prozessoren der Konkurrenz für den gleichen Benchmark-Durchgang 30,5 Sekunden. Zum Vergleich ließ AMD am Nachmittag C-Ray noch auf einem dritten Server laufen: Darin tickten zwei Epyc-7601-CPUs, die auf der aktuellen ersten Zen-Generation basieren (Codename Naples) - und mit 28,4 Sekunden immerhin noch rund 6,9 Prozent flinker als die Intel-Vertreter waren.
Quelle: PC Games Hardware
Allein gegen alle: Ein Server mit einer Rome-CPU (mitte) schlägt im C-Ray-Benchmark Dual-Core-Systeme von Intel (links) und AMD (rechts).
Mehr Leistung für weniger Geld
Wer jetzt moniert, dass Intels CPUs zusammengerechnet nur 56 Kerne besitzen, Rome beziehungsweise zweimal Naples aber derer 64, darf die Preise für die Chips nicht vergessen. Ein Xeon Platinum 8180M kostet derzeit - Stand 7.11.18 - rund 10.500 US-Dollar, ein Epyc 7601 wechselt schon für rund 4.600 Dollar den Besitzer. Die für ein Dual-Sockel-System benötigten zwei CPUs schlagen also mit rund 21.000 beziehungsweise 9.200 Dollar zu Buche.
Da wir davon ausgehen können, dass AMD den Preis für einen Rome-Chip etwa in der gleichen Größenordnung wie Naples ansetzen dürfte, wäre das eine Kostenersparnis von rund 75 Prozent. Obendrein soll Rome Pin-kompatibel zu Naples sein. So können gerade kleinere Firmen oder Forschungsanstalten und Universitäten ihre bestehenden Systeme aufrüsten, ohne gleich teure neue Server mit neuen Platinen kaufen zu müssen.
Quelle: AMD
AMD Zen 2: Benchmark-Showdown - 1 × Rome gegen 2 × Intel Xeon
Kern-Wettrennen
Klar, Intel hat mit dem hektisch zwei Tage vor AMDs Event angekündigten Cascade Lake-AP jetzt auch die AMD-Philosophie mit mehreren Einzelchips pro CPU übernommen, kommt damit aber dennoch nur auf 48 Kerne, 16 weniger als Rome. Und anders als Rome wird Cascade Lake nicht in platzsparender und energieeffizienter 7-nm-Technik gefertigt. Intel setzt derweil noch immer auf 14 Nanometer, die schon vor vier Jahren beim Broadwell-Chip zum Einsatz kamen. Beide Prozessoren sollen 2019 auf den Markt kommen.
Wo wir von Kernen sprechen: AMD verbaut bei Rome gleich neun Chips, davon acht Chiplets, wie CTO Mark Papermaster sie tauft, und einen I/O-Die. Darin befinden sich je acht Rechenkerne, die über die nächste Generation der Infinity Fabric verbunden sind. Darüber sowie über weitere Details wie Taktrate und Preis der nächsten Epyc-Generation schwieg sich AMD auf dem Next-Generation-Event noch aus. Gut möglich, dass im Januar auf der CES in Las Vegas weitere Details verkündet werden.
Zen 3 und 4 sind in der Mache
Derweil arbeitet AMD laut Lisa Su bereits an Zen 3 und Zen 4. Während Zen 3 mit 7-nm-Technik für 2020 angepeilt ist, gab es in San Francisco noch kein Datum für die übernächste Zen-Generation. Wohl aber sagte Su, dass sich der Prozessor in der "Design-Completion-Phase" befinde und damit ziemlich fortgeschritten sei.
Mehr zum Multi-Chip-Aufbau von Rome: Zen 2: AMD zeigt Epyc mit 9 Dies - ca. 1.000 mm² Silizium
AMD hält Intel also auch in Zukunft auf Trab - und PC-Spieler können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, die Vorzüge der nächsten Zen-Generationen auch auf AMDs Consumer-CPUs wieder zu finden.
Was ich damit sagen will ist,das man von einem es sample zu einem fertigen nicht mehr so viel sich verändern wird.Das meiste steht ja schon fest.Das heißt ihr erwartet noch wunder bei der optimierung.Ist ja bei intel auch so.Gewisse funktionen die es schon seid etlichen jahren gibt ,wird auch bei einem es sample 100 % funktionieren weil das eben grundfunktionen bzw standards sind die sich schon seit jahrzenten etlabiert haben.Viellecht werden einige neueren future nicht so gut oder garnicht gehen.Was sind denn bei den neuen ES versionen bei dem neuen Przessor denn alles so dazugekommen und bei intel ES vs Retail version.
Ja ich weis das dies eigentlich Server CPUS sind,das heißt ich verwende nur einen bruchteil der ganzen CPU und future.Da kann ich mich ja wirklich entspannt zurücklehnen und muss mir keine sorgen machen das das was ich brauche am ende doch nicht gehen wird trotz ES sample(habe ich noch garnicht getestet,aber wird schon funzen denke ich)
Hi, das ist also eine es cpu. Was da wohl schon alles machbar ist. Welche einschränkung zu erwarten sind. Da ich also einzige anwendubg videos in h264 umwandle, denke jch mal das es mir egal sein kann das nicht alles bei dsr cpu funktiobieren oder seid ihr der anderen meinung?
Der 9900K wird bei gleicher Lesitung immer etwas sparsamer bleiben.
Ich hab bisher ziemlich ähnliche Verteilungen gesehen wo Ryzen oder wo Intel effizienter war. Und dabei spielt das Board eine entscheidende Rolle (Boardverbrauch und was wird der CPU zugestanden)
Was den Preis angeht, denke ich, dass er sich nach Volumen und dem Kunden richten wird. Aber einen Anreiz zum Wechsel muss es geben = billiger, sonst werden nur die ausfallenden Systeme ersetzt oder neu ausgeschriebene Auftraege auch mal an AMD erteilt. Bis dann Epyc bei allen Serversystemen durchgesickert ist, dauert es dann 10 Jahre. Solange wird Intel mit dem Konter nicht warten und dann ist der Vorteil Pfutsch.
Der 9900K wird bei gleicher Lesitung immer etwas sparsamer bleiben.