Ryzen 7 4700GE: Testmuster abgelichtet und im Speicher-Benchmark
Mit dem Ryzen 7 4700GE wurde kürzlich eines der Topmodelle der kommenden "Renoir"-APUs für den Sockel AM4 als Engineering Sample einem ersten Test unterzogen. Der Kombiprozessor überzeigt dabei mit gutem RAM-Support und niedrigen Latenzen.
Der Ryzen 7 4700GE mit acht Kernen nebst SMT aus AMDs kommender APU-Reihe für den Desktop-Bereich setzt auf die aktuelle "Zen 2"-Architektur und kommt mit integrierter Grafikeinheit auf Vega-Basis mit 512 Streaming-Prozessoren daher, wobei das "E" im Namen für die Low-Power-Version mit einer TDP von 35 Watt steht. Die chinesische Webseite TecLab konnte nun ein vermeintliches Testmuster des Prozessors auf den Prüfstand stellen, wobei die Taktraten mit 3 GHz beziehungsweise 4 GHz (Boost) geringer ausfallen als beim finalen Modell mit 4,1 GHz und 4,35 GHz.
Dementsprechend wurde das Engineering Sample mithilfe des Mainboard-Modells Asus ROG STRIX B550-E auf die finalen Frequenzen übertaktet und zudem mit DDR4-4333-RAM bei Timings von 14-14-13-24 getestet, was eine deutliche Verbesserung für die Desktop-APUs der Ryzen-Serie darstellt. Anschließend musste sich das Setup im Cache- und Memory-Benchmark von AIDA64 beweisen.
Dabei wurde die FCKL-Taktfrequenz (Infinity Fabric Link Clock Speed) bei 2.166 MHz beibehalten, aber TecLab berichtet, dass Renoir-APUs auch einen FCLK um 2.200 MHz halten können. Dabei stachen vor allem die Latenzzeit von 49,1 Nanosekunden beziehungsweise 47,6 Nanosekunden bei Übertaktung auf 4,35 GHz hervor, was wiederum mit dem Mainboard ROG Crosshair Impact VIII erreicht wurde.
Diese Latenz ist deutlich geringer als bei den aktuellen Ryzen 3000-Desktop-Prozessoren (Matisse), wobei etwa der Ryzen 9 3900X eine Latenz von etwa 60 bis 70 Nanosekunden aufweist. Die deutlich geringere Speicherlatenz ist dabei wahrscheinlich mit dem monolithischen Design der Chips und der Aufteilung des L3-Cache verbunden (zwei CCXs mit 4 MiB), während die Matisse-CPUs bekanntlich auf ein getrenntes Chiplet-Design setzen (16 MiB per CCX). Unterdessen stehen für die Renoir-APUs im Desktop-Bereich womöglich bald auch vollwertige Tests ins Haus, denn laut Gerüchteküche könnten die neuen Modelle bereits ab Juli ihren Weg auf den Markt finden.
Bildergalerie
| Cores / Threads | Basistakt | Turbo-Takt | TDP | Compute Units | GPU-Takt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen 7 4700G | 8C/16T | 3,6 GHz | 4,4 GHz | 65W | 8 | 2,10 GHz |
| Ryzen 7 4700GE | 8C/16T | 3,1 GHz | 4,3 GHz | 35W | 8 | 2,00 GHz |
| Ryzen 5 4400G | 6C/12T | 3,7 GHz | 4,3 GHz | 65W | 7 | 1,90 GHz |
| Ryzen 5 4400GE | 6C/12T | 3,3 GHz | 4,2 GHz | 35W | 7 | noch nicht bestätigt |
| Ryzen 3 4200G | 4C/8T | 3,8 GHz | 4,1 GHz | 65W | 6 | 1,70 GHz |
| Ryzen 3 4200GE | 4C/8T | 3,5 GHz | 4,1 GHz | 35W | 6 | noch nicht bestätigt |
Quelle: TecLab via videocardz.com

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Zumindest bei den anscheinend zuverlässig erreichbaren IF Taktraten >2GHz könnte es interessant werden.
Und warum rufst du dann den Artikel überhaupt auf??
Ist die Frage, wie groß dann die Verbesserung bei Zen3 noch ist.
Schau mal hier: Renoir-APUs fuer AM4-Desktops: Niedrige Latenz durch hohen Fabric- und Speichertakt - ComputerBase