AMD will Geld beschaffen
Quelle: PCGH
AMD-Kursentwicklung (ein Jahr)
Fürth (chr) - Nach drei Verlustquartalen in Folge plant AMD eine weitere Erhöhung des Kapitalbestands.
Der Chiphersteller will dazu 1,5 Milliarden US-Dollar in Form von speziellen Aktienoptionsrechten, so genannten Wandelanleihen, platzieren. Die Anleihen würden institutionellen Anlegern angeboten, heißt es in einer Pressemeldung von heute Morgen.
Mit dem Erlös aus den Anleihen will AMD nach eigenen Angaben einen Teil der Schulden tilgen, die durch die Übernahme des Grafikspezialisten Ati entstanden sind. AMD hatte dazu unter anderem einen Kredit in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar bei Morgan Stanley aufgenommen.
AMD hatte erst im April Wandelanleihen über 1,8 Milliarden US-Dollar herausgegeben und damit zu einer branchenüblichen Maßnahme gegriffen, um Geld zu erlösen. Mit Wandelanleihen können Anleger von einem steigenden Aktienkurs profitieren, sind bei einem Kursrückgang aber abgesichert. Die Firma kommt günstig zu einem Kredit und kann Fremd- in Eigenkapital wandeln. Zum Verlust kommt es für den Anleger, wenn die Firma Konkurs anmelden muss.
Der AMD-Aktienkurs gab bis Mittag knapp vier Prozent nach, ein Wertpapier kostete im Frankfurter Parketthandel 9,53 Euro.
