AMD Zen + Vega: Subor-Spielekonsole mit Fenghuang-Custom-APU im ersten Test
Die Subor-Z-Plus-Konsole aus China mit einer AMD'schen Custom-APU bestehend aus vier Zen-Kernen und 1.536 Vega-Shadern wurde einem ersten Vorabtest unterzogen. Darin weiß der Prozessor mit dem Codenamen Fenghuang im Vergleich zu Sonys Playstation 4 Pro zu gefallen, lediglich Kinderkrankheiten bei der Software und der knappe GDDR5-RAM trüben das Bild.
Anfang August hat der chinesische Hersteller Zhongshan Subor die Subor Z Plus angekündigt, die mindestens in China mit den eingesessenen Konsolen, der Playstation 4 (Pro) und Xbox One (X), konkurrieren soll. Das Herzstück bildet eine Custom-APU aus dem Hause AMD, die quasi ein aufgebohrter Raven Ridge darstellt. Eine erste Version nutzt Windows 10 IoT Enterprise, später soll eine Variante mit einem angepassten Betriebssystem folgen, die konsolenartiger agiert. Die Webseite eurogamer.net ist nun an ein Vorserienmodell der Subor Z Plus mit dem normalen Windows 10 IoT Enterprise gekommen und hat sie einem ersten Hands-On-Test unterzogen.
Fenghuang-Custom-APU mit Zen und Vega
Ein Blick in das Handbuch und den ausgelesenen Spezifikationen erweitern das Datenblatt. Bekannt war bereits, dass der Siliziumchip monolithisch aufgebaut ist, CPU und GPU also verschmelzen. Die vier Zen-Kerne können dank SMT acht Threads abarbeiten und takten bei Last fest mit 3,0 GHz. Wie groß die Caches ausfallen, ist nicht bekannt. Dazu gesellen sich 24 Compute-Units mit 1.536 Shadern, die als Vega beworben werden und mit 1.300 MHz rechnen. Das resultiert in einer theoretischen FP32-Rechenleistung von 4,0 TFLOPS. Die 8 GiByte GDDR5-RAM sind mit 4.000 MHz an 256 Bit angebunden, was in einer Bandbreite von 256 GB/s resultiert. Sie dienen als Arbeits- und Grafikspeicher.
| Modell | Subor Z Plus | Xbox One X | PS4 Pro |
|---|---|---|---|
| Grafikeinheit | |||
| Architektur | AMD GCN Gen 5 (Vega) | AMD GCN Gen 4+ | AMD GCN Gen 4+ |
| Shader/SIMD/TMUs | 1.536/24/vmtl. 96 | 2.560/40/160 | 2.304/36/144 |
| Rasterendstufen (ROPs) | vmtl. 32 | 32 | 32 |
| maximaler GPU-Takt | 1.300 MHz | 1.172 MHz | 911 MHz |
| SP-Rechenleistung | 4,0 TFLOPS | 6,0 TFLOPS | 4,2 TFLOPS |
| Prozessor | |||
| Architektur | AMD Zen | AMD Jaguar | AMD Jaguar |
| Kernanzahl/Threads | 4/8 | 2 × 4/8 | 2 × 4/8 |
| maximaler CPU-Takt | 3,0 GHz | 2,3 GHz | 2,1 GHz |
| Fertigungsprozess | 14 nm FinFET (vmtl. GF) | 16 nm FinFET TSMC | 16 nm FinFET TSMC |
| Die-Size | geschätzt knapp 400 mm² | 360 mm² | unbekannt |
| Speicher | |||
| Typ | 8 GiByte GDDR5 | 12 GiByte GDDR5 | 8 GiB GDDR5 + 1 GiB DDR3 |
| RAM für Spiele | unbekannt | 9 GiByte GDDR5 | 5,5 GiByte GDDR5 |
| Frequenz | 4.000 MHz | 3.400 MHz | 3.400 MHz |
| Interface | 256 Bit | 384 Bit | 256 Bit |
| Datentransferrate | 256 GB/s | 326 GB/s | 218 GB/s |
Interessant: Die iGPU wird mit der Device-ID "15FF" ausgelesen. Der früher aufgetauchte Codename Fenghuang sollte folglich zu der Custom-APU gehören. Physisch müssten demnach 28 Compute-Units (1.792 Shader) vorhanden sein, von denen vier zugunsten der Ausbeute deaktiviert wären. Anandtech.com hat den Die auf knapp 400 mm² geschätzt, sodass eine Redundanz definitiv sinnvoll erschiene. Tools (vermutlich CPU-Z) nennen laut eurogamer.net derweil eine Fertigung in 14 nm, sodass Globalfoundries den Auftrag erhalten haben dürfte.
