Thingiverse: 3D-Plattform geht mit KI gegen gedruckte Waffen vor - mit händischer Kontrolle

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Thingiverse: 3D-Plattform geht mit KI gegen gedruckte Waffen vor - mit händischer Kontrolle
Quelle: Thingiverse

Die 3D-Druck-Plattform Thingiverse nutzt künftig ein KI-System, um 3D-Modelle von Waffen oder entsprechenden Bauteilen zu entdecken. Zumindest vorerst werden die markierten Modelle vor der Entfernung aber noch einmal von Menschen geprüft.

Während der Nachbau moderner Schusswaffen schwierig ist, können einfachere, ältere Designs auch von Privatleuten hergestellt werden. Früher war dazu ein immer noch recht hoher Aufwand nötig, dieser wurde durch das Aufkommen von 3D-Druckern und passenden Modellen aber deutlich reduziert. Um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden, verbieten viele Plattformen für entsprechende Dateien deshalb die Verbreitung dieser Modelle.

KI als Vorfilter

So geht auch die bekannte 3D-Druck-Plattform Thingiverse seit vielen Jahren vor, vergangenen Mittwoch wurde aber eine Änderung an dem System angekündigt. Waffen sind demnach weiterhin verboten, die Regel soll nun aber mithilfe eines KI-Systems forciert werden. Dieses soll hochgeladene Modelle prüfen und bei Bedarf eine Sperrung vorschlagen. Betroffen sind dabei explizit nur Teile, die zum Bauen oder Verbessern von Schusswaffen gedacht sind. 3D-Druck-Modelle von Spielzeugwaffen oder Anschauungsmodellen sollen hingegen weiterhin erlaubt sein.

Damit die Unterscheidung kein Problem wird, nutzt Thingiverse die neue KI offenbar nur als Vorfilter, der entsprechende Kandidaten markiert. Wie das Unternehmen gegenüber Tom's Hardware bestätigte, werden alle auffälligen Modelle aber noch einmal von Menschen geprüft, bevor sie gesperrt werden. So soll verhindert werden, dass einige 3D-Drucke fälschlicherweise von der Plattform fliegen.

Passend zum Thema: 3D-Drucker: Neue Analyse soll Hersteller von Schusswaffen überführen

Die menschliche Nacharbeit dürfte der genutzten KI auch dabei helfen, sich mit der Zeit zunehmend zu verbessern. Falls die Erkennung irgendwann zuverlässig funktioniert, könnte sie dann womöglich auch in Slicern zum Einsatz kommen, damit 3D-Drucker flächendeckend davon abgehalten werden, Waffen(bauteile) zu drucken. Eine entsprechende Forderung gab es laut Tom's Hardware bereits durch den Staatsanwalt von Manhattan, der 3D-Drucker-Hersteller Creality im März zur Implementierung passender Software aufforderte. Selbst falls Slicer und 3D-Drucker in Zukunft passende Programme enthalten werden, dürfte ein vollständiger Schutz gegen das 3D-Drucken von Waffen aber unmöglich sein.

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Quelle: Thingiverse / Tom's Hardware (Stellungnahme von Thingiverse)

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