AMD Milan-X angeblich mit X3D-Packaging
Milan-X von AMD soll angeblich mit X3D-Packaging kommen, das bereits vor rund einem Jahr erstmals offiziell erwähnt wurde. AMD kombiniert hier Technologien, um Dies zu kombinieren.
Was Prozessoren-Entwicklung angeht, läuft es für AMD im Moment vorbildlich und das Zepter will man so schnell auch nicht aus der Hand geben. Da kommt es auch nicht ganz überraschend, dass man in der Entwicklung den nächsten Schritt gehen will: Mit Milan-X soll laut jüngsten Gerüchten X3D-Packaging eingeführt werden. Erstmals offiziell erwähnt wurde die Technologie im März 2020 - nun, rund ein Jahr später, sollen dann auch langsam die Produkte am Horizont sichtbar werden.
X3D-Packaging kombiniert 2,5D- und 3D-Technologien, um Dies so kompakt und leistungsfähig wie möglich zu kombinieren. Erstmals zum Einsatz kommen soll die Technik bei Milan-X. Das ist der Codename für eine Reihe von Server-Prozessoren der Epyc-Reihe und der Einsatz hier naheliegend, da die Server-CPUs zu hohen Preisen verkauft werden können, was elaborierte Technik schneller wirtschaftlich macht. Milan-X wird zunächst nur in Rechenzentren zum Einsatz kommen, wo hohe Bandbreiten gefragt sind - der Fokus soll explizit nicht auf hohen Kernzahlen liegen. Milan-X soll zudem den Geneis-IO-Die bekommen, also jenen, der bereits bei der aktuellen Zen-3-Technik verwendet wird.
Vielleicht gibt es die Auflösung bereits zur Computex, wo AMD am 1. Juni zu einer Keynote eingeladen hat. Auf einem Analystentag hatte AMD das Thema bereits vor einiger Zeit angerissen. Da wurde ein Piktogramm gezeigt, dass eine 2x2-Konfiguration aus gestapelten Dies zeigt sowie vier Chips in der Mitte, die zu Illustrationszwecken da sein können, aber auch HBM-Speicher - quasi als L4-Cache - sein könnten. In einem Szenario mit hohen Bandbreiten wäre das hilfreich. Die Technik könnte auch irgendwann im Mainstream ankommen, was aber maßgeblich von den Faktoren "notwendig" und "wirtschaftlich" abhängen. HBM-Speicher könnte aufgrund dessen im Mainstream bislang auch nicht nachhaltig durchsetzen.

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Allerdings ging es hier nicht um die Frage, wie man ein MCM allgemein gestalten könnte, sondern ob eine Chip-on-Chip-Konstruktion mit herkömmlichen CCDs auf IOD denkbar wäre. Und davon sind Vorschläge mit verteilter IO-Infrastruktur meilenweit entfernt, während Designs mit einem IOD nur unter einigen CCDs den Packaging-Aufwand deutlich vergrößern, ohne die generellen Vorteile eines Si-Interposers zu bieten. So wird das also definitiv nichts mit 3D.
Da man das aber nicht ausschließen kann, erwähnte ich das Szenario dennoch als eine Möglichkeit.
Bezüglich der "4 Chips" auf dem Roadmap-Bild würde ich mir vorerst jedoch keine allzu großen Gedanken machen. Die könnten den Aufbau durchaus vorwegnehmen, könnten aber auch lediglich künstlerische Freiheit darstellen.
Folgt man dennoch dem 4er-Aufbau, wäre auch denkbar, dass man den IOD aufteilt und quasi einen 1/4-IOD mit bspw. zwei Speichercontrollern, 32 PCIe-Lanes und einem HBM-Controller implementiert, auf den man dann zwei CCDs oben draufstacken könnte. Und hierbei könnten dann ggf. vier solche Stacks auf einem Package zzgl. HBM2 untergebracht werden. Wäre auch denkbar, würde dann aber weitere Probleme bzgl. der I/O-Latenzen aufwerfen, wobei das nicht heißen muss, dass die unlösbar sind.
Auch denkbar wäre, dass AMD CCD und IOD schlicht reorganisiert und zusammenfasst und in einen gemeinsamen Chip packt, den man dann zu viert auf einem Package bündeln kann. Also das I/O wie oben beschrieben aufgeteilt/verkleinert und dazu 16 Cores und 64 MiB L3, sodass ein solcher Chip quasi gar eine eigenständige kleine CPU darstellen könnte. Der Chip wäre dann planar/monolithisch und das 3D würde sich in dem Falle lediglich auf den HBM beziehen.
Von einem deratigen Ansatz gehe ich bspw. derzeit bei Sapphire Rapids SP aus, also vier 20-Kerner mit eingenem (verkleinertem) I/O, die via EMIB wie ein großer Chip zusammengeschaltet werden (und zusätzlich bis zu 64 GiB HBM2E auf dem Package haben).
Bin da nicht so tief im Thema, aber sollte doch das gleiche sein?
Ob die Technologien jedoch vergleichbar sind und in welchem Rahmen (abseits von dem simplem Umstand, dass hier was "aufeinandergepackt" wird), kann man derzeit nicht so recht sagen, selbst nicht, wenn man annimmt, dass AMDs X3D zumindest in Teilen echtes 3D-Stacking verwendet (was noch nicht gesichert ist).
AMD erwähnte X3D erstmals auf dem Financial Analyst Day 2020, gab jedoch so gut wie keine Details dazu bekannt außer das Roadmap-Bild, das eine 10x höhere Bandbreite skizziert, was aber mit viel HBM2 nachvollziehbar leicht zu realisieren ist und von Intel ja bereits bekanntermaßen in der Art verfolgt wird.
Ein möglicher Stapel:
-IHS
-schnelle, hochtaktende Kerne
-langsame, kleine Kerne
-HBM-Cache
-IO-DIE
-Interposter
Auf jeden Fall eine interesssante Entwiclung, die sich schon von langer hand angekündigt hat, da man hier mit Bezug auf Supercomputer von "HPC/AI-optimierten Milans" sprach, d. h. damit konnten nicht die Milans von der Stange gemeint sein. Und von Sapphire Rapids SP weiß man ja bereits, dass der bis zu 64 GiB HBM2E auf dem Package haben wird.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Das bleibt ein modifizierter Milan, mehr nicht, daher keine langsamen, kleinen Kerne, etc.
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Bin da nicht so tief im Thema, aber sollte doch das gleiche sein?