AMD kündigt Entwicklung von DTX-Formfaktor an
In einer Pressemitteilung ließ die CPU-Schmiede aus Sunnyvale verlautbaren, dass man an einem neuen Formfaktor-Standard arbeite. Obwohl es schon eine Menge anderer Standards wie ATX, Mini-ITX und BTX gibt, hat AMD es sich zum Ziel gesetzt mit DTX größere Flexibilität und niedrigere Kosten zu erreichen. Die Flexibilität ist durch die Abwärtskompatibilität zu ATX und Micro-ATX gegeben, während die Kosteneinsparung mittels clever gewählter Abmessungen realisiert wird. Konnten die meisten Hersteller bisher nur zwei Standard-ATX-Mainboard-PCBs aus einem PCB-Panel gewinnen, könnten nun bis zu vier DTX oder sechs Mini-DTX-Boards daraus hergestellt werden. Die genauen Abmessungen von DTX-Motherboards sind 200 x 244 mm und damit etwas kleiner als Micro-ATX (244 x 244 mm). Mini-DTX-Boards werden 200 x 170 mm groß sein und Prozessoren mit einer TDP bis 35 Watt unterstützen.
DTX soll allerdings kein AMD-exklusiver, sondern ein offener Industriestandard und somit allen Motherboard- und Systemherstellern zugänglich sein. Die aktuelle DTX-Spezifikation wird nur ein paar Dinge wie Befestigungspunkte und "Verbotene Zonen" festlegen. Andere Standards wie zum Beispiel Micro-BTX haben dagegen strikte Regeln, die sämtliche Anforderungen genau definieren. Laut AMD ermöglicht der DTX-Standard für den Endkundenmarkt kleinere, leisere, und äußerlich attraktivere Geräte, welche weniger Stromkosten verursachen und keine übermäßige Abwärme erzeugen. Für Unternehmen dürften dagegen die niedrigeren Energie- und Herstellungskosten sowie die Entwicklung völlig neuer Produkte auf DTX-Basis im Vordergrund stehen. Die finalen DTX-Spezifikationen werden voraussichtlich am Ende dieses Quartals veröffentlicht. Diverse Motherboard- und Gehäusehersteller haben DTX-Produkte für ihre Roadmaps in 2007 angekündigt.
