3DMark Steel Nomad im Test mit 40 Grafikkarten: Neuer Benchmark mit einigen Überraschungen

Mit dem 3DMark Steel Nomad veröffentlicht UL Solutions einen neuen Rasterizing-Benchmark mit Cross-Plattform-Kompatibilität. PCGH verrät, was der neue Benchmark auf dem Kasten hat, und testet direkt 40 Gaming-Grafikkarten der Jahrgänge 2014 bis 2024.

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3DMark Steel Nomad im Test mit 40 Grafikkarten: Neuer Benchmark mit einigen Überraschungen
Quelle: UL Solutions

Was ist Steel Nomad?

Der am 21. Mai erscheinende Rasterizing-Nachfolger des beliebten 3DMark Time Spy unterteilt sich in zwei Varianten: einmal als anspruchsvolleres "Steel Nomad" (mit UHD-Auflösung) und als um einige Details und Features reduziertes "Steel Nomad Light" (mit WQHD-Auflösung). Beide unterstützen unterschiedliche Plattformen und, je nach System, auch mehrere Grafikschnittstellen. Steel Nomad wird für alle 3DMark-Nutzer als kostenloses Update zur Verfügung stehen und soll den bisherigen Community-Platzhirsch ohne Raytracing, Time Spy, damit ablösen. Die um Extras und weitere Benchmarks erweiterte kostenpflichtige Adanced-Edition von 3DMark soll laut Entwickler UL Solutions ab dem 21. Mai für eine Woche als Aktion um 75 Prozent günstiger zu erwerben sein.

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Wird Linux unterstützt?

Zum Launch wird Steel Nomad und Steel Nomad Light auf aktuellen Windows-Versionen erscheinen. Die vollwertigen Linux- und macOS-Äquivalente erscheinen erst später und benötigen noch den letzten Technikschliff. Smartphones und Tablets werden mit der Light-Variante abgedeckt, das normale Steel Nomad ist für diese Mobile-Plattformen derzeit nicht vorgesehen. Über die iOS-App können macOS-Systeme jedoch bereits mit Steel Nomad Light gebencht werden.

Systemvoraussetzungen

3DMark-Benchmark Steel Nomad Steel Nomad Light
Betriebssystem Windows 10/11 (64 Bit, 21H2). Linux, macOS, Android und iOS folgen später. Windows 10/11 (64 Bit, 21H2), Android, iOS, macOS (über iOS-App). Linux folgt später.
Prozessor 1,8 GHz Dual-Core-CPU mit SSSE3-Unterstützung 1,8 GHz Dual-Core-CPU mit SSSE3-Unterstützung
Arbeitsspeicher 8 GiB (RAM) 8 GiB (RAM)
Grafikschnittstelle (API) DirectX 12 fähig mit Shader Model 6/Vulkan/Metal DirectX 12 fähig mit Shader Model 6/Vulkan/Metal
Render-Auflösung 3.840 × 2.160 (UHD) 2.560 × 1.440 (WQHD)
Videospeicher 6 GiB (VRAM). Bei integrierten Grafikeinheiten mindestens 16 GiB RAM. 4 GiB (VRAM). Bei integrierten Grafikeinheiten mindestens 8 GiB RAM.
Erforderlicher Speicherplatz 1,5 GiB 1,5 GiB

Bei Geräten ohne separate Grafikkarte erhöht sich der Speicherbedarf an den dann ebenfalls mitgenutzten RAM-Pool von 8 auf 16 GiB bei Steel Nomad respektive von 4 auf 8 GiB bei Steel Nomad Light. Als Massenspeicher braucht es 1,5 GiB Platz.

Cross-Plattform-Übersicht

  Windows x64 Windows ARM Linux macOS Android iOS
Steel Nomad (sehr hohe Raster-Last) Folgt später. Folgt später.
Steel Nomad Light (mittlere Raster-Last) Folgt später. Folgt später, aber über iOS-App möglich.
Solar Bay (mittlere Raytracing-Last) k. A. Folgt später, aber über iOS-App möglich.
Wild Life Extreme (leichte Raster-Last) k. A. Folgt später, aber über iOS-App möglich.

Welche API wird verwendet und welche Features geboten?

Unter Windows kann entweder DirectX 12 oder Vulkan als Grafikschnittstelle gewählt werden. Android und Linux bauen ausschließlich auf Vulkan. macOS- und iOS-Geräte werden mit der Apple eigenen Metal-API gebencht.

