Marktreifes 3D ohne Brille in der Redaktion
Wir hatten zusammen mit den Kollegen von der SFT die Möglichkeit, uns eine 3D-Darstellungstechnik, die ohne die sonst übliche Shutterbrille auskommt, vom Hersteller 3D-TV System aus Hamburg in der Redaktion präsentieren zu lassen.
Die Technik basiert dabei auf einer vor dem eigentlichen Display angebrachten Scheibe, die viele mikroskopische kleine Linsen trägt. Das Bild - zum Beispiel in 3D-Spielen - wird mittels eines Software-Wrappers (DirectX 10 wird bereits unterstützt) mit Tiefeninformationen aus verschiedenen Perspektiven aufgewertet. Im Zusammenspiel mit der Scheibe, die vor dem Monitor angebracht ist, entsteht nun ein recht überzeugender 3D-Eindruck.
Anders als bei bisher gängigen Systemen entsteht nicht der Eindruck, dass Objekte vor dem Monitor schweben würden, sie wirken vielmehr so, als würden sie weiter hinten "im" Monitor liegen.
Durch die Berechnung der zusätzlichen Perspektiven entsteht allerdings auch eine höhere Belastung der Grafikkarte - die Frameraten brachen auf bis zu ein Viertel der ursprünglichen Rate ein, wenn die 3D-Darstellung aktiviert wurde. Man benötigt also eine entsprechend potente Grafikkarte, um diesen Verlust aufzufangen - oder muss die Auflösung reduzieren, was durch die 3D-Darstellung allerdings nicht so negativ auffällt wie erwartet.
Die Zusatzscheiben für Display sind dabei keine Zukunftsmusik, sondern können bereits bestellt werden. Für Neugierige bietet der Hersteller günstige Einstiegspreise.
Wir werden die Entwicklung dieser Technik auf jeden Fall weiter verfolgen, und nach Möglichkeit auch mit dem Testmuster, welches die Kollegen von der SFT bekommen, eigene Tests anstellen. Bilder von der Demonstration - auf denen Prinzip bedingt kein wirklicher 3D-Effekt zu erkennen ist sondern nur die Bauart und Befestigung der Displayscheiben - finden Sie in unserer Galerie.