Xbox Series X: Gibt es den AMD-Chipsatz für PCs zu kaufen?

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AMD 4700S Chipsatz
Quelle: Tmall

Wie ein chinesischer Händler via Twitter schreibt, gibt es nun einen PC mit dem Chipsatz AMD 4700S zu kaufen. Möglicherweise handelt es sich hierbei um den Chip aus der Xbox Series X.

Beide Xbox Series-Konsolen setzen, wie auch die Playstation 5, auf Hardware von AMD. Herzstück bildet eine CPU auf Basis der Architektur Zen 2, die in einem verbesserten 7-nm-Strukturverfahren produziert wird. Sowohl die Xbox Series X, als auch die günstigere Series S setzen auf den gleichen Ryzen-Prozessor mit acht physischen Kernen und 16 Threads. Unterschiede gibt's beim CPU nur in der Taktrate bei den Microsoft-Konsolen. So kann die Xbox Series X mit 3,8 GHz beziehungsweise 3,6 GHz bei Nutzung der Threads takten. Nun bietet der chinesische Händler Tmall einen Komplett-PC vom chinesischen PC-Hersteller Maibenben mit der bislang unbekannten APU namens AMD 4700S an. Wenn man nach den Abbildungen geht, könnte das Mainboard ein Zwilling von der Hauptplatine der Xbox Series X sein.

Wie schnell ist wohl der AMD 4700S?

Laut der Beschreibung des chinesischen Shops soll der AMD 4700S ITX-kompatibel sein und im 7-nm-Fertigungsverfahren produziert werden. Wie auch die Chips der Xbox Series-Konsolen, setzt auch der AMD 4700S auf Zen 2 mit 12 MiB L2-Cache. Der Boost-Takt des Achtkerners liegt mit 4,0 GHz etwas höher als bei der Xbox Series X. Zudem bietet der 4700S 16 Threads an. Auf eine iGPU verzichtet der AMD 4700S bzw. die integrierte Grafik wurde deaktiviert, sodass man eine externe Grafikkarte kaufen muss, um den PC betreiben zu können.

Bildergalerie

Analog zum Mainboard bei der Xbox Series X sitzt auch beim AMD 4700S der Arbeitsspeicher direkt auf dem Mainboard. Insgesamt 16 GiByte GDDR6-RAM sind vorzufinden - wie bei der Series X. Im Angebot beim chinesischen Händler wird der Desktop-PC mit einer Radeon RX 550 ausgeliefert, die jedoch mit ihren zwei Gigabyte GDDR5-Speicher kaum für anspruchsvolle PC-Spiele tauglich ist. Zudem ist eine SSD mit bis zu fünf Terabyte Speicher verbaut. Wenn man dem Marketingmaterial des Händlers Glauben schenkt, dann soll der AMD 4700S langsamer als ein Intel Core i7-9700 und ein AMD Ryzen 7 4750G sein.

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Ebenfalls lesenswert: Xbox Series X: Hardware im Detail - Digital Foundry blickt unter das Gehäuse

Sammlung zum angeblichen AMD 4700S:

  • Der chinesische Händler Tmall bietet nun einen Desktop-PC von Maibenben mit der bislang unbekannten APU namens AMD 4700S an. Hierbei handelt es sich um einen Achtkerner auf Zen-2-Basis mit einer Boost-Taktrate von 4,0 GHz und 12 MB Cache.
  • Das verwendete Mainboard mit direkt verlöteten 16 GiByte GDDR6-RAM sieht ähnlich aus, wie bei der Microsoft-Konsole Xbox Series X.
  • Allerdings verzichtet der AMD 4700S auf eine aktivierte iGPU, sodass eine dedizierte Grafikkarte im PC verbaut werden muss.

Quellen: Tmall, Twitter

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Stimmt, die grundsätzlich beschnittenen Lanes hatte ich nicht auf dem Radar.

        Spannende Experimente könnte man also maximal mit einem intakten SoC anstellen, der von der XBox-Umgebung gelöst ist.
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Stimmt, die grundsätzlich beschnittenen Lanes hatte ich nicht auf dem Radar.

        Spannende Experimente könnte man also maximal mit einem intakten SoC anstellen, der von der XBox-Umgebung gelöst ist.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Mahoy
        Sehe ich auch so.

        Durch den aktuellen GPU-Mangel ist es vermutlich nicht der beste Zeitpunkt, in dem Segment etwas zusammenzuklöppeln, was eine dGPU benötigt, aber womöglich können sie die teildefekten Chips so günstig einkaufen, dass es sich in der Summe doch wieder lohnt.

        Was mich technisch interessieren würde ist, welche Auswirkungen der flotte verlötete Arbeitsspeicher des SoCs auf die Leistung hat. Auch im Zusammenspiel mit einer dGPU könnte es hier interessante Effekte geben, denn wenn das VRAM ausgereizt ist, kommt ja RAM zum Einsatz und hier gibt's GDDR6 statt DDR4.
        Wenn es wirklich Ausschuss aus der Konsolen-Fertigung ist, müsste die dGPU mangels PCI-Express-Lanes noch weitaus schlechter mit dem Systemspeicher verbunden sein als in normalen PCs. Selbst da spielen Steigerungen der RAM-Performance für die Grafikkarte keine Rolle mehr – um PCI-Express 4.0 ×16 auszureizen reicht bereits DDR_-2000. Jeder aktuelle PC verfügt also über genug zusätzliche Speichertransferrate, um nebenbei auch noch einige Anfragen der CPU zu bearbeiten. Latenzen sind via PCI-E auch so schlecht, dass es auf den Speicher am Ende nicht mehr wirklich ankommt.
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Zitat von xDave78
        Immerhin besser , als die nicht korrekt funktionierenden Einheiten direkt zu shreddern.
        Für sonen "Volks-PC" reicht das allemal. Der wird idR eh so wie er ist 15 Jahre verwendet ...
        Sehe ich auch so.

        Durch den aktuellen GPU-Mangel ist es vermutlich nicht der beste Zeitpunkt, in dem Segment etwas zusammenzuklöppeln, was eine dGPU benötigt, aber womöglich können sie die teildefekten Chips so günstig einkaufen, dass es sich in der Summe doch wieder lohnt.

        Was mich technisch interessieren würde ist, welche Auswirkungen der flotte verlötete Arbeitsspeicher des SoCs auf die Leistung hat. Auch im Zusammenspiel mit einer dGPU könnte es hier interessante Effekte geben, denn wenn das VRAM ausgereizt ist, kommt ja RAM zum Einsatz und hier gibt's GDDR6 statt DDR4.
      • Von xDave78 Software-Overclocker(in)
        Immerhin besser , als die nicht korrekt funktionierenden Einheiten direkt zu shreddern.
        Für sonen "Volks-PC" reicht das allemal. Der wird idR eh so wie er ist 15 Jahre verwendet ...
      • Von SFT-GSG BIOS-Overclocker(in)
        Simple Resteverwertung. Ja was sollen die mit teildefekten Chips auch sonst machen? Momentan ist alles Geld wert, was irgendwie noch funktioniert.

        Für den freien Markt sind sie nix, da sie als 4xxx ohne Grafikeinheit nicht ins Portfolio passen. Obendrein passen Sie nicht in den AM4. In Notebooks löten geht auch nicht. Was bleibt?

        Und da liegt es nahe solche Chips an einen systembuilder in Fernost zu verkaufen. Der bastelt da Office ITX Rechner draus.
      Direkt zum Diskussionsende
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