AMD 3015e und 3020e: Zen-APUs mit nur 6 Watt TDP

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AMD 3015e und 3020e: APUs mit nur 6 Watt TDP für Education-Systeme (3)
Quelle: AMD

Mit dem AMD 3015e und 3020e stehen zwei neue APUs bereit, die zwar auf nicht mehr ganz taufrischer Zen-Technik basieren, aber mit einer TDP von nur 6 Watt punkten können. Erstmals zum Einsatz kommen sie in Schüler-Laptops aus Lenovos Education-Reihe.

AMD hat zwei neue APUs für den mobilen Sektor veröffentlicht. Der AMD 3015e und AMD 3020e verzichten auf bekannte Markennamen wie Ryzen oder Athlon und setzen auf ältere Zen-Technik. Die Prozessoren sollen sich mit einer TDP von nur 6 Watt laut Hersteller ideal für Office-Anwendungen wie Webbrowsing und das Erstellung von Dokumenten eignen, aber auch zum Streamen von HD-Inhalten. Als Erstes kommen sie in Education-Notebooks von Lenovo zum Einsatz.

Die APUs stammen anscheinend aus AMDs Dali-Reihe. Dali basiert laut Wikichips auf der ersten Zen-Generation und wird bei Globalfoundries in 14 Nanometern produziert. AMD hatte Dali erst Anfang dieses Jahres als Teil der Athlon-Mobile-Serie vorgestellt, diese Chips erreichen in der Regel aber eine höhere TDP als die nun präsentierten Dualcores. Auf seiner Webseite stellt AMD den 3015e Intels Celeron N4120 gegenüber und sieht sich sowohl im Cinebench als auch im PCMark im Vorteil.

Dali-APUs Kerne / Threads Basistakt Turbo GPU GPU-Takt DDR4 TDP
Athlon Gold 3150U 2 / 4 2400 3300 Vega 3 1000 2400 15 W
Athlon Silver 3050U 2 / 2 2300 3200 Vega 2 1100 2400 15 W
Athlon 300U 2 / 4 2400 3300 Vega 3 1000 2400 15 W
               
Athlon Silver 3050e 2 / 4 - 2800 Vega 3 1000 2400 6 W
AMD 3015e 2 / 4 1200 2300 Vega 3 600 1600 6 W
AMD 3020e 2 / 2 1200 2600 Vega 3 1000 2400 6 W

Wenig Takt für das 6-Watt-Ziel

Um die TDP von 6 Watt einzuhalten, taktet der AMD 3020e lediglich mit 1,2 bis 2,6 GHz. Der AMD 3015e erreicht demgegenüber nur Frequenzen von 1,2 bis 2,3 GHz - bietet aber vier virtuelle Rechenherzen. Der AMD 3015e hat jedoch bei der Speicheranbindung das Nachsehen. Er unterstützt lediglich einen Kanal nach DDR4-1600, während es eim AMD 3020e deren zwei nach DDR4-2400 sind. Beide Prozessoren nutzen eine Vega-3-Grafik mit 600 (3015e) beziehungsweise 1.000 MHz (3020e).

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Dazu passend hat Lenovo zwei 11,6 Zoll große Notebooks für Schüler und Studenten vorgestellt. In beiden kommen der AMD 3015e, 4 GiByte Arbeitsspeicher, ein 64 GByte großes eMMC-Laufwerk, eine 720p-Webcam, Wi-Fi 6 und ein Display mit 1.366 × 768 Bildpunkten zum Einsatz. Während das mindestens 219 Dollar teure Lenovo 100e als klassisches Notebook konzipiert wurde, handelt es sich beim Lenovo 300e um ein 2-in-1-Gerät. Ersteres verfügt lediglich über ein TN-Panel. Das 2-in-1-Gerät hat demgegenüber ein berührungsempfindliches VA-Display, eine optional erhältliche 128-GB-SSD - und eine Preisvorstellung von 299 US-Dollar aufwärts.