Die Software, allem voran der Grafiktreiber, soll derweil noch nicht final sein, weshalb die Performance nicht abschließend bewertbar sei. In synthetischen Benchmarks weiß die Custom-APU aber schon jetzt zu gefallen: Im 3DMark Time Spy wurden 3.295 Punkte erzielt - fast zehn Prozent mehr als Intels Kaby Lake-G mit Polaris-22-GPU und HBM2 schafft. Im Cinebench hinken die vier Zen-Kerne wegen des vergleichsweise geringen Taktes von 3,0 GHz hinterher. Deutlich schneller als die acht Jaguar-Kerne in der Playstation 4 (Pro) und Xbox One (X) sind sie aber allemal. Im Praxiseinsatz schafft die Subor Z Plus 60 Fps in Full HD, wo die Playstation 4 Pro auf 30 Fps begrenzt ist, darunter zum Beispiel in Destiny 2.
8 GiByte Speicher sind sehr knapp
Probleme soll es jedoch häufig bei der CPU-Auslastung geben, was eurogamer.net auf den Speicher zurückführt. Die 8 GiByte GDDR5-RAM stellen die Achillesferse der Konsole dar: Für die iGPU stehen lediglich 2 GiByte zur Verfügung, was im Jahre 2018 mehr als knapp bemessen ist - spezifische Optimierungen, die Speicher sparen, gibt es anders als bei Microsoft und Sony nicht. Im Desktop haben vergleichbare Grafikkarten 4 bis 8 GiByte RAM.
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Ansonsten scheint der chinesische Hersteller vieles richtig gemacht zu haben. Zwei 2,5-Zoll-Schächte sind direkt zugänglich, womit Nutzer die Datenträger einfach austauschen können. Standard mäßig stecken eine 128 bis 256 Gigabyte große SSD für das Betriebssystem und eine 1-TByte-HDD im Gehäuse. Die Leistungsaufnahme im Leerlauf wurde an der Steckdose mit 55 bis 60 Watt gemessen, unter Last mit bis zu 185 Watt. Dabei agiere das Gerät deutlich leiser als die Playstation 4 Pro.
Unsicher ist zu guter Letzt, ob es die Konsole im westlichen Teil der Erde geben wird. Mit einem Universalnetzteil, das mit 100 bis 240 Volt umgehen kann und einen Kaltgerätestecker nutzt, ist jedenfalls die passende Grundlage geschaffen. In China ruft Zhongshan Subor knapp 550 Euro exklusive Steuern auf, womit die Subor Z Plus eine interessante Option darstellen würde.

Zen2 ist noch nicht sicher meine ich gelesen zu haben im 3DCenter.
Navi gibts natürlich noch nicht.
und die Kiste primär genau für diese sein soll? (Deswegen auch Windows)
Ich denke was Platzbedarf, Kosten (Anschaffung & Strombedarf), als auch Power für die dortigen Spiele angeht, sollte das Ding dafür absolut optimal sein,
vor allem geht der Preis sicher ne Ecke runter, wenn man davon 20 Stück oder mehr nimmt.
Meine A12 im Notebook hat auch nur 512MB reserviert, gönnt sich aber zb im Superposition 4k die 4GB einfach dazu
Full HD war gestern