Barcelona minus 1: AMD stellt Tri-Core-CPU offiziell vor

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Barcelona minus 1: AMD stellt Tri-Core-CPU offiziell vor Die Zeit der Gerüchte ist vorüber: AMD kündigt offiziell eine neue Variante der Barcelona-CPU-Familie an. Dabei handelt es sich um eine Tri-Core-Variante des nativen Quad-Core-Prozessors; sie soll im ersten Quartal 2008 auf den Markt kommen.

Einen Namen für das neue Produkt verriet AMDs Guiseppe Amato bei der Vorstellung noch nicht, betonte aber, dass es sich dabei um eine sinnvolle Zwischenstufe auf dem Weg von Dual- nach Quad-Core handele. Damit könne man eine lineare Steigerung der Leistung innerhalb der eigenen Produktpalette vorweisen.

Features
Die neue Tri-Core-CPU - ein möglicher Desktop-Name könnte etwa Phenom X3 sein - verfügt über dieselben Eigenschaften, wie die vierkernigen Modelle:
- 2x 64 KiByte Level-1-Cache
- 512 KiByte Level-2-Cache pro Kern
- 2 MiByte gemeinsam genutzter Level-3-Cache pro Produkt

Fisch oder Fleisch?
Barcelona minus 1: AMD stellt Tri-Core-CPU offiziell vor Etwas ausweichend antwortete Amato auf die Frage, ob es sich bei der neuen CPU um ein natives Design handele oder ob es sich um teildeaktivierte Barcelonas handele: "You are clever enough to figure out, how it works." Damit bestätigt er indirekt die letztere Annahme. Halbleiterhersteller sind bei solchen Fragen immer sehr zurückhaltend, könnte sonst doch der Eindruck entstehen, sie würden dem Kunden ein defektes Produkt verkaufen. Das ist natürlich nicht der Fall: Die drei Kerne, die er bezahlt, erhält der Kunde auch.

Erste Eindrücke
Alles in allem erwecken die kurzfristige Vorstellung und die Positionierung einen wenig ausgegorenen Eindruck: Es gibt unseres Wissens kaum Software, welche explizit auf drei Kerne ausgelegt ist und somit ideal zu einem Tri-Core-Prozessor passen würde. Nicht einmal Spiele-Portierungen von der ebenfalls mit drei Kernen ausgestatteten Xbox 360 wären hier zu nennen, da deren CPU SMT-fähig ist und somit jeder Kern zwei Threads bearbeitet.

Die nötige Leistung kann beinahe genausogut über die Taktfrequenz, etwa mit einem niedriger taktenden Vierkernprozessor oder einer höher taktenden Zweikern-CPU, skaliert werden.

Und letztlich läßt die Preispalette der Quadcores, welches bin hinunter zu 200 US-Dollar reicht, auch kaum Raum für einen großen Markt über den Dual-Cores.

Bildergalerie: AMD
Bild 1-3
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