Ryzen 4000: Vermeer angeblich zu B450 kompatibel

78
News Andreas Link Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Ryzen 4000: Vermeer angeblich zu B450 kompatibel (1)
Quelle: PC Games Hardware

Vermeer wird der Nachfolger von Matisse bei AMD, also wohl die als Ryzen 4000 vermarkteten Mainstream-Prozessoren auf dem Sockel AM4. Und diese Prozessoren sollen laut einem Bericht auch mit B450 kompatibel sein.

AMD hatte bei Ryzen 3000 (Matisse) eine leicht suboptimale Situation mit den I/O-Hubs, was unter anderem dazu führte, dass der CPU-I/O-Die als X570 zweckentfremdet wurde. Die Situation soll sich bei Ryzen 4000 bessern, wo es wieder ein volles Line-Up vom Stammversorger AS Media geben soll, aber laut einem Bericht soll Vermeer, so der Codename des Matisse-Nachfolgers, auch zu B450 kompatibel sein.

Die Angabe fußt auf Angaben vom Schenker XMG, wo man technische Details zum Apex 15 veröffentlichte und da steht auch, dass der B450 die nächste Generation an Prozessoren unterstützen wird. Nötig sei nur ein Microcode-Update für das BIOS/UEFI. Das klingt generell auch nicht abwegig, denn AMD sagte bereits selbst, dass Ryzen 4000 noch einmal eine Evolution der Zen-2-Technik wird, bei der man Details verbessert, aber keine Wunder vollbringt. Das soll dann erst mit Zen 4 kommen, wofür man sich auch mehr Zeit einräumte.

Ganz interessant ist dabei, sollte es so kommen, dass man aus einem relativ kostengünstigen B450-Mainboard recht viel herausbekommen kann. Ein Wechsel von Ryzen 2000 auf Ryzen 4000 scheint möglich. Ob es Einschränkungen beim AGESA gibt, wird man abwarten müssen. Da gabs ja schon ein bisschen Gerangel beim letzten Generationswechsel, das aber dann nach etwas Theater wieder beigelegt wurde.

Auch lesenswert: AMD: Digitimes sagt positives Jahr 2020 dank Zen 3 und Zen 2 Mobile voraus

Das bietet Zen 3/Ryzen 4000 (Vermeer)

Die vierte Ryzen-Generation mit optimierter Zen-2-Technik soll im September starten, sagt ein Bericht des für gewöhnlich gut informierten Branchendienstes Digitimes. Die Prozessoren mit dem Codenamen Vermeer werden eine Evolution von Matisse sein, die vor allem optimiert ist. Zum einen wäre da der Prozesswechsel von 7 nm auf 7 nm Plus. Zum anderen wären da die Optimierungen an Zen 2, die dann als Zen 3 einfließen und sogar etwas mehr als die typischen 10 Prozent mehr Leistung bringen sollen. Zwischenzeitlich geisterten mal 17 Prozent mehr IPC (Pro-Takt-Leistung) durch die Medien. Die größte Änderung wird wohl am CCX-Design vorgenommen, für mehr Leistung und höhere Ökonomie in der Fertigung.

Es heißt, dass die CCX dann bis zu 8 statt 4 Kerne haben, was das Design vereinfacht und im neuen Arrangement besseren Zugriff auf den ganzen L3-Cache der CPU gewährt. Pro Kern wäre bei gleichbleibenden Caches dann 512 KiB L2- und 32 MiB L3-Cache drin, weil ein CCD im Mainstream aus einem CCX bestehen könnte. Das ist ein monolithischer Trend, den AMD ja eigentlich nicht gehen wollte, hier aber dank verbesserter Fertigung durchaus auch Vorteile haben kann. Ob die asynchrone Speicheranbindung geändert wird, ist unbekannt. Auf dem letzten Financial Day hatte AMD bereits bestätigt, dass Zen 3 2020 kommt.

Quelle: Reddit

Die besten CPUs von AMD in einer übersichtlichen Rangliste finden Sie in unserem PCGH-Ratgeber CPU.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
78
    • Kommentare (78)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von Rotkaeppchen
        Ich sehe, denke ich an alte Mainboards, die in neue CPUs mitgeschleppt werden, vor allem
        den Aufwand für die Mainboardhersteller, auch für alte Gurken noch das Bios zu ändern.

        Wer soll das bezahlen?
        Die Kunden, die einmal im Jahr eine neue CPU einsetzen wollen und deshalb nicht bereit sind, sich auch gleich ein neues Mainbard zu kaufen und den alten PC gesamthaft weiter zu nutzen. Bei den teils astronomischen Mainboardpreisen könnte man ruhig einen Support für 2-3 Jahre vom Mainboardhersteller erwarten, so lange AMD dies auch mitmacht.