Steel Nomad Windows x64 Windows ARM Linux macOS
Fertig programmiert? Ja. Ja. Nein, später erst erhältlich. Nein, später erst erhältlich.
Render-Auflösung 3.840 × 2.160 (UHD) 3.840 × 2.160 (UHD) 3.840 × 2.160 (UHD) 3.840 × 2.160 (UHD)
Verfügbare API DirectX 12 oder Vulkan DirectX 12 oder Vulkan Vulkan Metal
Unterstütze Modi Custom, Explorer, VS-Mode, Stress-Test Custom, Explorer, VS-Mode, Stress-Test
Extras Sound, HDR (Custom) Sound, HDR (Custom)
Technik Volumetrische Beleuchtung, volumetrische Wolkenberechnung, XeGTAO, DX12-Rendering-Passes (nur bei DirectX 12) Volumetrische Beleuchtung, volumetrische Wolkenberechnung, XeGTAO, DX12-Rendering-Passes (nur bei DirectX 12)

Steel Nomad verwendet im 1-minütigen Kameraverlauf volumetrische Beleuchtung und Wolkenberechnung sowie Intels Open-Source XeGTAO (komplexere Umgebungsverdeckung, Kürzel für "Ground Truth Ambient Occlusion). Letzteres findet sich in Spielen wie Ratchet & Clank: Rift Apart sowie Ghost of Tsushima, wurde allerdings als Projekt eingestellt. Neben eigenen Anpassungen an den Benchmark kann zudem im Versus-Mode live mit anderen bereits bestehenden Durchgängen verglichen werden, etwa für konkrete Gegenüberstellungen zu bestimmten Szenen im Run (mit Diagrammverläufen für Temperatur, GPU-Takt etc.).

Steel Nomad Versus-Mode Quelle: UL Solutions Steel Nomad Versus-Mode Quelle: UL Solutions

Im Explorer-Modus kann die Benchszenerie nach eigenen Vorgaben frei erkundet werden. Laut Entwickler UL schlummern aus der 25-jährigen 3DMark-Geschichte dutzende Eastereggs versteckt, die so gefunden werden können. Der Versus- und Custom-Mode ist in Steel Nomad Light nicht auf Android oder iOS verfügbar, sehr wohl aber der Stress-Test. Sound- und HDR-Regler sind dort ebenfalls nicht von der Partie. Unter Windows sind letztere beiden Bench-Features optional einstellbar.

Der Stress-Test ist dem Namen entsprechend für längere Lasten von 20 Minuten zur Prüfung gedacht, um anfänglich schwankende Variablen wie die Temperatur oder Stabilität länger im Auge zu behalten - im Anschluss an diesen Durchgang werden die wichtigsten Punkte nochmal angezeigt und verglichen.

Steel Nomad Light Windows x64 Windows ARM Linux macOS Android iOS
Fertig programmiert? Ja. Ja. Nein, später erst erhältlich. Nein, später erst erhältlich. Ja. Ja.
Render-Auflösung 2.560 × 1.440 (WQHD) 2.560 × 1.440 (WQHD) 2.560 × 1.440 (WQHD) 2.560 × 1.440 (WQHD) 2.560 × 1.440 (WQHD) 2.560 × 1.440 (WQHD)
Verfügbare API DirectX 12 oder Vulkan DirectX 12 oder Vulkan Vulkan Metal Vulkan Metal
Unterstütze Modi Custom, Explorer, VS-Mode, Stress-Test, unlimitiert Custom, Explorer, VS-Mode, Stress-Test, unlimitiert k. A. k. A. Stress-Test, unlimitiert Stress-Test, unlimitiert
Extras Sound, HDR (Custom) Sound, HDR (Custom) k. A. k. A.
Technik Volumetrische Beleuchtung, volumetrische Wolkenberechnung, XeGTAO, DX12-Rendering-Passes (nur bei DirectX 12) Volumetrische Beleuchtung, volumetrische Wolkenberechnung, XeGTAO, DX12-Rendering-Passes (nur bei DirectX 12) k. A. k. A. Volumetrische Beleuchtung, volumetrische Wolkenberechnung, XeGTAO Volumetrische Beleuchtung, volumetrische Wolkenberechnung, XeGTAO

Zwar handelt es sich bei Steel Nomad und Steel Nomad Light um die gleiche Szenerie samt Kamerafahrt, jedoch mit völlig anderen Einstellungen wie Auflösung (4K vs. 1440p), Geometrie, volumetrischer Wolkenberechnung und Beleuchtung (Tag vs. Nacht). Ein direkter Vergleich der Benchergebnisse zwischen den zwei Grundvarianten darf deshalb nicht gezogen werden.

3DMark Steel Nomad Light: Eindrücke aus der Szene

Genug der erklärenden Worte, auf der nächsten Seite schicken wir 40 Grafikkarten seit 2014 durch den neuen Rasterizing-Benchmark. Wie schnell beschleunigen Geforce, Radeon und Arc die Pixel unter DirectX12 und Vulkan? Welcher Hersteller mit welcher API besser in Steel Nomad skaliert, hat auch uns überrascht.

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  1. Seite 1 Alle Infos zum 3DMark Steel Nomad
  2. Seite 2 Steel Nomad im Benchmark mit 40 Grafikkarten
    • Kommentare (124)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ShirKhan Software-Overclocker(in)
        Noch mal zum VRAM-Bug: Ich dachte, kürzlich irgendwo gelesen zu haben, dass UL mittlerweile eine automatische Bug-Erkennung mit folgender Nichtvalidierung eingepflegt hätte. Hab das eben mal mit einem heftigen Artefakte-Run geprüft: massiver Punktezuwachs, validiert.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Wo hab ich diese offensichtliche Falschinfo wohl gesehen? Hat jemand das Thema verfolgt?
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