AMD präsentiert neue Mobilarchitektur (Update)

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AMD-Roadmap: 'Puma' soll im kommenden Jahr als eigenständige Mobilplattform etabliert werden. (Bild: AMD) AMD-Roadmap: "Puma" soll im kommenden Jahr als eigenständige Mobilplattform etabliert werden. (Bild: AMD) AMD hat heute erste Details zur kommenden Mobilarchitektur "Puma" bekanntgegeben. Puma steht für ein Paket aus Mobiltechnologien, zu denen auch ein Mobilprozessor gehört, der nach Angaben von AMD "komplett neu entwickelt" wurde und den Codenamen "Griffin" trägt.

Griffin ist ein Zweikern-Prozessor, der viele Merkmale des K10-Kerns enthält, darüber hinaus aber für den Mobilbetrieb optimiert worden ist. Beide Kerne können auf jeweils ein Megabyte L2-Cache zurückgreifen, wie Bereichschef Maurice Steinman bei einer Vorab-Veranstaltung für Journalisten vor einer Woche bestätigte. Preise, Taktfrequenzen und der tatsächliche Starttermin bleiben allerdings weiterhin unbekannt - AMD nennt offiziell nur "Mitte 2008" als möglichen Einführungszeitraum.

Drei unabhängige Spannungsregler werden den Mobilprozessor laut AMD mit Strom versorgen; jeweils eine ist für einen Prozessorkern vorgesehen, die dritte für den integrierten Speichercontroller und den HT-Controller (bei AMD auch "integrierte Northbridge" genannt). Die neue Spannungsversorgung erlaubt es, die Kerne unabhängig voneinander zu takten und die Spannung separat einzustellen. So wird die integrierte Northbridge Steinman zufolge mit niedrigerer Spannung als die Prozessorkerne betrieben, was ein wenig Energie spart.

AMD hat acht verschiedene Lastzustände und fünf verschiedene Spannungen vorgesehen, die während des Betriebs an die Rechenauslastung angepasst werden können (siehe Grafik in der Bildergalerie). Dies soll besonders den Energieverbrauch bei einfachen Transaktionen reduzieren. Griffins Speichercontroller enthält eine Prefetch-Logik und Detailverbesserungen, welche die Effizienz der Zugriffe erhöhen sollen. Nach wie vor wird aber DDR2-Speicher verwendet, für DDR3 sieht AMD derzeit noch keinen Bedarf. Der Deeper Sleep Modus (C4) kann nun auch bei Systemen mit integrierter Grafik genutzt werden.

Der Prozessor kommuniziert wie alle K10-basierenden Modelle via Hyper-Transport 3.0 mit der Umgebung. Dies sei notwendig gewesen, um die erforderliche Bandbreite für Direct-X-10-Funktionen und Windows Vista bereitzustellen, sagte Steinman. Die Hyper-Transport-Verbindungen können dynamisch angepasst oder sogar ganz abgeschaltet werden, während die Kerne weiterrechnen. Aufgrund zusätzlicher Verbindungen werde Griffin zudem für einen neuen Sockel erscheinen. Die maximale thermische Verlustleistung liegt Steinman zufolge bei 35 Watt. Je nach Modell würden die Prozessoren aber auch mit deutlich weniger auskommen. Alle Griffin-Modelle werden im 65-Nanometer-Prozess hergestellt.

Für die Puma-Plattform sieht AMD außerdem eine integrierte Grafik vor, die Direct X 10 unterstützt. Als Chipsatz kommt dabei die mobile Version des 780 zum Einsatz (RS780M), die mit der SB700-Southbridge kombiniert werden soll. Zur Griffin-Plattform gehören neben dem Prozessor unter anderem auch PCI Express 2.0, die Unterstützung von Hybrid-Festplatten sowie ein WLAN-Chip nach dem 802.11n-Standard.

Bevor Griffin in den Handel kommt, will AMD mit dem in 65-Nanomter-Technik hergestellten "Hawk" die bestehende Mobilplattform aktualisieren. Dabei handelt es sich im Gegensatz zu Griffin aber lediglich um einen Verkleinerung des Chipkerns ("Die-Shrink") ohne Änderungen an der Architektur. Der Hawk-Prozessor gehört zur "Kite"-Plattform, die erstmals bei AMD auch Hybrid-Festplatten und -Grafikkarten unterstützt.

Update: Mittlerweile hat AMD auch die offizielle Pressemeldung versendet (siehe Downloads). Darin kündigt der Chiphersteller weitere Informationen über Puma für das Microprocessor-Forum am 22. Mai an.

Bildergalerie: AMD
Bild 1-3
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