        Zitat von Olstyle
        Fände ich tatsächlich nachvollziehbar. Die dafür nötige Infrastruktur um quasi personifizierte UEFI anzubieten (damit nicht einer kauft und an alle verteilt) dürfte aber noch etwas länger auf sich warten lassen. Am ehesten könnte man das wohl über gesockelte UEFI-Chips verdongeln.
        Kann man bei allen AM4 Mainbaords schon nur die MAC-Adresse des Netzwerk-Chips per Software ändern? Oder man nimmt gleich die Seriennummer der aktuellen (alten) CPU und kann sein neues, personalisiertes BIOS nur mit dieser CPU einspielen. Dann klappt die Weitergabe allenfalls noch an direkte Freunde/Bekannte. Vieleicht das ganze noch in Kombi mit der Seriennummer einer neuen CPU. So lange der Hersteller nicht Microsoft heisst läusst sich damit ein recht sicheres Verfahren entwickeln (MS schafft das ja seit 20 Jahren mit ihrer OS-Registrierung nicht).
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von Rotkaeppchen
        Ich sehe, denke ich an alte Mainboards, die in neue CPUs mitgeschleppt werden, vor allem
        den Aufwand für die Mainboardhersteller, auch für alte Gurken noch das Bios zu ändern.

        Wer soll das bezahlen?
        Die Kunden, die einmal im Jahr eine neue CPU einsetzen wollen und deshalb nicht bereit sind, sich auch gleich ein neues Mainbard zu kaufen und den alten PC gesamthaft weiter zu nutzen. Bei den teils astronomischen Mainboardpreisen könnte man ruhig einen Support für 2-3 Jahre vom Mainboardhersteller erwarten, so lange AMD dies auch mitmacht.

        Zitat von Olstyle
        Fände ich tatsächlich nachvollziehbar. Die dafür nötige Infrastruktur um quasi personifizierte UEFI anzubieten (damit nicht einer kauft und an alle verteilt) dürfte aber noch etwas länger auf sich warten lassen. Am ehesten könnte man das wohl über gesockelte UEFI-Chips verdongeln.
        Kann man bei allen AM4 Mainbaords schon nur die MAC-Adresse des Netzwerk-Chips per Software ändern? Oder man nimmt gleich die Seriennummer der aktuellen (alten) CPU und kann sein neues, personalisiertes BIOS nur mit dieser CPU einspielen. Dann klappt die Weitergabe allenfalls noch an direkte Freunde/Bekannte. Vieleicht das ganze noch in Kombi mit der Seriennummer einer neuen CPU. So lange der Hersteller nicht Microsoft heisst läusst sich damit ein recht sicheres Verfahren entwickeln (MS schafft das ja seit 20 Jahren mit ihrer OS-Registrierung nicht).
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        @Gerry:
        Bei Intel weiß man halt nur, was die zweite Generation wert ist. 1151 (SKL) war mit Kaby Lake definitiv ein Reinfall und auch Sockel 2066 hat trotz mittlerweile drei CPU-Runden (und über einen Cascade-Lake-Refresh wird schon spekuliert) kaum an Leistung zugelegt. Auf der anderen Seite nutzen einige Leute, die von einem 920 auf einen 980+ aufrüsten konnten, jetzt im elften Jahr den Sockel 1366.

        Zur Frage: Ein nicht existierendes NDA könnte mir nicht verbieten, seine nicht-Existenz öffentlich zu bestätigen. Ob ich das auch machen würde, wenn der Fragende so die Existenz von NDAs ermitteln wollte, steht aber auf einem anderen Blatt. Allgemein halten wir uns nicht an die Dinger, weil es ein Bruch dramatische juristische Folgen hätte - vereinzelt haben wir durchaus mal Grenzen gedehnt und da gabs nur einen Anruf. (Z.B. als die 02/17 eine Woche vor dem Start von Kaby Lake mit einem kompletten Z270-Mainboard-Vergleich bei den ersten Abonnenten aufschlug. Aber wenn mir die Mainboard-Hersteller alle bestätigen, dass sie nur der nach-NDA-Kiosk-Erscheinungstag interessiert und ich obendrein noch eine CPU nicht von Intel zum testen habe... )
        Wichtig ist für uns, dass wir auch ein halbes Jahr später noch mit dem jeweiligen NDA-Geber zusammenarbeiten können und da macht es keinen Unterschied, ob man die Grundidee eines NDAs nun ganz platt mit einem Leak oder mit einem geschickten Kniff bricht.