Quelle: AMD, Lenovo, Anandtech

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Tech_Blogger
        Für DIESE APU ist es egal!
        Leistung ist nie egal, sofern es nicht um einen festdefinierten Zweck geht, was hier nicht der Fall ist.

        Zitat von Tech_Blogger
        Es geht aber um DIESE APU, da macht das nie im Leben 30% aus...
        Wir reden von einem Drittel weniger Speichertakt, das macht bei Zen einiges aus. dann hat man auch noch lediglich Single Channel, das ist auch übel. Alleine bei letzterem muß man mit 10-20% Leistungsverlust rechnen, zusammen mit dem geringeren Speichertakt ist man dann durchaus im Bereich der 30%.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Tech_Blogger
        Für DIESE APU ist es egal!
        Leistung ist nie egal, sofern es nicht um einen festdefinierten Zweck geht, was hier nicht der Fall ist.

        Zitat von Tech_Blogger
        Es geht aber um DIESE APU, da macht das nie im Leben 30% aus...
        Wir reden von einem Drittel weniger Speichertakt, das macht bei Zen einiges aus. dann hat man auch noch lediglich Single Channel, das ist auch übel. Alleine bei letzterem muß man mit 10-20% Leistungsverlust rechnen, zusammen mit dem geringeren Speichertakt ist man dann durchaus im Bereich der 30%.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        Ach, nur weil man Energiesparen möchte ist die Leistung egal?
        Für DIESE APU ist es egal!

        Zitat
        Tut mir leid, das ist einfach nur Quatsch. Besonders, da das durchaus 30% ausmachen kann und der Aufpreis dafür eher gering ist.
        Es geht aber um DIESE APU, da macht das nie im Leben 30% aus...
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Tech_Blogger
        Für den angezielten Leistungsbereich völlig egal...
        Ach, nur weil man Energiesparen möchte ist die Leistung egal?

        Tut mir leid, das ist einfach nur Quatsch. Besonders, da das durchaus 30% ausmachen kann und der Aufpreis dafür eher gering ist.

        Zitat von Olstyle
        Erstmal abwarten wie langsam die wirklich sind.
        Ich verweise immer gerne auf den C2D U7600 in meinem Ex-NB mit dem mein Vater heute in Kombi mit der ATI Chipsatzgrafik noch Problemlos alles bewältigt was an Netz+Office so anfällt.
        Dank SSD ist das Ding gefühlt zum Teil schneller als sein Nachfolger (Sandy Quad aber mit SHDD)
        Es sind ja keine komplett neuen Architekturen, von denen man das nicht wüßte, im Gegenteil, das ganze ist uralt. Mit den angegeben Taktraten dürfte man sich wohl bestenfalls auf dem Niveau der ersten Core i3 Generation bewegen. Klar kann man damit oder sogar noch weniger auskommen, aber sonderlich viel Leistung ist es im Jahr 2020 dennoch nicht. Mit meinem i3 4030U spreche ich da aus Erfahrung.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Manner1a
        Beim Intel Pentium Silver J5005 wurde auch gemeldet, dass 2x8 GB RAM funktionieren und nicht nur 2x4 GB. Zu diesem Zeitpunkt gab es ja schon 8GB DIMM Module, aber auf ark.intel ist immer noch 8GB als maximalem Speicher bei Dual Channel eingetragen, abhängig vom Speichertyp.
        So niedrigen Angaben liegen meist künstliche Beschränkungen zugrunde. Mir wäre kein Speicher-Controller seit ... (ever?) ... bekannt, der nur ein Modul pro Kanal verwalten kann und für die Spezifikationen muss man den möglichen Vollausbau nehmen, auch wenn niemand eine Platine mit dieser CPU und vier Slots herstellt. Es ergeben sich 8 Ranks und die gab es auch 2017 schon mit mehr al 1 GiB. Server-Gegenstücke aus der gleichen CPU-Generation (zugegebenermaßen ein eigener Chip mit abweichendem Controller) können 128 bis 256 GiB handeln. 8 GiB beim Pentium Silver dürften allein der Abgrenzung zu teureren CPUs dienen und auch mit noch so großen Modulen nicht überwindbar.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
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