AMD Ryzen 4000: Konkreter Termin für Zen 3 macht die Runde
Es gibt einen ganzen Satz neuer Gerüchte zu Ryzen 4000 bzw. Zen 3. Die Prozessoren sollen wohl im September vorgestellt werden, heißt es von der einen Quelle. AMD selbst wollte das Projekt noch 2020 auf den Weg in den Handel bringen. Dem widerspricht aber eine andere Quelle und sagt, es wird 2021.
Die vierte Ryzen-Generation mit optimierter Zen-2-Technik soll im September starten, sagt ein Bericht des für gewöhnlich gut informierten Branchendienstes Digitimes. Die Prozessoren mit dem Codenamen Vermeer werden eine Evolution von Matisse sein, die vor allem optimiert ist. Zum einen wäre da der Prozesswechsel von 7 nm auf 7 nm Plus. Zum anderen wären da die Optimierungen an Zen 2, die dann als Zen 3 einfließen und sogar etwas mehr als die typischen 10 Prozent mehr Leistung bringen sollen. Zwischenzeitlich geisterten mal 17 Prozent mehr IPC (Pro-Takt-Leistung) durch die Medien. Die größte Änderung wird wohl am CCX-Design vorgenommen, für mehr Leistung und höhere Ökonomie in der Fertigung.
Kurzer Abstecher zu den CCX-Gerüchten
Es heißt, dass die CCX dann bis zu 8 statt 4 Kerne haben, was das Design vereinfacht und im neuen Arrangement besseren Zugriff auf den ganzen L3-Cache der CPU gewährt. Pro Kern wäre bei gleichbleibenden Caches dann 512 KiB L2- und 32 MiB L3-Cache drin, weil ein CCD im Mainstream aus einem CCX bestehen könnte. Das ist ein monolithischer Trend, den AMD ja eigentlich nicht gehen wollte, hier aber dank verbesserter Fertigung durchaus auch Vorteile haben kann.
Auf dem letzten Financial Day hatte AMD bereits bestätigt, dass Zen 3 2020 kommt. Quellen aus der Mainboard-Industrie hätten gegenüber Digitimes nun konkret den September genannt. Auch noch dieses Jahr soll es neue APUs geben, die eine integrierte Grafikeinheit haben. Codename Renoir für AM4 soll mit bis zu 8 Kernen ebenfalls bis Ende des Jahres starten und dann Zen-2-Technik bieten. Hier wird Picasso beerbt. Die Chips kennt man bereits aus dem Mobilsegment, wo sie gerade viel Aufmerksamkeit genießen.
Manch einer glaubt, dass die APUs dieses Jahr sogar noch wichtiger sind als die Desktop-CPUs, denn mit der Zen-2-Technik gibt's hier schon einen deutlichen Sprung und zusammen mit der IGP könnte man Intel attackieren. Beispielsweise zum gleichen Preis mit zwei Kernen mehr. Das Segment ist recht volumenstark, weil die Einheiten in vielen Office-Rechnern stecken. Das sind häufig Systeme um 500 Euro, die unterm Schreibtisch verschwinden und einen i5-9400 oder vergleichbar haben.
Zusammen mit den neuen 4000er-Prozessoren kommt auch der 600er-I/O-Hub. Dem wurde bereits nachgesagt, USB 4.0 zu haben. Obs stimmt, muss man sehen. Nach dem "Debakel" um die 500er wird man wohl etwas konservativer sein. Auf jeden Fall sollen die Chips wieder von AS Media kommen und angeblich auch vor- rund rückwärtskompatibel sein. Die Boards hätte man wohl das erste Mal auf der Computex im Hinterzimmer im Juni gesehen, aber das wird dieses Jahr wohl nichts. Zumindest nicht im Juni. AMD könnte die Computex für die Präsentation des Line-ups hernehmen, die gerade auf Ende September umgelegt wurde.
Anderes Orakel, andere Projektion
Zum Schluss sei erwähnt, dass der Youtube-Kanal AdoredTV glaubt, dass es mit Ryzen 4000 bzw. Zen 3 dieses Jahr nichts mehr wird. Das habe ihm eine nicht näher genannte Quelle zugesteckt. Die sonstigen Informationen sind aber nicht brandneu - darunter die 15 Prozent IPC-Mehrleistung (siehe oben), der Wechsel auf 8 Kerne pro CCX (siehe oben) und erhöhter Boost-Takt - kaum überraschend. Als Grund für die Verschiebung wird hier ein Problem mit Milan genannt - das sind die Server-Versionen, die angeblich im A0-Stepping Probleme mit SMT haben soll. B0 soll bis September bereitstehen, aber dann erst getestet, produziert und verschickt werden müssen. Folglich rechnet man mit Release in 2021. So oder so muss man auf jeden Fall die Entwicklung der Corona-Krise bei allen Aktionen berücksichtigen. Die Entwicklung der Pandemie kann Einfluss auf alle Release-Pläne nehmen.
Für Zen 4 hatte AMD bereits größere Änderungen angekündigt, die auch etwas mehr Zeit beanspruchen. Ryzen 5000 soll dann angeblich neben einem neuen Sockel auch 1 MiB L2-Cache pro Kern bekommen und AVX-512 unterstützen. Mehr IPC-Leistung ist ja ohnehin Standard in der Erwartungshaltung und angeblich soll auch 5 nm drin sein - statt 7 nm Plus-Plus.
Quellen: Digitimes via Tom's Hardware, Youtube

Heisst das X370 Besitzer gucken in die Röhre? hoffe nicht!
Ryzen 4000: Vermeer angeblich zu B450 kompatibel
U.U. hat einfach der Notebookhersteller kein Interesse an der Frage, ob die CPUs mit dem alten Chipsatz noch laufen. Gab es überhaupt ein XMG Notebook mit X370?
Heisst das X370 Besitzer gucken in die Röhre? hoffe nicht!
Bei 17% mehr IPC hätte AMD die Steigerung von Ice Lake (18%) fast kompensiert. Wenn man dann noch ein paar hundert MHz mehr rausholen kann, dann ist auch der neue 10 Kerner nichtmehr sicher und das bei (vermutlich) halben Verbrauch und 6 Kernen mehr.
"Demnächst" und ja.