        Aber in dem Fall sage ich mal ganz klar: Ich hab kein NDA zu Vermeer unterschrieben und keine Ahnung, was für Kompatibilitäten der haben könnte. Ich bin mir auch sehr sicher, dass es dazu morgen keine Veröffentlichung geben wird. Auch habe ich noch kein NDA gesehen, in dem etwas von "Ryzen 4000"-CPUs gestanden hätte. Allgemein wäre es aber ein leichtes, die Kompatiblitätshoffnungen von AMD-Fans massiv zu unterbieten. Und nachdem Ryzen 3000 und insbesondere der X570 da sowohl offiziell als auch praktisch einiges zu wünschen übrigens ließen, sehe ich gute Gründe, warum ein spekulativer "B550" oder mutmaßliche "Zen3" ebenfalls gegenüber der Maximalforderung zu wünschen übrig lassen könnten.

        Für genauere Angaben müsst ihr aber die Glaskugelpolierer fragen. Ich kann nur die Einschätzung eines Fachredakteurs für Plattformen beitragen.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Rotkaeppchen
        Schwierig, vielleicht sollten Mainboardhersteller die Adaption an neue CPUs als "DLC" verkaufen. Dann zahlt man halt 10,-€ für ein Update und erspart sich neue Hardware.
        Wie auch immer man das umsetzen kann.
        Fände ich tatsächlich nachvollziehbar. Die dafür nötige Infrastruktur um quasi personifizierte UEFI anzubieten (damit nicht einer kauft und an alle verteilt) dürfte aber noch etwas länger auf sich warten lassen. Am ehesten könnte man das wohl über gesockelte UEFI-Chips verdongeln.
      • Von Fox2010 Software-Overclocker(in)
        AMD wird zu 100% keinen neuen Sockel bringen für Ryzen 4000, nicht mal der b550 ist bisher erschienen.
        Aber ob er am Ende wirklich auf allen Mainboards läuft bleibt die Frage, ich hab daher direkt bei Ryzen 3000 auf den X570 gesetzt, dort gibt es ja auch Mainboards schon für 160Euro.
        Auf den X570 und B550 wird er aber sicherlich laufen ohne abstriche sonst könnte man die B550 direkt wieder einstampfen da die Boards einfach viel zu spät kommen.
      • Von Gerry1984 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Mainboard-Hersteller sind es, die bereits heute auf den meisten X570-Mainboards Ryzen 1000 und auf den meisten A320/B350/X370 Ryzen 3000 unterstützen. Auf eigene Faust und eigene Kosten. AMD sind diejenigen, die beides nicht vorsehen... .
        Zur Kompatiblität: Bislang hat AMD keine Änderunen am AM4 öffentlich dokumentiert und der interne Aufbau der Prozessoren hat auf diese keinen Einfluss. Solange nicht einfach Änderungen verheimlicht werden, sollten also (innerhalb des für die Spannungswandler verträglichen Rahmens) alle X570-kompatiblen CPUs technisch auch auf einem B350-Mainboard funktionieren – wenn jemand ein passendes AGESA liefert und jemand anders darauf aufbauend ein passenden UEFI entwickelt.

        Naja – vielleicht weiß man morgen mehr.
        Stimmt. Die Boardpartner waren es ja auch die vereinzelt Beta-Biose verteilt haben um PCIe 4.0 auf den älteren Boards, wo möglich, aus der CPU für GPU und m.2 zu ermöglichen. Hier hat auch AMD einen Riegel vorgeschoben, die möglichen Gründe sind aus ja in den Foren breit besprochen und zumindest aus AMD-Sicht nachvollziehbar. Gut möglich dass AMD selber jetzt auch Vermeer auf älteren Platinen verbietet. Könnte ja sein dass AMD einfach die Verwendung der neuen Agesa auf den alten Board verbietet bzw. einfach im Code unmöglich macht.

        Nach all den Rumors, ich fürchte man muss davon ausgehen dass es kein Vermeer auf 300/400er Platinen gibt. Hinter den 500ern steht ein dickes Fragezeichen, wobei dass dann einen B550 Chipsatz zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen sinnlos erscheinen lässt.

        Mal ein Versuch der Frage wenn für euch ein NDA hierzu gilt, darfst du das natürlich nicht sagen, aber wenn ihr keines habt, könntest du ja sagen dass es keines gibt?

        @Rotkäppchen

        B550er Boards sollen demnächst kommen. Möglicherweise ist auch dieses NDA was morgen fallen soll damit im Zusammenhang.

        ---

        Auch wenn ich hierfür vllt gesteinigt werde, aber Intels Politik ist hierfür wenigstens konstant. Ein Sockel suppoerted zwei CPU-Generationen, das gilt nun schon lange und wird offenbar auch mit Sockel 1200 für Comet Lake und Rocket Lake gelten. Auch wenn hier künstlich Limitierungen geschaffen wurden, es ist wenigstens im Vorhinein klar dass es so ist.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk